Narkolepsie: Die wichtigsten Fakten zur Schlaflähmung

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Narkoleptikerin: "Schlummersucht" heißt die Narkolepsie im Volksmund

Plötzlich sacken die Beine weg, die Augen fallen zu, der Schlafdrang ist unbezwingbar: Narkolepsie ist eine unheilbare Krankheit - und äußert sich auf verschiedene Arten. Ein Überblick.

Symptome: Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung, bestimmte genetische Faktoren (Autoimmunerkrankungen) erhöhen das Risiko, daran zu erkranken. Oft haben Narkoleptiker einen langen Leidensweg und regelrechte Ärzteodysseen hinter sich, bevor die richtige Diagnose gestellt wird. Die vier häufigsten Anzeichen sind neben der übermäßigen Tagesschläfrigkeit und der Kataplexie auch eine Schlaflähmung und visuelle Halluzinationen. Alle Symptome können sich über mehrere Jahre langsam entwickeln oder ganz plötzlich und ohne Vorankündigung in Erscheinung treten. Der Krankheitsgipfel aber liegt bei Mitte 20.

Kataplexien: sind Attacken von affektivem Tonusverlust. Das Symptom kann zu Beginn der Krankheit auftreten, macht sich aber häufiger erst Monate oder Jahre nach Eintritt der Tagesschläfrigkeit bemerkbar. Die Ausdrucksformen der Kataplexie reichen von milden und kurzen Schwächegefühlen in den Knien bis zum totalen Kollaps, der Betroffene plötzlich zu Fall bringt.

Schlafparalyse: Dabei tritt eine plötzliche Lähmung der Körpermuskulatur beim Schlafbeginn oder beim Aufwachen ein. Die Betroffenen nehmen zwar ihre Umgebung wahr, können sich aber nicht bewegen. Im Gegensatz zu Kataplexien kann die Schlafparalyse durch körperliche Berührung unterbrochen werden.

Halluzinationen: Fälschlicherweise denken Ärzte bei Narkoleptikern oft an eine Psychose. Denn im Zustand der Schläfrigkeit erleben Betroffene oft lebhafte, traumähnliche Bilder und Vorstellungen. Zu den beunruhigenden Bildern und Geräuschen tritt manchmal die Vorstellung, jemand sei im Raum. Diese Traumvorstellungen lösen oft Angst aus, da die Betroffenen halb wach aber bewegungsfähig sind.

Ina Brzoska

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