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12. September 2018, 18:43 Uhr

18 Millionen Erkrankte

Zahl der Krebsdiagnosen steigt weltweit

Weltweit erhalten jede sechste Frau und jeder fünfte Mann im Laufe ihres Lebens eine Krebsdiagnose. In diesem Jahr sterben einem Bericht zufolge schätzungsweise 9,6 Millionen Menschen daran. Viele Fälle wären vermeidbar.

Die Zahl neuer Krebsdiagnosen steigt einem Bericht zufolge weltweit. Im Jahr 2018 werden es demnach schätzungsweise 18,1 Millionen entdeckte Fälle sein. Ursachen seien unter anderem

Das teilte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in ihrem neuen Statistikreport mit.

Demnach erhalten weltweit jeder fünfte Mann und jede sechste Frau im Laufe ihres Lebens eine Krebsdiagnose. Jeder achte Mann und jede elfte Frau sterben an Krebs. Die Zahl der krebsbedingten Todesfälle im Jahr 2018 schätzt die Agentur auf 9,6 Millionen. Die meisten Todesfälle entstehen 2018 nach der IARC-Schätzung durch Lungen-, Darm-, Magen-, Leber- und Brustkrebs. An Lungenkrebs sterben demnach knapp 1,8 Millionen Menschen weltweit, an Darmkrebs 881.000, an Magenkrebs 783.000, an Leberkrebs 782.000 und an Brustkrebs 627.000.

Wichtige Vorbeugung

Europa stelle zwar nur neun Prozent der Weltbevölkerung, habe aber 23,4 Prozent der weltweiten Krebsdiagnosen und gut 20 Prozent der tumorbedingten Todesfälle, heißt es weiter. Viele Krebserkrankungen seien vermeidbar, etwa Fälle von Lungenkrebs. In reicheren Ländern werden generell mehr Krebsfälle diagnostiziert als in ärmeren.

"Diese neuen Zahlen unterstreichen, dass angesichts des alarmierenden Anstiegs der globalen Krebslast noch viel zu tun ist und dass Prävention dabei eine Schlüsselrolle spielt", sagt IARC-Direktor Christopher Wild.

Auch Volker Arndt vom Deutschen Zentrum für Krebsforschung (DKFZ) in Heidelberg betont den Wert der Prävention: "Aktuelle Auswertungen des DKFZ haben gezeigt, dass über ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen in Deutschland auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen sind und potenziell vermeidbar wären."

Die Daten des neuen Reports sind aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden nach IARC-Angaben nicht mit früheren vergleichbar.

hei/dpa

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