Grippe Mehrere Länder geben Novartis-Impfstoffe wieder frei

Die Bedenken scheinen ausgeräumt: Italien, Frankreich und andere Länder haben Novartis-Grippeimpfstoffe wieder freigegeben, die wegen verdächtiger Flöckchen vom Markt genommen worden waren. Auf Deutschland hat das keine Auswirkungen. Hierzulande ist der Rückruf der Spritzen endgültig.

Grippeimpfung: Verdacht der Verunreinigung bei Novartis-Impfstoffen weitgehend ausgeräumt
dapd

Grippeimpfung: Verdacht der Verunreinigung bei Novartis-Impfstoffen weitgehend ausgeräumt


Hamburg - Ende Oktober haben mehrere Länder Grippeimpfstoff der Firma Novartis vom Markt genommen. Weiße Flöckchen in den Mitteln hatten die Behörden verunsichert. Mittlerweile konnten die Bedenken weitgehend ausgeräumt werden: Neben Österreich und der Schweiz haben auch Frankreich und Italien den Vertrieb der Novartis-Grippeimpfstoffe wieder erlaubt.

Die in einigen Chargen festgestellten weißen Flocken seien Verklumpungen von normalen Eiweißbestandteilen des Impfstoffs, teilte das österreichische Gesundheitsministerium mit. Die Flocken lösten sich durch leichtes Schütteln der Spritze wieder auf. Novartis hatte von Anfang an erklärt, dass es sich bei den Ausflockungen um normale Bestandteile des Impfstoffs handelt. Die Schweiz hatte bereits vor mehr als einer Woche die gesperrten Impfstoffe wieder freigegeben.

Auf Deutschland haben die Entscheidungen keine direkte Auswirkung: Zwar hatte auch hierzulande das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Freigabe von fünf Chargen mit 750.000 Dosen zurückgenommen. Dies könne jedoch nicht widerrufen werden, erläuterte Sprecherin Susanne Stöcker auf Anfrage. "Das ist ein endgültiges Instrument." Viele Spritzen seien ungekühlt zurückgeschickt worden und könnten schon daher nicht mehr verwendet werden.

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irb/dpa

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