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Penizillin-Allergie: Plötzlich ist alles voller roter Quaddeln

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Antibiotikum: Atemnot, Übelkeit, Ausschlag - dahinter steckt nicht zwingend eine Medikamentenallergie Zur Großansicht
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Antibiotikum: Atemnot, Übelkeit, Ausschlag - dahinter steckt nicht zwingend eine Medikamentenallergie

Antibiotikum genommen, Ausschlag bekommen: Viele Menschen glauben, sie seien gegen Penizillin allergisch, dabei trifft die Diagnose nicht zu. Wie Ärzte solchen Unverträglichkeiten tatsächlich auf die Spur kommen und was den Betroffenen hilft.

Schon wieder breitet sich innerhalb von Minuten der Ausschlag mit den roten und juckenden Beulen auf ihrem Körper aus. Die Frau sieht aus, als sei sie in Brennnesseln gefallen. Sie habe eine Urtikaria, auch Nesselsucht genannt, erklärt ihr der Hausarzt. "Das ist typisch für eine Penizillin-Allergie."

Die Frau leidet unter hartnäckigen Blasenentzündungen. Der Arzt probiert zwei andere Antibiotika, doch auch hier tauchen nach kurzer Zeit die roten Beulen auf. Er überweist die 35-Jährige zum Allergiezentrum am Uni-Klinikum in Würzburg. Axel Trautmann, der leitende Arzt, erinnert sich: "Sie und der Hausarzt waren fest überzeugt von der Antibiotika-Allergie. Die Frau war natürlich ziemlich verzweifelt, weil der Arzt nicht mehr weiter wusste."

Trautmann stellte jedoch fest, dass die Frau Antibiotika durchaus vertrug. Sie litt unter spontan auftretender Nesselsucht, die durch Stress, Infektionskrankheiten oder andere Reize ausgelöst werden kann.

Viele glauben nur, dass sie eine Penizillin-Allergie haben

Es kommt regelmäßig vor, dass Trautmann seinen Patienten mitteilt, sie hätten gar keine Allergie gegen Antibiotika. In Umfragen geben zehn Prozent der Befragten an, sie würden Penizillin nicht vertragen. Laut Allergietests sind aber höchstens drei Prozent der Bevölkerung betroffen.

Auch die behandelnden Ärzte seien manchmal schuld, weil sie die Diagnose ohne eine vernünftige Untersuchung stellen. Ihn ärgert, wenn zeitlebens an der Diagnose festgehalten und auf andere Antibiotika umgestiegen werde. "Die sind oft weniger gut wirksam und haben möglicherweise schlimmere Nebenwirkungen".

Trotz solcher Fehldiagnosen sind Allergien gegen Medikamente ein ernstes Problem. Sieben Prozent der Menschen vertragen bestimmte Arzneien nicht: Ihr Immunsystem reagiert so, als seien es Feinde, die es bekämpfen muss. Je nach Arzneimittel reagiert der Körper mit unterschiedlichen Symptomen (siehe Infokasten).

Eine Unverträglichkeit gegenüber Antibiotika, Kontrast- oder Schmerzmittel äußert sich oft innerhalb weniger Minuten oder Stunden mit Nesselsucht oder mit Naselaufen, Husten und Atemnot oder mit Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall.

Bei anderen Arzneimitteln reagiert der Körper erst nach Tagen oder Wochen. "Das macht die Diagnose schwierig", sagt Werner Pichler, bis vor kurzem Chef-Allergologe an der Uni-Klinik in Bern. "Hinzu kommt, dass die Symptome denen anderer Krankheiten ähneln." So reagieren einige mit masernähnlichen Ausschlag oder Schwellungen im Gesicht, andere mit schweren Entzündungen von Haut und inneren Organen.

Die Diagnose ist manchmal ein Detektivspiel

Die Diagnose gleiche manchmal einem Detektivspiel, sagt Axel Trautmann. "Nur mit hartnäckigem Nachfragen komme ich oft der Ursache auf die Spur."

Bei Verdacht auf Penizillin-Allergie misst der Facharzt zum einen die Menge an IgE-Abwehrstoffen, zum anderen testet er, ob Penizillin-Präparate in Hauttests eine Reaktion verursachen. Manchmal bringt das kein eindeutiges Ergebnis - und bei anderen Antibiotika sind die Testverfahren nicht zuverlässig genug. Dann schlägt Trautmann einen Provokationstest vor, bei dem der Patient das verdächtige Medikament unter Beobachtung und Notfallbereitschaft erhält.

