Gendermedizin: Der Herzinfarkt der Frau

Das Herz: Frauen leiden bei einem Herzinfarkt oft unter anderen Symptomen, als MännerZur Großansicht
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Das Herz: Frauen leiden bei einem Herzinfarkt oft unter anderen Symptomen, als Männer

Viele Frauen würden den Herzinfarkt ihres Liebsten eher als ihren eigenen bemerken. Denn der Anfall äußert sich beim Mann anders als bei der Frau. Mediziner kennen zwar geschlechtsspezifische Unterschiede des Organs. Trotzdem werden die weiblichen Beschwerden oft falsch gedeutet.

Das Herz

Es schlägt 100.000-mal am Tag, über 26 Millionen Mal im Jahr. Mit jeder Kontraktion pumpt der Hohlmuskel Blut in das 140.000 Kilometer lange Netz aus Venen, Kapillaren und Schlagadern. Dort, wo die Verästelungen nur noch einen Durchmesser von einem Hundertstel Millimeter haben, tauschen die Gewebe frischen Sauerstoff gegen Kohlendioxid, Nährstoffe gegen Abfallprodukte ihres Stoffwechsels.

Kardio-Katastrophe

Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen und Stress gehören zu den größten Risikofaktoren für das Herz. Allein in Deutschland erleiden mehr als 250.000 Menschen pro Jahr einen Herzinfarkt. In einem solchen Fall bildet sich in einer Schlagader des Herzens ein Blutgerinnsel. Dies wächst zu einem immer größeren Thrombus heran, verstopft eines der Blutgefäße und schneidet dem kräftigen Pumpmuskel die lebensnotwendige Versorgung ab. Im schlimmsten Fall schafft er noch ein paar schwache Schläge - und bleibt für immer stehen.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Mediziner der Freiburger Uniklinik haben in Tests mit Männern und Frauen mit Hilfe von Kernspin-Aufnahmen nachgewiesen, dass sich Frauenherzen mit zunehmendem Alter in der Längsrichtung deutlich weniger zusammenziehen als Männer. Auch die gegenläufige Rotationsbewegung, mit denen sich die Kammer bei jedem Herzschlag wie ein Handschuh auswringt, fallen bei älteren Frauen viel schwächer aus. Das Fazit der Forscher: Herzen älterer Frauen bewegen sich deutlich anders als die älterer Männer.

Warnsignale des weiblichen Körpers

Statt unter klassischen Brustschmerzen leiden Frauen im Vorfeld eines Herzinfarkts oft unter Atemnot, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Schweißausbrüchen. Diese Beschwerden werden oft fehlgedeutet. Ärzte tippen irrtümlich auf Rücken-, Magen- oder Gallenprobleme. Patientinnen kommen deshalb oft später auf die Intensivstation, wertvolle Zeit bis zum Beginn der Therapie vergeht.

