Homöopathie und Krankenkassen Zahlt ihr auch den Kneipenabend?

Sanft! Beliebt! Im Trend! Weil die Homöopathie das alles ist, zahlen viele Krankenkassen die Therapie, obwohl ihre Wirkung nicht belegt ist. Wir hätten da noch mehr Ideen.

Gute Erfahrung
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Gute Erfahrung


Wenn der SPIEGEL über Homöopathie berichtet, hören wir oft von Lesern, wir sollten doch nicht so ein harsches Urteil fällen. Bei der Katze des Nachbarn hätten Globuli wahre Wunder vollbracht. Es stehe doch jedem frei, sich für die Behandlung seiner Wahl zu entscheiden. Und das Konzept der Homöopathie, dass Substanzen umso stärker wirken, je stärker man sie verdünnt (also bis in der Arznei kein einziges Molekül mehr auffindbar ist), sei überhaupt nicht unplausibel - wir seien nur zu engstirnig, es zu begreifen. Zauberwort: Wassergedächtnis!

An dieser Stelle folgt deshalb keine Kritik an der Homöopathie, sondern ein durch und durch konstruktiver Beitrag.

Viele gesetzliche Krankenversicherungen zahlen inzwischen auf freiwilliger Basis für homöopathische Behandlungen. Nicht etwa, weil sie von deren Wirksamkeit überzeugt sind, sondern weil die Methode nach Aussage der Kassen beliebt und verbreitet ist, sanft und im Trend und weil viele damit gute Erfahrungen gemacht haben und sie schätzen. Homöopathie sei für jeden geeignet, aufgrund der geringen Nebenwirkungen werde sie gern bei Kindern angewandt.

Davon ausgehend wünschen wir uns, dass die Krankenkassen künftig auch für Folgendes aufkommen.

(Warnhinweis: Die Bildergalerie kann Spuren von Ironie enthalten. Sollten Sie diese nicht vertragen, ist von der Durchsicht abzuraten.)

jme/wbr



insgesamt 225 Beiträge
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Seite 1
hansulrich47 16.06.2017
1. Eine nette Liste!
Schokolade ist ja schon drin. Es fehlen nur die für Pillen- und Globuli-Liebhabern tollen Alternativprodukte: Smarties oder M&Ms oder ähnlich. Aber das wäre ja Produktwerbung, klar. Dabei wirken die Roten gegen Kopfschmerzen, die Blauen gegen Magenknurren, die Grünen gegen Blähungen usw. garantiert!!! Ich hoffe nur, die gibt 's deshalb bald nicht nur noch in der Apotheke ......
tomtom 16.06.2017
2. Glaube keiner Statistik...
...und glaube keiner Studie die die Wirkung eines Medikamentes belegt. Die Pharmaindustrie bezahlt das, was man eingentluch nicht mehr Wissenschaft nennen dürfe. Wir Patienten werden systematisch krank gemacht oder krank gehalten. Millionen werden von den Kassen in diese Systematik gesteckt. Was soll es - wenn dann jetzt auch noch ein bisschen Naturheilkunde bezahlt wird. Diese nimmt sich zumindest eines: Zeit für den Patienten.
voiceecho 16.06.2017
3. Unglaublich!
und unverständlich, dass man mit Beiträgen für die KK so etwas finanziert, was keine nachweisliche Wirkung hat! Vater Staat ist gefragt, dies gesetzlich zu verbieten! Wer von Homöopathischen Mitteln "überzeugt" ist, sollte sich dies aus der eigenen Tasche finanzieren und dies nicht auf die Allgemeinheit überwälzen!
JAK7 16.06.2017
4. was soll das?
was soll das derzeitige SPIEGEL-Gewüte gegen Homöopathie? Man kann davon ja halten was man will, aber letztlich sollte jeder selbst entscheiden, wie er seine Gesundheit fördert. Und dass die ständige Einnahme von konventioneller Medizin bei jedem Schnupfen nicht gerade gesund ist, sollte mittlerweile auch bekannt sein.
alextaiko 16.06.2017
5.
Zitat von tomtom...und glaube keiner Studie die die Wirkung eines Medikamentes belegt. Die Pharmaindustrie bezahlt das, was man eingentluch nicht mehr Wissenschaft nennen dürfe. Wir Patienten werden systematisch krank gemacht oder krank gehalten. Millionen werden von den Kassen in diese Systematik gesteckt. Was soll es - wenn dann jetzt auch noch ein bisschen Naturheilkunde bezahlt wird. Diese nimmt sich zumindest eines: Zeit für den Patienten.
Und homöopathische Produkte werden aus rein altruistischen Beweggründen vom örtlichen Schamanen hergestellt? Die Pharmaindustrie verdient ziemlich gut an dem homöopathischen Unfug und lässt sich das fein von den Krankenkassen bezahlen.
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