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Internationale Studie: Lebenserwartung ist weltweit um sechs Jahre gestiegen

Japaner unterm Wasserfall: Die Menschen in dem asiatischen Land haben mit die höchste Lebenserwartung weltweit Zur Großansicht
DPA

Japaner unterm Wasserfall: Die Menschen in dem asiatischen Land haben mit die höchste Lebenserwartung weltweit

Die Menschen leben deutlich länger: Zwischen 1990 und 2013 ist die Lebenserwartung weltweit um 6,2 Jahre gestiegen. Zwischen einzelnen Ländern bestehen jedoch große Unterschiede.

71,5 Jahre: So hoch ist die Lebenserwartung eines im Jahr 2013 geborenen Menschen. Für den Jahrgang 1990 lag sie noch bei 65,3 Jahren.

Wie ein internationales Forscherteam im Fachblatt "The Lancet" berichtet, ist die Lebenserwartung in diesen knapp zweieinhalb Jahrzehnten in den meisten Ländern gestiegen. Die Wissenschaftler haben Daten aus 188 Nationen ausgewertet. Ein umfassender Bericht zu ihrer Auswertung folgt im Laufe des Tages auf SPIEGEL ONLINE.

Die Welt habe große Fortschritte in Sachen Gesundheit gemacht, sagt Theo Voss vom Insitute for Health Metrics and Evaluation an der University of Washington. "Jetzt ist die Herausforderung, effektivere Möglichkeiten zu finden, den Hauptursachen für Krankheit und Behinderung vorzubeugen oder diese zu behandeln."

Große Unterschiede

Die Durchschnittszahl soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass von Land zu Land enorme Unterschiede bestehen. Während die Lebenserwartung für 2013 geborene Japaner 83,3 Jahre beträgt, liegt sie im afrikanischen Lesotho bei lediglich 48,3 Jahren. Auch zwischen Nachbarländern kann sie stark schwanken. In Thailand beispielsweise beträgt die Lebenserwartung 75 Jahre, im benachbarten Laos nur 65,8.

Die Daten zeigen auch: Mit steigender Lebensdauer nimmt die Zahl der Jahre zu, die Menschen in Krankheit oder mit einer Behinderung verbringen. Die erwartete Zeitspanne in Gesundheit stieg von 56,9 Jahren in 1990 auf 62,3 Jahre in 2013. Während also im Schnitt 6,2 Lebensjahre dazugewonnen wurden, sind nur 5,4 Jahre mehr in Gesundheit zu erwarten.

Die Hauptgründe für den Verlust von Gesundheit sind nach Angaben der Forscher Herzkreislaufleiden, Atemwegserkrankungen, Schlaganfälle, Rückenschmerzen und Verkehrsunfälle. Wobei Männer deutlich häufiger von Unfallfolgen betroffen sind als Frauen. Diese erkranken dagegen weitaus öfter an Depressionen als Männer.

In Deutschland liegt die Lebenserwartung von 2013 Geborenen laut den Daten bei 80,7 Jahren und die gesunde Lebenserwartung bei 68,8 Jahren. Besonders oft plagt die Deutschen ihr Rücken.

wbr

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