Tödliches Virus Hanta-Infektion nach Urlaub in Yosemite-Nationalpark

Tödliche Gefahr nach Campingurlaub: In den USA haben sich mindestens sechs Menschen mit dem lebensbedrohlichen Hantavirus infiziert, zwei sind bereits gestorben. Sie hatten sich ihre Ferienzelte im Yosemite-Park unfreiwillig mit Mäusen geteilt. Zehntausend Urlauber könnten betroffenen sein.


Sie schliefen in Zelten und wussten nicht, dass sie sich einem potentiell tödlichen Virus aussetzen: Tausende Gäste des kalifornischen Yosemite-Nationalparks könnten mit Hantaviren in Kontakt gekommen sein. Die kalifornische Gesundheitsbehörde registrierte bislang sechs Erkrankungen, zwei der Infizierten, die zuvor in Zelten des Parks übernachtet hatten, sind bereits gestorben.

Die Parkleitung teilte am Freitag in Fresno mit, man habe fast 3000 Gäste angeschrieben, die Zelte der Anlage Curry Village zwischen Juni und August im Yosemite-Park reserviert hatten. Die Zelte seien auf vier Personen ausgelegt, in der laufenden Sommersaison könnten darin bis zu 10.000 Gäste dem von Nagetieren übertragenen Virus ausgesetzt worden sein. Das Virus kann zum lebensbedrohlichen Hantavirus-Lungensyndrom führen. Jeder dritte in den USA registrierte Fall endete bislang mit plötzlichem Atem- und Organversagen tödlich.

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Hantavirus in Yosemite: Infiziert im Ferienzelt

Besonders tückisch ist die Hantavirus-Infektion wegen ihres zunächst harmlosen Verlaufs. Die ersten Symptome erinnern mit Fieber, Schnupfen und Gliederschmerzen an eine gewöhnliche Grippe. Das Virus greift allerdings die inneren Organe, vor allem Lungen und Nieren, an.

In den im Yosemite-Nationalpark betroffenen Komfortzelten mit Doppelwänden fanden Parkangestellte bei der Reinigung zwischen den Planen etliche Mäusenester. Das Virus ist im Kot und im Urin von Mäusen enthalten.

In Deutschland 500 Fälle im Jahr

Seit den achtziger Jahre werden auch in Deutschland Hantavirus-Infektionen erfasst, jährlich gibt es durchschnittlich 500 Fälle. Europaweite Statistiken zeigen allerdings, dass im Abstand von zwei bis drei Jahren stets mit einem Anstieg der Fälle zu rechnen ist. In Deutschland wurden im Jahr 2007 exakt 1688 Fälle vermerkt, im Jahr 2010 dann 2017 Fälle.

Auch 2012 verbuchen Forscher steigende Zahlen, bis August registrierte das Robert Koch-Institut schon 2070 Fälle. Die meisten Neuinfektionen gibt in den Sommermonaten. Warum die Infektionszahlen zu- und abnehmen, ist bislang nicht bekannt. Die Zyklen könnten vom Lebenszyklus von Buchen und Eichen abhängen. Die Bäume tragen Jahr für Jahr unterschiedlich viele Früchte, die wiederum die Lebensgrundlage der Nager sind, die das Virus verbreiten.

Übertragen werden die Erreger in Deutschland durch wildlebende Nagertiere wie Rötel-, Brand- und Feldmäuse. Menschen sollten den Kontakt zu den Nagern und ihren Ausscheidungen vermeiden, sich bei Waldspaziergängen in den betroffenen Regionen (Karte in der Fotostrecke) vorsehen und sich vor allem vor Mäusenestern in Garage oder Gartenhäusern fernhalten. Schlecht nur, wenn die Nester unentdeckt bleiben - wie jetzt in den doppelwandigen Zelten des Curry-Village-Lagers im Yosemite-Nationalpark, einem der bekanntesten und meistbesuchten Nationalparks der USA.

Die Parkverwaltung hat eine Hotline für Gäste eingerichtet, die im fraglichen Zeitraum in den Zelten des Curry Village übernachtet haben, und informiert auf ihrer Webseite über die aktuellen Entwicklungen.

Hinweise zur Vermeidung einer Infektion finden sich hier.

cht/dapd/AP



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insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
iffel1 01.09.2012
1. Das ist nicht neu !
Wir nutzen für unsere Nationalparkbesuche grundsätzlich immer Campmobile. Auch die sind nicht immer nagerfrei. Ein Tipp: Die Mäuse finden ihren Zugang in den Campern über die Vorderreifen und dann durch das Amaturenbrett. Dabei markieren sie mit Urintropfen ihren Weg entlang des Reifens über das Amaturenbrett bis hin zu den besonders bekrümelten und daher leckeren Ecken des Campers. Also morgens immer das Amaturenbrett mit Spüli o.ä. abwischen und mit einem kräftigen Wasserstrahl die Vorderreifen abspritzen (Lauffläche). Das gilt auch bei Sitewechsel in den nächsten Park, denn die Mäuse dort "lesen" die gleichen Spuren und sind gleich in der ersten Nacht "zur Stelle". EIn Tipp von Einheimischen: Hundehaare (die man häufig von Campnachbarn bekommen kann) im Fußraum unter dem Amaturenbrett ankleben.
gorkamorka 01.09.2012
2.
Zitat von sysopREUTERSTödliche Gefahr nach Campingurlaub: In den USA haben sich mindestens sechs Menschen mit dem lebensbedrohlichen Hantavirus infiziert, zwei sind bereits gestorben. Sie hatten sich ihre Ferienzelte im Yosemite-Park unfreiwillig mit Mäusen geteilt. Zehntausend Urlauber könnten betroffenen sein. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/0,1518,853324,00.html
Aye.
fenta_ 01.09.2012
3. optional
"Zehntausend Urlauber könnten betroffen sein." Analog dazu könnten in Deutschland ebenfalls Zehntausende, wenn nicht sogar Hunderttausende möglicherweise betroffen oder sogar in akuter Gefahr schweben. Ich rate dringend dazu schreiend im Kreis zu rennen und nicht mehr vor die Türe zu treten.
viperhyper 01.09.2012
4. optional
Ich bleib einfach hier am Rechner sitzen und da passiert mir nichts oO
germanvirgin 01.09.2012
5. Wir
Zitat von sysopREUTERSTödliche Gefahr nach Campingurlaub: In den USA haben sich mindestens sechs Menschen mit dem lebensbedrohlichen Hantavirus infiziert, zwei sind bereits gestorben. Sie hatten sich ihre Ferienzelte im Yosemite-Park unfreiwillig mit Mäusen geteilt. Zehntausend Urlauber könnten betroffenen sein. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/0,1518,853324,00.html
waren letzes Jahr dort. Der Park ist wirklich faszinierend schoen. Wir schlafen aber grundsaetzlich in Hotels, weil wir keine Camper sind.
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