US-Studie Rauchverbot erspart vielen das Krankenhaus

Rauchverbote zeigen Wirkung: Wo nicht mehr gequalmt wird, kommt es zu weniger typischen Raucherkrankheiten - und die Zahl der Krankenhausaufenthalte sinkt. Wie eine US-Studie zeigt, stellt sich dieser Effekt überraschend schnell ein.

Ein Aschenbecher mit aufgerauchten Zigaretten: Rauchverbote retten Tausende Leben
dapd

Ein Aschenbecher mit aufgerauchten Zigaretten: Rauchverbote retten Tausende Leben


Gesetze zum Schutz von Nichtrauchern führen einer Studie zufolge schon kurz nach Inkrafttreten zu deutlich weniger Krankenhausaufenthalten. Setzt ein Land umfassende Rauchverbote für Arbeitsräume, Restaurants und Bars durch, werden dort bis zu einem Viertel weniger Menschen wegen Herzinfarkten, Schlaganfällen und Lungenkrankheiten in Kliniken gebracht, wie das Team um Stanton Glantz von der amerikanischen University of California in San Francisco (UCSF) im Fachmagazin "Circulation" berichtet.

Für die im Journal der American Heart Association veröffentlichte Untersuchung analysierten die Wissenschaftler 33 Gesetze und Bestimmungen in zahlreichen Ländern der Erde, darunter Deutschland und den USA.

Demnach sank in den untersuchten Ländern die Zahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzinfarkten durchschnittlich um 15 Prozent, bei Schlaganfällen waren es 16 Prozent und bei Lungenkrankheiten sogar 24. Je umfangreicher der Nichtraucherschutz, desto besser war das Ergebnis.

"Die Gesundheitsbehörden und Experten müssen verstehen, dass Ausnahmen und Schlupflöcher in der Gesetzgebung - wie zum Beispiel für Casinos - mehr Menschen in die Notaufnahmen bringen", sagte Glantz laut einer Mitteilung der American Heart Association.

Positiver Effekt schlägt durch

Bereits vorherige Studien konnten einen positiven Effekt von Rauchverboten verzeichnen: So hatten etwa Wissenschaftler der Yale University kürzlich nachgewiesen, dass ein Zigarettenstopp in Bars und Restaurants eindeutig das Risiko von Alkoholmissbrauch senkt.

Eine Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit von knapp vier Millionen deutschen Krankenhausakten zeigte, dass die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland seit Einführung der Nichtraucherschutzgesetze 2007 und 2008 deutlich zurückging - und jedes Jahr Tausende Leben rettet. Ebenso konnten Forscher in Schottland zeigen, dass weniger Qualm zu weniger Frühgeburten führt.

Eine weitere aktuelle US-Studie, die sich nur auf einen Bezirk im Bundesstaat Michigan konzentrierte, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie die Studie der UCSF-Forscher: 18 Monate nachdem ein umfassendes Nichtraucherschutzgesetz in dem Bezirk Olmsted County erlassen worden war, seien rund ein Drittel weniger Menschen mit Herzinfarkten ins Krankenhaus gebracht worden. Die Wissenschaftler um Richard Hurt von der Mayo Clinic in Rochester (US-Bundesstaat Minnesota) veröffentlichten ihre Ergebnisse in den "Archives of Internal Medicine".

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cib/dapd

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 343 Beiträge
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Seite 1
Marshmallowmann 30.10.2012
1.
Cool, bedeutet dies dass die Krankenkassenbeiträge gesenkt werden? Nein? Okay.
Helotie 30.10.2012
2.
Ohne Rauchen werden wir unsterblich! Dann können wir ja weiter saufen.....
tobma 30.10.2012
3.
gleichzeitig steigen die psychosomatischen erkrankungen. vorallem in deutschland!
dafor 30.10.2012
4.
Zitat von sysopdapdRauchverbote zeigen Wirkung: Wo nicht mehr gequalmt wird, kommt es zu weniger typischen Raucherkrankheiten - und die Zahl der Krankenhausaufenthalte sinkt. Wie eine US-Studie zeigt, stellt sich dieser Effekt überraschend schnell ein. Rauchverbot senkt die Zahl von Krankenhausaufenthalten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/rauchverbot-senkt-die-zahl-von-krankenhausaufenthalten-a-864327.html)
Wenn man die körperliche Untätigkeit von Büromenschen zum Laster erklären würde und jeden dazu zwänge sich täglich hinreichend viel körperliche Bewegung geeigneter Qualität zu verschaffen würden vermutlich die Fallzahlen in den Krankenstatistiken nochmal drastisch verändert. Entsprechend könne man für alle das gesunde Einheitsmenü einführen, die einzig wahre Essenszeit, die richtige Religion und vieles heilsames mehr. Ich begreife einfach nicht wie es möglich ist, dass der Staat sich Zuständigkeiten anmasst, die ihm nicht zukommen ohne das ein enttrüstetes Volk diesem Staat endlich empfindlich auf die Finger klopft! Nichts und niemand hat das Recht mir vorzuschreiben wie ich leben soll. Allerdings, ich bin kein Raucher. Ebensowenig ein Junkie auf Alkohol, Tabletten oder noch schlimmerem. Die nun angesagte Zwangsbeglückung durch Leute, die nichts von mir wissen, könnte mich aber depressiv machen und mich veranlassen meine Lebensweise zu ändern.
no_title 30.10.2012
5.
Woher kommt eigentlich die derzeitige Raucher-Themen-Schwemme?
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