Steigende Anzahl der Infektionen Elf Tote durch West-Nil-Fieber in Griechenland

In diesem Sommer hat das West-Nil-Fieber bereits mehr Opfer gefordert als in den vergangenen fünf Jahren zusammen. In Griechenland sind nun elf Menschen an der Krankheit gestorben.

Eine asiatische Buschmücke und möglicher Überträger des West-Nil-Virus
DPA

Eine asiatische Buschmücke und möglicher Überträger des West-Nil-Virus


In Griechenland sind in diesem Jahr bereits elf Menschen am West-Nil-Fieber gestorben. Mindestens 96 weitere Menschen erkrankten, die meisten auf der Halbinsel Peloponnes und in den ländlichen Regionen im Osten Athens. Das teilte die zuständige Behörde des Gesundheitsministeriums, Keelpno, mit.

Die Zahl der Infizierten könnte noch höher liegen: Die meisten Erkrankten wiesen nämlich keine oder harmlose Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen auf, sagten Ärzte im Staatsrundfunk.

Die Krankheit wird durch das West-Nil-Virus ausgelöst, das vor allem von Stechmücken der Gattung Culex übertragen wird. In seltenen Fällen haben sich Menschen auch durch Kontakt mit infizierten Tieren, durch Bluttransfusionen und Organtransplantationen angesteckt. Am West-Nil-Fieber Erkrankte sind nicht ansteckend für andere Menschen.

Die Krankheit tritt in Afrika, Nahost, Nordamerika, Westasien und Europa auf, berichtet die Weltgesundheitsbehörde WHO.

Vor etwa zwei Wochen meldeten laut EU-Seuchenschutzbehörde (ECDC) neben Griechenland die Länder Italien, Rumänien, Ungarn, Frankreich, Serbien und das Kosovo Fälle. In diesem Sommer gibt es laut ECDC mehr Erkrankungen als in den fünf Jahren zuvor.

In Griechenland wurde Einwohnern geraten, Verdampfer oder Salben gegen Insekten zu benutzen. Das Auswärtige Amt weist Reisende darauf hin, sich gegen Mückenstiche zu wappnen. Typische Symptome der Viruserkrankung sind Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Etwa ein Drittel der Erkrankten bekommt einen Hautausschlag an Brust, Rücken und Armen. Seltener sind Hirnhautentzündungen. Im schlimmsten Fall verläuft die Krankheit tödlich.

cop/dpa



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.