Heilen lässt sich die Medikamentenunverträglichkeit nicht. Vermeiden ist die beste Strategie. Oft gibt es gute Alternativen - wie etwa andere Antibiotika bei Penizillin-Allergie. Gibt es kein Ausweichpräparat wie bei manchen Krebskrankheiten oder schweren Infektionen, bietet sich eine Toleranzinduktion an. Dabei verabreicht der Arzt dem Patienten das Medikament in winzigen Mengen und steigert langsam die Dosis. "Dem Körper die Unverträglichkeit abgewöhnen, können wir damit leider nicht", sagt Trautmann: "Hört der Betroffene auf, das Medikament zu nehmen, reagiert er später wieder überempfindlich."

Der Traum der Allergologen ist, Medikamente je nach Verträglichkeit personalisiert zu verabreichen: Der Patient erhält das Mittel nur, wenn vorher ein Test gezeigt hat, dass er es verträgt. Beim HIV-Medikament Abacavir gehen Ärzte schon so vor. Vor der Gabe messen sie, ob der Patient das Protein HLA-B*5701 auf den Blutzellen trägt. Jeder zweite mit HLA-B*5701 reagiert überempfindlich auf Abacavir und bekommt ein Alternativpräparat.

Wenig Interesse von Pharmafirmen

Auch bei dem Epilepsie-Medikament Carbamazepin, dem Antibiotikum Flucloxacillin und dem Gichtmittel Allopurinol hat man verschiedene HLA-Proteine gefunden, die häufiger mit einer Unverträglichkeit einhergehen. Routine-Tests gibt es aber nicht, denn die Mehrheit mit dem entsprechenden HLA-Typ verträgt die Mittel. Pichler: "Es liegt nicht nur am HLA, sondern an den dadurch ausgelösten biochemischen Reaktionen."

Andere Forscher meinen, es läge an früher durchgemachten Infekten. "Bis wir wirklich personalisiert Medikamente verschreiben können, wird es noch mindestens zehn Jahre dauern", sagt Pichler. "Leider interessieren sich weder Pharmafirmen noch öffentliche Stellen genügend für diese Forschung oder jeder erwartet, dass die andere Partei diese Forschung übernimmt und am Ende macht niemand etwas."

ÜBEREMPFINDLICHKEITSREAKTIONEN
Bei der Typ 1-Allergie produziert der Körper bei früherem Kontakt mit dem als fremd eingestuften Stoff (Allergen) IgE-Antikörper, die sich an Abwehrzellen (Mastzellen) binden. Bei erneutem Kontakt mit dem Allergen schütten die Mastzellen Histamin aus und verursachen eine Immunreaktion. Beispiel: Die Antibiotika Cephalosporin und Penizillin oder bestimmte Narkosemittel.
  • Bei der Typ 2-Allergie bildet der Körper IgG oder IgM-Antikörper gegen Allergene auf der Oberfläche von Zellen, die dann an die Allergene binden. Das ist das Signal für das Immunsystem, die Zellen zu zerstören. Beispiel: Der Gerinnungshemmer Heparin oder das Parkinsonmedikament Methyldopa.
  • Die Typ 3-Allergie entsteht durch feste Verbindungen aus IgG-Antikörpern und einem Allergen. Diese Komplexe lagern sich in Blutgefäßen ab und es kommt zu Entzündungen von Gefäßen und innerer Organe. Beispiel: Die Antibiotika Minozyklin und Penizillin oder das Herzmedikament Chinidin.
Bei der Typ 4-Allergie setzen aktivierte Immunzellen (T-Lymphozyten) Botenstoffe frei. Die locken weitere Immunzellen an und es kommt zu einer Entzündung. Beispiel: Sulfonamid-Antibiotika, Penizillin, Cephalosporin, Abacavir
Antibiotika richtig nehmen und Resistenzen vermeiden: Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

