Von Heike Le Ker
Ab sofort gilt in Deutschland die Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert zu dokumentieren, ob er nach seinem Tod Organe spenden möchte oder nicht. Damit wird weder eine Entscheidung erzwungen, noch gilt - wie etwa in Spanien - jeder Bürger bis zu seinem Widerspruch automatisch als Spender. Der deutsche Konsens war nach langem Ringen im Bundestag gefunden und mit dem Ziel verabschiedet worden, die Organspendezahlen in Deutschland zu erhöhen.
Das ist mittlerweile dringender denn je: Mindestens seit Anfang 2012 geht die Zahl der Organspender in Deutschland kontinuierlich zurück. Der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zufolge wurden allein im Oktober weniger als 60 Organe gespendet - normalerweise waren es monatlich mehr als 100. Schuld sind vermutlich die vielen Skandale, die die Transplantationsmedizin seit Monaten erschüttern: die Vorwürfe gegen die DSO und die Manipulationen in Göttingen, Regensburg und vermutlich auch in München am Klinikum Rechts der Isar.
Trotzdem gibt es zahlreiche gute Gründe, warum Sie den Spendeausweis, den die Krankenkasse Ihnen zuschicken wird, ausfüllen sollten. Hier sind sieben davon:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Gesundheit | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Diagnose & Therapie | RSS |
| alles zum Thema Organspendeskandal | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH