Neues Gesetz Verkaufsverbot von E-Zigaretten an Jugendliche

E-Zigaretten und E-Shishas dürfen nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Schon lange gibt es Hinweise auf gesundheitsgefährdende Stoffe in den vermeintlich harmlosen Verdampfern.

Raucher mit E-Zigarette: Warnung vor den Aromastoffe in den Liquids
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Raucher mit E-Zigarette: Warnung vor den Aromastoffe in den Liquids


Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem die bereits bestehenden Abgabe- und Konsumverbote für Tabakwaren auf elektronische Zigaretten und elektronische Shishas ausgedehnt werden sollen. E-Zigaretten und E-Shishas sollen in Deutschland nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden dürfen. Die Regelung soll auch für den Versandhandel gelten.

"E-Zigaretten und E-Shishas gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen", erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Mit den neuen Regelungen werde ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass der Konsum dieser Produkte "keineswegs harmlos" sei.

"Wir wollen verhindern, dass eine neue Kultur des Rauchens unter Kindern und Jugendlichen um sich greift", begründete die Ministerin den von ihr vorgelegten Gesetzentwurf. Im Jugendschutzgesetz war bislang nur ein Verbot von Tabakwaren geregelt, unter die E-Zigaretten und E-Shishas nicht fallen.

Ein kleiner Akku betreibt eine Heizspule, die das Liquid verdampft
DER SPIEGEL

Ein kleiner Akku betreibt eine Heizspule, die das Liquid verdampft

Mit den E-Produkten werden Flüssigkeiten, sogenannte Liquids, verdampft, der entstehende Nebel wird inhaliert. Die Produkte können nikotinhaltig und nikotinfrei sein - Forscher hatten in der Vergangenheit vor den gesundheitlichen Folgen dieser Aromastoffe gewarnt.

Das Familienministerium mahnte aber unter anderem, dass der vermeintlich harmlose Gebrauch von nikotinfreien E-Zigaretten dazu verleiten könne, auf nikotinhaltige elektronische oder herkömmliche Zigaretten umzusteigen.

Das Ministerium verwies zudem auf eine Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, wonach jeder fünfte Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren schon einmal eine E-Shisha und jeder siebte eine E-Zigarette probiert habe. Zudem konsumierten demnach 11,3 Prozent der 12- bis 17-Jährigen eines der beiden Produkte, ohne jemals eine Tabakzigarette geraucht zu haben.

joe/dpa



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insgesamt 23 Beiträge
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felisconcolor 04.11.2015
1. aaaalso
ich bin dafür das wir Kinder ab der Geburt in stabile mit Watte ausgekleidete Kisten verpacken und diese bis zu ihrem 18 Lebensjahr in bundeseigenen Zwischenlagern abgeben. Während des Aufenthaltes dort werden sie mit einem Mix aus Deutsch und der jeweiligen Landessprache und einem Schnitt durch das tägliche Fernsehprogramm berieselt. Mit 18 werden sie dann aus der Kiste geholt und einem Arbeitsplatz zugewiesen. Dann muss doch mal was aus unserem Land werden. #facepalm
Lügenimperium 04.11.2015
2. Kochsalzlösung
Vielleicht auch nicht verkehrt die Dinger zu kleinen Inhalatoren umzufunktionieren. Reinigt dann und schadet kaum. Allerdings wäre da Zerstäubung besser als Verdampfen.
Senf-Dazugeberin 04.11.2015
3. Richtige Entscheidung
Es würde doch auch keiner auf die schwachsinnige Idee kommen, sich hinter ein Auto oder über einen qualmenden Kamin zu hängen um sich das Gift reinzuziehen. Hoffentlich kommt auch bald eine Entscheidung, dass in Mietshäusern und in der Öffentlichkeit nicht mehr geraucht werden darf!
bill_dauterive 04.11.2015
4.
Zitat von Senf-DazugeberinEs würde doch auch keiner auf die schwachsinnige Idee kommen, sich hinter ein Auto oder über einen qualmenden Kamin zu hängen um sich das Gift reinzuziehen. Hoffentlich kommt auch bald eine Entscheidung, dass in Mietshäusern und in der Öffentlichkeit nicht mehr geraucht werden darf!
Weil das halt ganz einfach nichts bringt. Würde das irgendwas bewirken würde das natürlich gemacht. Man schnüffelt ja auch Klebstoff, technisches Lachgas, Pferdebetäubungsmittel und Haar- und Deospray. Mindestens genauso bescheuert. Es werden auch Marathons gelaufen und Berge bestiegen. Ebenfalls vollkommen schwachsinnig und ungesund.
emeria 04.11.2015
5. @Senf-Dazugeberin
Ihnen ist schon klar, dass es in diesem Artikel ums DAMPFEN geht und nicht ums RAUCHEN? Die Verdampfung von nikotinhaltigen Liquids und Aromastoffen hat nicht im entferntesten was mit dem klassischen Rauchen durch Verbrennung zu tun, geschweige denn mit Auspuffrohren oder Kaminen. Und ist im übrigen anchweislich um das einige-tausendfache weniger schädlich als das herkömmliche Tabaksrauchen. Also bitte erst mal mit der Materie beschäftigen, bevor man unreflektiert seinen Senf dazu abgibt. Das gilt im übrigen auch für unsere Damen und Herren Politiker und die lieben Redakteure vom SPON. Eine Abgabe nur an Personen über 18 Jahren gibt es nämlich schon längst, in Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung des Handels.
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