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Notfallverhütung: Pille danach soll es nicht über Online-Apotheken geben

Der Weg zur Apotheke muss sein: Die Pille danach soll nicht im Versandhandel zu kaufen sein, fordern Ländergesundheitsminister Zur Großansicht
DPA

Der Weg zur Apotheke muss sein: Die Pille danach soll nicht im Versandhandel zu kaufen sein, fordern Ländergesundheitsminister

Die Pille danach soll es künftig nicht in Internet-Apotheken geben, fordern mehrere Landesgesundheitsminister. Die Begründung: Trotz Rezeptfreiheit müsse gute Beratung sichergestellt sein.

Berlin - Die künftig rezeptfreie Pille danach wird es voraussichtlich nicht über Internet-Apotheken geben. Mehrere Ländergesundheitsminister wollen nach Informationen der "Welt" über den Bundesrat ein Versandhandelsverbot für das Medikament erwirken, das nach dem Geschlechtsverkehr eine ungewollte Schwangerschaft verhindern kann.

"Da der Anwendungserfolg am wahrscheinlichsten ist, je früher die Anwendung erfolgt, muss das Arzneimittel am besten unverzüglich zur Verfügung stehen", heißt es demnach in einem gemeinsamen Antrag der rot-grün regierten Länder Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie des schwarz-grün geführten Landes Hessen für den Bundesrat. "Dies kann über einen Versandhandel typischerweise nicht gewährleistet werden."

Gute Beratung sichergestellen

Außerdem sehen die Länder eine sachgerechte Beratung der betroffenen Frauen bei einem Verkauf der "Pille danach" über das Internet nicht gewährleistet. Da die Rezeptpflicht aufgehoben werde und ein sorgfältiges Behandlungsgespräch mit dem Arzt nicht mehr die Regel sei, komme der "Beratung von Angesicht zu Angesicht" in der Apotheke vor Ort eine besondere Bedeutung zu. "Eine Beratung über Online-Fragebögen oder eine telefonische Beratung erscheinen hier weder sachgerecht noch ausreichend."

Auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) dringt auf eine ausreichende Beratung der Frauen: "Unser Ziel ist, auch weiterhin eine qualitativ gute Beratung sicherzustellen", sagte er der Zeitung.

In Deutschland soll es zukünftig zwei Präparate der Pille danach ohne Rezept in der Apotheke zu kaufen geben: die neuere Ellaone (Wirkstoff Ulipristalacetat) und die länger etablierte Pidana (Wirkstoff Levonorgestrel). Beide Varianten haben Vor- und Nachteile: Während Pidana spätestens 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr geschluckt werden muss, kann Ellaone bis zu 120 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Außerdem scheint sie bei Frauen, die mehr als 75 Kilo wiegen, besser zu wirken als das ältere Präparat. Dafür existieren für die neuere Pille Ellaone deutlich weniger Daten zur Sicherheit, zudem ist sie knapp doppelt so teuer.

Warum die Pille danach keine Abtreibung ist

hei/dpa

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1. Argumentation ist verständlich
static2206 18.02.2015
Die Beratung Angesicht zu Angesicht finde ich persönlich gut und ich denke jeder kann damit gut leben, dass man die Pille danach nicht bei Amazon gekauft werden kann.
2. Argumentation unverständlich
muellerthomas 18.02.2015
Zitat von static2206Die Beratung Angesicht zu Angesicht finde ich persönlich gut und ich denke jeder kann damit gut leben, dass man die Pille danach nicht bei Amazon gekauft werden kann.
Bei Amazon könnte man sie ohnehin nicht kaufen. Wie kommen Sie auf einer derartige Idee? Aber weshalb sollte man gerade dieses Mittel bei ganz normalen Online-Apotheken, die ansonsten alle Mittel, die auch stationäre Apotheken vertreiben, nicht erweben können?
3. Ein Schelm wer Böses dabei denkt
rabeel 18.02.2015
Hat hier die Lobby des Apotherverbandes gute Arbeit geleistet? Die Argumentation ist zum Teil sehr fadenscheinig, man kann sich die Pille auch vorsorglich besorgen.
4. Scheinargumente
niss 18.02.2015
Das sind doch immer die Ausreden der Apotheker-Lobby. In der Apotheke bekommt auch nur dann Beratung, wenn man extra danach fragt. Auch an eine besonders kompetente Beratung in irgendeiner Filiale kann ich mich nicht erinnern.
5.
twister-at 18.02.2015
Zitat von static2206Die Beratung Angesicht zu Angesicht finde ich persönlich gut und ich denke jeder kann damit gut leben, dass man die Pille danach nicht bei Amazon gekauft werden kann.
Wenn die Apotheken nicht mittlerweile zu Gemischtwarenläden mit esoterischer Note (jaja, nehmen Sie doch Bachblüten gegen Ihre Kopfschmerzen) verkommen wären _und_ eine Beratung hätten, wäre dagegen nichts zu sagen. Aber ich bin öfter in Apotheken als ich gerne wäre, kann jedoch aus meiner Erfahrung her sagen, dass abgesehen von den Fragen ob ich vielleicht, wenn ich schon Magenprobleme habe, eben Bachblüten mal ausprobieren wollte, die Beratung sich auf Null erstreckte. Es wurde weder vom Arzt (!) noch von der Apotheke auf Nebenwirkungen oder die Probleme bei Einnahme anderer Medikamente zur gleichen Zeit hingewiesen. Es wurde auch nicht nach Allergien usw. gefragt. Alsich von der Frauenärztin noch die 3-Monatsspritze bekam, die ich in der untergelegenen Apotheke holte, da war die Beratung auch bei Null. Insofern denke ich, dass da zwischen dem Anspruch und der Wirklichkeit leider sehr große Diskrepanzen bestehen.
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