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insgesamt 23 Beiträge
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1. z statt c
rebianco 13.05.2014
Welches kranke Hirn kam auf die Idee Penicillin mit Z zu schreiben. Das sieht ja eklig aus.
2. Auch nicht schlauer geworden
cincinna 13.05.2014
Also habe ich eventuell keine Allergie gegen Penicillin (mit C!), wenn ich kurz nach der Einnahme am ganzen Körper Nesselsucht bekommen und mir die Extremitäten anschwellen inkl. Lunge, was Atemnot zur Folge hat? Aha. Das erkläre mir mal einer nun bitte genau. Wir Penicillinallergiker sind dann wohl alle Hypochonder oder leiden an Somatisierungsstörungen oder was? Vorschlag: Ich erwähne dann bei der nächsten bakteriellen Infektion nicht, dass ich gegen Beta-Lactame allergisch bin. An wen darf ich dann die Krankenhausrechnung schicken?
3.
uk2011 13.05.2014
Zitat von cincinnaAlso habe ich eventuell keine Allergie gegen Penicillin (mit C!), wenn ich kurz nach der Einnahme am ganzen Körper Nesselsucht bekommen und mir die Extremitäten anschwellen inkl. Lunge, was Atemnot zur Folge hat? Aha. Das erkläre mir mal einer nun bitte genau. Wir Penicillinallergiker sind dann wohl alle Hypochonder oder leiden an Somatisierungsstörungen oder was? Vorschlag: Ich erwähne dann bei der nächsten bakteriellen Infektion nicht, dass ich gegen Beta-Lactame allergisch bin. An wen darf ich dann die Krankenhausrechnung schicken?
Lesen (und verstehen) müßte man können: 3% der Bevölkerung haben eine Penicillinallergie, Sie gehören eben zu diesen 3%. Die anderen 7%, die glauben, sie hätten eine, haben eben keine. Kein Mensch macht Ihnen Ihre Penecillinallergie streitig! Wo sollte denn in dem Artikel stehen, daß ALLE Menschen, die glauben, sie hätten eine Penicillinallergie, Hypochonder sind? Dieses Wort kommt da nicht vor. Sondern da steht nur, daß diese Menschen eben auf anderes allergisch sind.
4. Bei mir auch
picard95 13.05.2014
Zitat von cincinnaAlso habe ich eventuell keine Allergie gegen Penicillin (mit C!), wenn ich kurz nach der Einnahme am ganzen Körper Nesselsucht bekommen und mir die Extremitäten anschwellen inkl. Lunge, was Atemnot zur Folge hat? Aha. Das erkläre mir mal einer nun bitte genau. Wir Penicillinallergiker sind dann wohl alle Hypochonder oder leiden an Somatisierungsstörungen oder was? Vorschlag: Ich erwähne dann bei der nächsten bakteriellen Infektion nicht, dass ich gegen Beta-Lactame allergisch bin. An wen darf ich dann die Krankenhausrechnung schicken?
Ich bekam im Abstand von zwei Jahren über längere Zeit Penicillin verschrieben und ich sah am Ende der ersten und schon beim Anfang der zweiten Verschreibung aus wie ein rot gepustelter Streuselkuchen am ganzen Körper. Danach bin ich nie wieder damit in Berührung gekommen und habe seit 25 Jahren keinerlei Hautrötungen mehr bekommen. Wahrscheinlich habe ich mir das auch nur eingebildet. Ich halte diesen Artikel für nicht dienlich, da es Leuten mit einer Allergie einreden könnte, sich doch nochmal Penicillin verschreiben zu lassen bzw. bei einem neuen Arzt diese Allergie nicht anzugeben.
5. optional
Olli1979 13.05.2014
Ich fürchte, der Duden will Penecillin mit Z statt mit C schreiben: http://www.duden.de/rechtschreibung/Penizillin
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Antibiotika
Was sind Antibiotika?
Antibiotika sind Wirkstoffe, die gegen Bakterien wirken. Je nach Arzneimittel hemmen die Mittel das Bakterienwachstum oder töten die Krankheitserreger ab.

Gegen von Viren, Pilzen, Würmern oder Parasiten ausgelöste Krankheiten sind Antibiotika wirkungslos.
Was ist eine Antibiotika-Resistenz?
Antibiotika wirken nicht gegen alle Bakterien einer Art. Diejenigen, die sich von einem Wirkstoff weder hemmen noch abtöten lassen, sind gegen ihn resistent. Es gibt unterschiedliche Mechanismen, die zu einer Resistenz führen: zum Beispiel durch spontane Veränderungen im Erbgut der Bakterien oder durch den Austausch von Genen untereinander. Gefürchtet sind vor allem Erreger, die gegen viele verschiedene Antibiotika gleichzeitig geschützt sind, die multiresistenten Bakterien.
Wie können Resistenzen verhindert werden?
Antibiotika sollten nur dann verschrieben werden, wenn es wirklich sinnvoll ist. Bei von Viren ausgelösten Erkältungen sind Antibiotika fehl am Platz. Außerdem sollten die verfügbaren Wirkstoffe möglichst zielgenau eingesetzt werden: Ist der wahrscheinlichste Erreger einer Infektion bekannt, sollte kein Breitband-Antibiotikum verschrieben werden, das gegen möglichst viele Bakterien wirkt, sondern eines, das genau diesen Erreger zuverlässig angreift.
Warum muss ich Antibiotika länger nehmen, als ich mich krank fühle?
Setzt ein Patient sein Antibiotikum ab, sobald er sich besser fühlt, überlebt meist ein Teil der Bakterien. Einerseits steigt so das Risiko, erneut zu erkranken, andererseits haben die überlebenden Erreger so eine größere Chance, sich dem Antibiotikum anzupassen: Sie werden resistent.

