Guatemala Erster Masernfall seit 20 Jahren - aus Deutschland importiert

Nach zwei Jahrzehnten meldet Guatemala erstmals wieder einen Fall von Masern. Die Betroffene hat sich bei einer Reise nach Deutschland mit dem hochansteckenden Virus infiziert.

Impfpass
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Seit 1998 war Guatemala frei von Masern. Jetzt meldet das Land in Zentralamerika einen neuen Fall: Eine 17-Jährige Guatemaltekin hat sich demnach während eines Aufenthalts in Deutschland mit den Masern angesteckt.

Laut einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums von Guatemala war die Patientin noch frei von Symptomen, als sie zurück ins Land reiste. Daher bestehe kein Risiko, dass sie Menschen während des Flugs oder am Flughafen angesteckt habe.

Bekannt wurde der Verdachtsfall am 18. Januar, inzwischen haben Tests bestätigt, dass die Patientin tatsächlich an Masern erkrankt ist. Das Ministerium hat bereits weitreichende Schutzmaßnahmen ergriffen.

Um einen Masernausbruch zu verhindern, werden laut Ministerium alle Schüler und Lehrer geimpft, die dieselbe Schule in Guatemala-Stadt besuchen wie die Erkrankte. Dasselbe gilt für die Familie der Frau, ihre Nachbarn sowie für medizinisches Personal und Patienten, mit denen sie möglicherweise Kontakt hatte.

Außerdem wurden auch andere Eltern aufgefordert, ihre Kinder gegen Masern zu impfen. Medienberichten zufolge sind die Masern-Impfraten in Guatemala seit Jahren zu niedrig.

In Deutschland erkrankten im vergangenen Jahr fast tausend Menschen an den Masern. Die Krankheit geht zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Sie schwächt das Immunsystem über viele Wochen. In sehr seltenen Fällen kann eine Maserninfektion tödlich enden. Zum Schutz vor der hochansteckenden Krankheit werden zwei Impfungen empfohlen.

wbr

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