Weibliche Führungskräfte: Initiative fordert Frauenquote in der Medizin

Von 10 auf 40 Prozent: Eine Initiative von Ärztinnen fordert die Einführung einer Quote in der Medizin. Binnen fünf Jahren soll sich die Anzahl der Frauen in Führungspositionen vervierfachen.

Operation (Symbolbild): "Wir brauchen die Quote" Zur Großansicht
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Operation (Symbolbild): "Wir brauchen die Quote"

Berlin - Ein Zusammenschluss von Ärztinnen verlangt eine Frauenquote für Führungspositionen in Kliniken. In der Nacht zum Sonntag ging die Webseite des Projekts "Pro Quote in der Medizin" online, am Montag soll ein offener Brief sämtliche Dekane und Krankenhausdirektoren in Deutschland erreichen. "Bislang gibt es mehr als 130 Unterstützerinnen", sagte eine der Initiatorinnen, Ulrike Ley, am Sonntag.

Die Initiative fordert, dass in fünf Jahren 40 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt sind - bislang seien es nicht einmal zehn Prozent, hieß es. "Auch Oberärztin ist eine Führungsposition, wir wollen aber auch mehr Chefärztinnen - also Frauen in Spitzenpositionen." Das betreffe besonders die Universitätskliniken. "Denn dort wird ausgebildet, werden Wissenschaft und Praxis der Medizin weitgehend bestimmt", sagte Ley.

Zuvor hatte der SPIEGEL über die Initiative berichtet. Dort sagte Leys Co-Initiatorin Gabriele Kaczmarczyk, Professorin an der Berliner Charité: "Wir brauchen die Quote, weil Chefärzte am liebsten ihr eigenes jüngeres Selbst fördern, den jungen Assistenzarzt, in dem sie sich selbst wiedererkennen - und nicht die Ärztin." Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, sei dagegen nicht das Problem, sagte Ley.

Vorbild sei eine Aktion von Journalistinnen gewesen, berichtete sie weiter. Die Journalistinnen setzen sich dafür ein, mindestens 30 Prozent der Führungspositionen in den Redaktionen bis 2017 mit Frauen zu besetzen.

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1. omg!
ehergut 03.03.2013
"Chefärzte am liebsten ihr eigenes jüngeres Selbst fördern, den jungen Assistenzarzt, in dem sie sich selbst wiedererkennen" -auch wenn die Charite Professorin recht hat, sind die quotenfrauen nicht unbedingt darin besser andere Frauen als die die ihnen selbst ähnlich sind zu fördern. wenn sie überhaupt jemand fördern...
2. Führung
Morrison 03.03.2013
Wissen diese Quotenemanzen eigentlich was Führung bedeutet bzw voraussetzt? Schon mal was von Respekt gehôrt? Wie soll man vor einer weiblichen Führungskraft auch nur einen funken Respekt haben, wenn alle wissen, dass diese den Job nur durch eine Vagina Quote erlangt hat? Aber diese Emanzen haben selbst in der Regel noch nie eine Führungsposition ausgefüllt und leben in einer eigenen Welt. Nur eines ist sicher Respekt lässt sich nicht vorschreiben und Anerkennung ebensowenig! Mir tun nur alle wirklich qualifizierten Frauen leid, die mit diesen quotengewinnerinnen dann in einen Topf geworfen werden
3.
hfftl 03.03.2013
Zitat von MorrisonWissen diese Quotenemanzen eigentlich was Führung bedeutet bzw voraussetzt? Schon mal was von Respekt gehôrt? Wie soll man vor einer weiblichen Führungskraft auch nur einen funken Respekt haben, wenn alle wissen, dass diese den Job nur durch eine Vagina Quote erlangt hat? Aber diese Emanzen haben selbst in der Regel noch nie eine Führungsposition ausgefüllt und leben in einer eigenen Welt. Nur eines ist sicher Respekt lässt sich nicht vorschreiben und Anerkennung ebensowenig! Mir tun nur alle wirklich qualifizierten Frauen leid, die mit diesen quotengewinnerinnen dann in einen Topf geworfen werden
Wer in so kurzer Zeit (5 Jahre!) den Frauenanteil in Spitzenpositionen vervierfachen will, kommt nicht umhin, so manchen gegenwärtigen Chef- oder Oberarzt zu degradieren und ihm seinen Posten zugunsten einer Quotenfrau wegzunehmen. Die Folgen kämen mir als Kassenpatienten entgegen - ich würde mich einer kompetenten Behandlung durch höchst qualifizierte Ärzte erfreuen, während Privatpatienten vor der "privilegierten" Quotenchefärztinnenbehandlung zittern müssten.
4. Eine sehr gute Idee! Nicht nur zum Wohle von uns als Patienten, sondern auch zur umfassenderen, besseren Ausbildung von jungen Ärzten und Ärztinnen.
IsaDellaBaviera 03.03.2013
Denn die meisten Frauen (u.a. auch Medizinerinnen) gehen das Leben generell sehr viel "holistischer", also ganzheitlicher an, als Männer. Damit haben wir alle nicht nur mehr Behandlungs-Optionen, sondern auch bessere Überlebens- und Heilungschancen.
5. Wenige Ärzte sind gut!
giovanniconte 03.03.2013
Zitat von MorrisonWissen diese Quotenemanzen eigentlich was Führung bedeutet bzw voraussetzt? Schon mal was von Respekt gehôrt? Wie soll man vor einer weiblichen Führungskraft auch nur einen funken Respekt haben, wenn alle wissen, dass diese den Job nur durch eine Vagina Quote erlangt hat? Aber diese Emanzen haben selbst in der Regel noch nie eine Führungsposition ausgefüllt und leben in einer eigenen Welt. Nur eines ist sicher Respekt lässt sich nicht vorschreiben und Anerkennung ebensowenig! Mir tun nur alle wirklich qualifizierten Frauen leid, die mit diesen quotengewinnerinnen dann in einen Topf geworfen werden
Und Frauen sind eigentlich selten bis "nicht" dabei! Und die dann noch per Quote in Führung hiefen, ...ojeeh. Dann wird deutsche Medizin noch schlechter, als sie jetzt schon ist. Unbegabte Nichthandwerker, ABER NumerusClausus Schaffer, arbeiten sich unfähigst und lustlos jetzt schon an ihrem Clientel ab. Das ganze dann noch unter weiblicher Ägide? Gute Nacht, Marie! Giovanniconte Arzt
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