Ina Brzoska

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insgesamt 9 Beiträge
Tubus 20.11.2012
Tja, was gibt es da zu diskutieren? Atemnot, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Schweißausbrüche sind eben relativ unspezifische Symptome, die eben nicht so eindeutig auf das Herz hinweisen wie atem- und bewegungsunabhängiger [...]
Zitat von sysopViele Frauen würden den Herzinfarkt ihres Liebsten eher als ihren eigenen bemerken. Denn der Anfall äußert sich beim Mann anders als bei der Frau. Mediziner kennen zwar geschlechtsspezifische Unterschiede des Organs. Trotzdem werden die weiblichen Beschwerden oft falsch gedeutet. Gendermedizin: Wie sich ein Herzinfarkt bei Frauen ankündigt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/gendermedizin-wie-sich-ein-herzinfarkt-bei-frauen-ankuendigt-a-868225.html)
Tja, was gibt es da zu diskutieren? Atemnot, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Schweißausbrüche sind eben relativ unspezifische Symptome, die eben nicht so eindeutig auf das Herz hinweisen wie atem- und bewegungsunabhängiger Brustschmerz. Oder ist das ein Anlass wieder einmal Diskriminierung von Frauen zu vermuten?
kh- 20.11.2012
Sinn des Artikels könnte es womöglich sein, darauf hinzuweisen, dass Atemnot, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Schweißausbrüche gerade eben keine unspezifischen Symptome für ein Herzinfarkt sind. Wenn die heutige Medizin [...]
Zitat von TubusTja, was gibt es da zu diskutieren? Atemnot, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Schweißausbrüche sind eben relativ unspezifische Symptome, die eben nicht so eindeutig auf das Herz hinweisen wie atem- und bewegungsunabhängiger Brustschmerz. Oder ist das ein Anlass wieder einmal Diskriminierung von Frauen zu vermuten?
Sinn des Artikels könnte es womöglich sein, darauf hinzuweisen, dass Atemnot, Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Schweißausbrüche gerade eben keine unspezifischen Symptome für ein Herzinfarkt sind. Wenn die heutige Medizin diese Befunde vermindert feststellt, könnte das doch ein klitzekleines Bisschen damit zu tun haben, dass die Beschwerden von Frauen nicht so ernst genommen werden.
Turbofan1 20.11.2012
die Beschwerden von Männern werden auch nicht unbedingt ernst genommen: mich hat man in einem für Herzkatheteruntersuchungen eingerichteten Krankehaus mit einem Troponinwert von 91 - also einem nachgewiesenen Herzinfarkt - 12 [...]
Zitat von kh- Wenn die heutige Medizin diese Befunde vermindert feststellt, könnte das doch ein klitzekleines Bisschen damit zu tun haben, dass die Beschwerden von Frauen nicht so ernst genommen werden.
die Beschwerden von Männern werden auch nicht unbedingt ernst genommen: mich hat man in einem für Herzkatheteruntersuchungen eingerichteten Krankehaus mit einem Troponinwert von 91 - also einem nachgewiesenen Herzinfarkt - 12 Stunden in einem Bett verwahrt, bis ich behandelt wurde. Wer da meint, "jede Minute zählt", der irrt offensichtlich!
steyrtal 20.11.2012
Herzinfarkt und Angina Pectoris - 4 stents reicher habe ich im Mai dieses Jahres überlebt und misstraue seitdem der männlichen Ärzteschaft sehr - eine Ärztin hätte vielleicht mehr Aufmerksamkeit meinem Herzen gewidmet - ich habe [...]
Herzinfarkt und Angina Pectoris - 4 stents reicher habe ich im Mai dieses Jahres überlebt und misstraue seitdem der männlichen Ärzteschaft sehr - eine Ärztin hätte vielleicht mehr Aufmerksamkeit meinem Herzen gewidmet - ich habe überlebt - trotzdem - mit Dank an mein Herz -
Turbofan1 20.11.2012
die Beschwerden von Männern werden auch nicht unbedingt ernst genommen: mich hat man in einem für Herzkatheteruntersuchungen eingerichteten Krankehaus mit einem Troponinwert von 91 - also einem nachgewiesenen Herzinfarkt - 12 [...]
Zitat von kh- Wenn die heutige Medizin diese Befunde vermindert feststellt, könnte das doch ein klitzekleines Bisschen damit zu tun haben, dass die Beschwerden von Frauen nicht so ernst genommen werden.
die Beschwerden von Männern werden auch nicht unbedingt ernst genommen: mich hat man in einem für Herzkatheteruntersuchungen eingerichteten Krankehaus mit einem Troponinwert von 91 - also einem nachgewiesenen Herzinfarkt - 12 Stunden in einem Bett verwahrt, bis ich behandelt wurde. Wer da meint, "jede Minute zählt", der irrt offensichtlich!
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  • Dienstag, 20.11.2012 – 15:04 Uhr
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