Wenn Ihr Arzt Ihnen ein Antibiotikum verschreibt, ist es wichtig, das Medikament durchgehend, in ausreichender Dosis und so lange wie vorgeschrieben einzunehmen.
Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen?
Häufige Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Pilzinfektionen. Auch deshalb sollten Antibiotika nur dann eingesetzt werden, wenn sie für die Heilung einer bakteriellen Infektionskrankheit wirklich notwendig sind.
Was muss man bei der Einnahme beachten?
Antibiotika vertragen sich nicht mit allen Lebensmitteln oder anderen Medikamenten. Bei den meisten Antibiotika ist die Sicherheit der Pille zur Verhütung nicht mehr gegeben.

Je nach Wirkstoff kann es sein, dass ein Arzneimittel nicht mit Milch, Säften oder Alkohol gemeinsam eingenommen werden darf. Manche Antibiotika muss man in bestimmten Zeitabständen vor, während oder nach Mahlzeiten einnehmen. Wichtig ist auch der Zeitabstand zwischen den verschiedenen Tagesdosen, damit im Körper immer ein ausreichend hoher Spiegel des Wirkstoffs aufrechterhalten wird. Bei der Einnahme einiger Antibiotika sollten die Patienten sich nicht in der prallen Sonne aufhalten, weil sonst schneller als üblich ein Sonnenbrand droht.

Über die notwendigen Verhaltensweisen klärt Sie Ihr Arzt auf, der Ihnen das Antibiotikum verschreibt oder Ihr Apotheker, der es Ihnen verkauft. Es lohnt sich, nachzufragen.
Mehr Informationen
Einen Überblick über die richtige Anwendung von Antibiotika gibt es bei gesundheitsinformation.de, dem unabhängigen Informationsdienst des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG.

Quelle: Gesundheitsinformation.de
Kurzsteckbrief Antibiotika
Was? Antibiotika sind Stoffwechselprodukte von Pilzen oder Bakterien, die auf andere Mikroorganismen wachstumshemmend oder tödlich wirken.
Geschichte Penizillin wurde 1893 erstmals von Bartolomeo Gosio, dann erneut 1897 von Ernest Duchesne entdeckt und beschrieben. Die Entdeckungen wurden nicht als bedeutend erkannt. 1910 Entdeckung des Arsphenamins durch Paul Ehrlich. 1928 Wiederentdeckung des Penizillins durch Alexander Fleming, daraus resultierte die klinische Anwendung (Nobelpreis 1945).
Anwendung Arsphenamin wird ab 1910 gegen Syphilis eingesetzt. Ab 1935 gibt es mit Sulfonamid das erste synthetische Antibiotikum. Ab 1942 dann Penizillin-Einsatz als Breitband-Antibiotikum.
Wirkungsweise Antibiotika wirken gezielt gegen Stoffe, die typischerweise Bestandteil bakterieller Zellen sind (bestimmte Zucker, Säuren). Sie unterdrücken entweder eine Vermehrung oder töten Bakterien durch Auflösung von deren Zellwänden.
Nebenwirkungen Die bakterienspezifische Wirkungsweise schränkt Nebenwirkungen bei Säugetieren ein. Zu den häufigeren Nebenwirkungen gehören Störungen des Darm-Traktes, der für sein Funktionieren auf eine ausgeprägte bakterielle Darmflora angewiesen ist. Es gibt Allergien gegen Antibiotika.
Heute eingesetzt Natürliche, gentechnisch erzeugte oder synthetisierte Antibiotika, die man in sieben Stoffgruppen zusammenfasst.
Aktuelle Entwicklungen Der Trend geht hin zu spezifischen, punktuell wirkenden Antibiotika und weg von den über Jahrzehnte populäreren Breitband-Antibiotika - das verlangt allerdings eine präzisere, oft aufwendigere Diagnostik. Man hofft so, das Aufkommen resistenter Erreger zumindest bremsen zu können. In der Tierhaltung werden aus dem gleichen Grund in immer mehr Ländern Einschränkungen und Verbote erlassen.
Ausblick Neuentdeckungen bei Antibiotika werden seltener. Neue Präparate sind vor allem bei den gentechnischen und synthetischen Mitteln zu erwarten. Ein Ersatz für Antibiotika ist bisher nicht in Sicht: Wir bleiben auf sie angewiesen.


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