Am Mittwoch ist das Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes in Kraft getreten. Unabhängig von der laufenden Aufarbeitung des Organspendeskandals in Göttingen werden Transplantationen nun durch neue gesetzliche Regeln flankiert, die an geltendes EU-Recht angepasst wurden.
Die zentralen Punkte des Gesetzes im Überblick:
Hinter der Reform steht - wenn auch nicht ausdrücklich im Gesetzestext so formuliert - das Ziel, die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen. Hierzulande spenden noch deutlich weniger Menschen Nieren, Herz oder Leber als etwa in Spanien, den USA oder Frankreich.
Doch der aktuelle Skandal an der Göttinger Universitätsklinik, an der zwei Ärzte im Verdacht stehen, Krankenakten gefälscht zu haben, um ihren Patienten schneller Spenderlebern zu verschaffen, läuft diesen Bemühungen zuwider. Leidtragende sind vor allem die Kranken,die auf der Warteliste für ein Organ stehen. Derzeit stirbt in Deutschland alle acht Stunden ein Mensch, weil es für ihn kein Spenderorgan gab.
hei/dpa
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