Medikamenten-Check Was die Abwehrkräfte wirklich stärkt

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Stürmisches Wetter an der Nordsee: Bewegung an der frischen Luft hält Abwehrkräfte fit
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Stürmisches Wetter an der Nordsee: Bewegung an der frischen Luft hält Abwehrkräfte fit

5. Teil: Was Ärzte raten: Wem Immunstärker wirklich helfen


Orthomol Immun, Zinktabletten oder ein pflanzliches Erkältungsmittel helfen also kaum, die Abwehrkräfte zu stärken. Was raten Ärzte ihren Patienten?

"Präparate zur Stärkung des Immunsystems helfen sofort - allerdings nur dem Hersteller und dem Apotheker", sagt Ferdinand Gerlach. Er ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (Degam) sowie Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Eine echte Immunschwächekrankheit sei selten und ließe sich nicht durch frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel oder unspezifische Vitamincocktails bekämpfen. Nur bei begründetem Verdacht mache eine aufwendige Spezialdiagnostik Sinn.

Für die meisten Menschen, so Gerlach, sei es völlig ausreichend, wissenschaftlich gut belegt und zudem kostengünstig, auf einige bewährte Allgemeinmaßnahmen zu setzen:

  • Während der Erkältungszeit häufig die Hände waschen und möglichst wenig die eigenen Schleimhäute (Nase, Mund) oder die Augen berühren. So können von vornherein sehr viele Ansteckungen vermieden werden.
  • Mehr Bewegung an frischer Luft und mehr Schlaf wirken Wunder - zudem tut beides gut und ist kostenlos.
  • Eine ausgewogene (nicht einseitige) mediterrane Ernährung mit frischem Obst und Gemüse, Fisch, Olivenöl und ein nur mäßiger Alkoholkonsum tragen ebenfalls nachweislich zum Wohlbefinden bei und wirken krankheitsvorbeugend.
  • Soweit besondere berufliche oder private Belastungen eine Rolle spielen, sind Maßnahmen zur Stressvermeidung oder -reduktion wirkungsvoll.

"Sollten dennoch wiederholte, sonst nicht erklärbare Infektionserkrankungen auftreten, ist die Hausarztpraxis die erste Adresse", sagt Gerlach. Dort könne abgeklärt werden, ob es Hinweise auf ernste Erkrankungen gibt.

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insgesamt 65 Beiträge
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Zeugma 27.10.2014
1. Kein Wunder ...
... Apotheker haben nichts mit den Heilberufen zu tun! Sie haben weder von der Ausbildung her noch aus "Erfahrung" Kenntnisse darüber, was medizinsich sinnvoll ist. Ein völlig überschätzter Beruf(sstand), dem es am Ende nur ums Verticken möglichst teurer Produkte geht mir großen Margen. Und der kleine Michel fällt darauf rein, weil da jemand im weißen Kittel ganz überzeugt sagt (in bester Elektromarktverkäuferart), dass er das auch nimmt ... Von der Packungsbeilage vorlesen oder das runterbeten, was man im Wochenendkurs der Pharmafirmen aufgeschnappt hat und dann das empfehlen (unter vielen medizinisch mit keinem Wirkungsnachweis belegten Ergänzungsmitteln ...), was die beste Marge verspricht. Nur meine bescheide, aber durch Erfahrung belegte, Meinung ...
RogerRabit1962 27.10.2014
2. Mittelchen, Pülverchen u.ä.
Ohne missionieren zu wollen, ich habe meine Ernährung vor einigen Jahren umgestellt. Vorher bin ich nach jeder Industriemesse auf der wir ausstellten krank gewesen (man glaubt nicht, wie viele Hände man da schütteln muss, obwohl die Leute vor sich hin "rotzen", besonders bei denen gegen Jahresende), trotz SoftaSept am Tisch und Händewaschen. Danach? Ein Jahr später einmal noch. Danach nicht eine Erkältung mehr. Seit Jahren. Statt einer Handvoll Medikamente gegen alle möglichen Leiden und Schmerzen nichts mehr. Manchmal kommt es nicht darauf an, was man in sich hineinschiebt, sondern was man nicht in sich hineinschiebt. Als Nebeneffekt kann ich kurzärmlig draussen rumlaufen, wenn die Freunde schon schniefend Jacken anhaben, was immer wieder Verwunderung bringt. Was ich tue und was ich weglasse? Ich will hier nicht missionieren, daher gebe ich es hier nicht an, aber jeder der es wissen will kann nach einer russischen Ernährungsärztin googeln, wen es nicht interessiert, soll sich Nahrungsergänzungsmittel "reinpfeiffen" und glücklich werden. Zink - kann ich aus der früheren Erfahrung bestätigen - kann den Ausbruch effektiv unterdrücken, aber nur in sehr, sehr hohen Dosen, und sofort beim ersten Auftreten von Sympthomen.
tinomino 27.10.2014
3. Zinktabletten nicht ggeignet?
"Damit das Produkt vorbeugend wirkt, müsste man bei ersten Anzeichen einer Erkältung mindestens fünf Curazink-15-mg-Hartkapseln einnehmen. Als Dauereinnahme zur Stärkung der Immunabwehr ist es nicht geeignet." Ja, richtig. Überteuertes Curazink aus der Apotheke in Mikrodosierung muss wirklich nicht sein. Man kann allerdings auch 50mg-Zink-Tabletten im Internet bestellen. Davon, wenn sich die Erkältung ankündigt, eine morgens, eine abends, ein paar Tage lang, das hilft jedenfalls mir, gar nicht erst krank zu werden. Der Apotheker kann damit natürlich kein Geschäft machen.
knewfield 27.10.2014
4. Sauna
Seit 6 Jahren ohne jede Erkältung: Obwohl ich täglich mit der Bahn und oft im Flugzeug unterwegs bin und im Büro auch mal kalte Füße habe - seit wir eine Sauna haben, die wir jede Woche zweimal (!) nutzen, sind sowohl bei meiner Frau als auch bei mir Erkältungen komplett verschwunden. Zugegeben nicht ganz billig (ein Besuch in einer öffentlichen Sauna kostet ab 10 Euro), aber auch nicht viel teurer als dieses Nahrungsergänzungsmittel.
lupidus 27.10.2014
5.
das ist nun wirklich nichts neues. "geh an die frische luft", hat die oma schon gewußt. komischerweise ware ich während meiner bundeswehrzeit am wenigsten krank, klar, war ja immer nur draußen. einfach nur gesund ernähren, spaziergänge (tun nicht weh, die luft im herbstwald duftet herrlich) und ordentlich schlafen. zusätzlich habe ich festgestellt, dass kräutertee ebenfalls sehr wohltuend wirkt. manche schwören auch auf sauna... und alles zusammen ist viel billiger als diese chemiepillen...
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