Bauchschmerzen Was bei Reizdarm hilft

Schmerzen, Völlegefühl, Durchfall: Hinter Verdauungsbeschwerden kann ein Reizdarmsyndrom stecken. Die Ursache ist bislang nicht eindeutig geklärt, Infektionen und psychosozialer Stress scheinen eine Rolle zu spielen.

Über die Ursachen des Reizdarms ist noch wenig bekannt
imago/ Science Photo Library

Über die Ursachen des Reizdarms ist noch wenig bekannt


Bei mehr als jedem Zehnten in der Bevölkerung rumort es gewaltig im Darm: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen. Wer mag schon mit solchen Beschwerden in Besprechungen sitzen oder Kunden bedienen?

Mögliche Ursachen für solche Probleme gibt es viele, manchmal ist das sogenannte Reizdarmsyndrom schuld. Die Darmbewegungen sind gestört, die Schmerzempfindlichkeit ist erhöht, und es gibt Störungen innerhalb der Achse Darm-Gehirn. "Das ist eine Erkrankung, die man ernst nehmen muss", sagt der Gastroenterologe Thomas Frieling vom Helios Klinikum Krefeld. Während manche Patienten nur gelegentlich Probleme haben, leiden andere oft darunter.

Bislang ist über die Ursachen des Reizdarms nur wenig bekannt, der nach der englischen Bezeichnung "Irritable Bowl Syndrome" als IBS abgekürzt wird. Laut Gastroenterologe Frieling ist wahrscheinlich das im Darm vorhandene enterische Nervensystem am IBS beteiligt, das umgangssprachlich oft als Bauchhirn bezeichnet wird. "Über dieses Nervensystem kann der Darm lernen, leider auch die falsche Darmmotorik", sagt Frieling. "Doch der Darm kann manche Dinge auch wieder verlernen."

Was fördert das Phänomen Reizdarm, wie gefährlich ist es, und was können Betroffene dagegen tun?

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  • Ein Teil der Patienten hat mikroskopisch sichtbare Entzündungen der Darmschleimhaut, mitunter eine Folge durchgemachter Magen-Darm-Infekte z.B. bei Fernreisen oder infolge einer Salmonelleninfektion. Ärzte sprechen dann vom postinfektiösen Reizdarm.
  • Weiterhin gibt es Menschen, die eine niedrige Schmerzschwelle haben. Etwaige Gasansammlungen, die den Darm dehnen, führen bei ihnen zu Schmerzen, während Gesunde davon gar nichts bemerken würden. Auch das Gehirn scheint hierbei beteiligt.
  • Das IBS kann auch Folge einer veränderten Bakterienflora im Darm sein, etwa aufgrund einer Antibiotika-Einnahme oder veränderter Ernährung. "Wer sich plötzlich anders ernährt, verändert sein Mikrobiom", so Frieling. Eine Untersuchung (Glutox-Studie) hat ergeben, dass bei jedem fünften IBS-Patienten eine nichtzöliakie-bedingte Glutenunverträglichkeit die Beschwerden verursacht.

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  • Es gibt bislang keine spezielle Diät für Reizdarm-Patienten.
  • Spezielle Zucker und Zuckeralkohole, so genannte FODMAPs (fermentierbare Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole) verursachen bei Reizdarm-Patienten mitunter schwere Blähungen. Diese Stoffe können im Dünndarm nicht ausreichend abgebaut werden und gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo sie Probleme bereiten.
  • FODMAP-reich sind beispielsweise Cashewnüsse, Birnen, Joghurt, Blumenkohl und Weizen. Weizenprodukte enthalten FODMAPs in größeren Mengen als alte Getreidesorten wie Einkorn, Emmer, Dinkel und Durum. FODMAP-arm sind beispielsweise Bananen, Dinkel, Hirse, Brokkoli, dunkle Schokolade und Walnüsse.
  • Ob Brot einen blähenden Effekt hat oder nicht, hängt aber vor allem von der Teigzubereitung ab. Lässt der Bäcker den Teig mehrere Stunden gehen, dann spielt der Gehalt des Getreides an FODMAPs keine so große Rolle mehr, weil jene Bestandteile im Brot, die Beschwerden verursachen, weitestgehend abgebaut sind.

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  • Übergewicht reduzieren
  • Wer unter Blähungen leidet, sollte Ballaststoffe weglassen, da sie eine blähende Wirkung haben.
  • Fettarm ernähren, da fettreiches Essen zu einer verzögerten Verdauung führt.
  • Viel trinken (mindestens zwei Liter täglich, besser mehr) erleichtert die Darmpassage
  • Abends sollte man eher leichte Mahlzeiten zu sich nehmen.
  • Experten raten zu einer mediterranen, pflanzenreichen Nahrung mit möglichst wenig Fleisch.
  • Medikamente: Trizyklische Antidepressiva heben die Schmerzschwelle an. Diese Medikamente werden dabei in einer Dosis eingesetzt, in der das Medikament nicht antidepressiv wirkt.


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