Heuschnupfen Experten warnen vor frühem starken Pollenflug

Milder Winter, früher Pollenflug: Allergiker müssen sich darauf einstellen, schon bald von einigen Blüten und Gräsern geplagt zu werden. Insbesondere in den Städten droht eine erhöhte Pollenbelastung. Für Haselnussallergiker gibt es gute Nachrichten.

Niesend durch den Frühling (Archivbild, Peking): Die Zahl der Allergiker ist deutlich gestiegen
REUTERS

Niesend durch den Frühling (Archivbild, Peking): Die Zahl der Allergiker ist deutlich gestiegen


Berlin - Wegen des milden Winters werden die Birkenpollen in diesem Frühjahr schon früh fliegen, berichtet die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Im Süden Deutschlands werde die Pollensaison der Birke Mitte März beginnen, in den nördlichen Bundesländern in der vorletzten Märzwoche. Gräserpollen werden im Süden ab Mitte April, im Norden etwa eine Woche später fliegen. Die Beifußblüte beginnt voraussichtlich überall Mitte Juli.

Für Haselnussallergiker hat der Polleninformationsdienst gute Nachrichten: Die Saison sei, insbesondere im Süden, fast vollständig beendet.

In Deutschland reagieren nach Angaben der Stiftung rund zwölf Millionen Menschen allergisch auf Pollen - mit Abstand die meisten auf Birkenblütenstaub. Die größte Sensibilität gebe es im Alter zwischen 30 und 39 Jahren - ein Fünftel dieser Altersgruppe leidet dann unter Niesanfällen, tränenden Augen und juckenden Schleimhäuten, sagte Bergmann. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Insgesamt sind die Zahlen der Heuschnupfen-Geplagten in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen. "Die Zunahme hat mit vielen Faktoren zu tun", sagt Karl-Christian Bergmann, Leiter der Stiftung Polleninformationsdienst. Dazu gehörten wahrscheinlich eine zunehmende Hygiene, Ernährungsgewohnheiten und auch der Klimawandel. Mit weiter steigenden Erkrankungszahlen rechnen die Experten allerdings nicht.

Pollenflugkalender: 2014 beginnt die Heuschnupfen-Saison früher als im Schnitt
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Stärkerer Pollenflug in den Städten

Eine höhere Kohlendioxidkonzentration in der Luft führe bei Pflanzen zu mehr Trieben - und dadurch auch zu mehr Pollen, sagt Charité-Lungenfacharzt Bergmann. Zu beobachten sei das etwa bei Birke, Haselnuss, Esche und Eiche. Bei Gräsern ging die Belastung in den vergangenen Jahren hingegen zurück. Das könne auch daran liegen, dass mehr Wiesen in Ackerflächen umgewandelt worden seien.

Auffällig finden die Forscher, dass die Pollenkonzentration in Städten zunimmt - auf dem Land bleibt sie hingegen ähnlich hoch. Das könne mit der Aufheizung von Beton in Städten zu tun haben, sagte Bergmann. Aber auch Abgase spielen wohl eine Rolle. Besonders hoch war die Dichte von Gräserpollen 2013 zum Beispiel in der Nähe der stark befahrenen Berliner Stadtautobahn A 100. Im großen Park Tiergarten mitten in der Hauptstadt war sie um mehr als die Hälfte geringer. "Ich gehe davon aus, dass die Kombination von größeren Pollenmengen und erhöhter Feinstaubkonzentration zu verstärkten Heuschnupfensymptomen führen kann."

Über eine Pollen-App (für Apple-Geräte oder Android) können Allergiker ihre Beschwerden und verordnete Medikamente eintragen. Anhand der Art und Menge der Pollen am jeweiligen Standort erhalten sie eine persönliche Risikoanalyse zur Pollenbelastung.

Mehr zum Thema Heuschnupfen finden Sie hier.

wbr/dpa/AFP

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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Bobby Shaftoe 12.03.2014
1.
Die Warnung kommt wohl etwas zu spät: Mein sechsjähriger Sohn ist jetzt schon zugeschwollen (und wir wohnen nicht in einer Stadt).
dreamdancer2 12.03.2014
2. ...
Kann ich bestätigen. Ich bin nahtlos von der Frühjahrs-Erkältung in die erste Heuschnupfen-Phase übergegangen :/ So früh war ich noch nie in der Apotheke, um mich mit den einschlägigen Mittelchen einzudecken. Auf der anderen Seite: Ich kann damit leben, dafür genieße ich die Sonne und Wärme viel zu sehr ;-)
teufelsküche 12.03.2014
3. Allerdings
Zitat von Bobby ShaftoeDie Warnung kommt wohl etwas zu spät: Mein sechsjähriger Sohn ist jetzt schon zugeschwollen (und wir wohnen nicht in einer Stadt).
Ich schniefe und röchle schon seit fast drei Wochen, und es ist schlimmer denn je. Mich hat die Allergie erst mit Ende 40 erwischt, vorher gab es nie Probleme
zenkali 12.03.2014
4. optional
Schickt die Leute zu kompetenten Hypnotherapeuten. Gut 70% können dauerhaft von den Allergien befreit werden. Denn: "das ist alles nur in deinem Kopf!"
chwe 12.03.2014
5. Nicht roecheln
sonder was tun. Entweder mit Medizin oder ganz simpel: Hepa Luftfilter fuer's Schlafzimmer und vor dem schlafen Haare waschen. Und keine Kleider von draussen in's Schlafzimmer. Wirkt bei mir Wunder.
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