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17. Juni 2014, 16:35 Uhr

Rückenleiden in Deutschland

Diese Berufe und Regionen trifft es besonders hart

Laut einem Krankenkassenreport beruhen ein Zehntel aller Krankschreibungen auf Rückenleiden. Die Kreuzprobleme treten je nach Berufszweig und Landkreis unterschiedlich oft auf. Sehen Sie hier, wer wie stark betroffen ist.

Rückenschmerzen sind für rund zehn Prozent der Arbeitsausfälle in Deutschland verantwortlich, berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrem "Gesundheitsreport 2014".

Im Schnitt waren die bei der Kasse versicherten Arbeitnehmer und Arbeitslosen im vergangenen Jahr 1,4 Tage wegen Rückenbeschwerden arbeitsunfähig.

Menschen mit körperlich anstrengenden Jobs haben laut TK - wenig überraschend - öfter Rückenprobleme. Beschäftigte in folgenden Berufsgruppen waren 2013 durchschnittlich drei bis fünf Tage wegen Kreuzleiden krankgeschrieben. Diese Zahlen gelten allerdings nicht immer für die gesamte Berufsgruppe, sondern teils nur für bestimmte Untergruppen.

Arbeitslose waren durchschnittlich drei Tage wegen Rückenleiden krankgeschrieben.

Die Anzahl der Fehltage variierte zudem regional - von 1,03 pro Versichertem in Baden-Württemberg bis zu 1,81 im Mecklenburg-Vorpommern. Betrachtet man die Landkreise, sind die Schwankungen noch deutlich größer:

Warnung vor zu schneller Operation

Nicht nur schwere körperliche Arbeit, sondern auch Bewegungsmangel, Stress und psychische Belastungen können zur Entstehung von Rückenschmerzen beitragen. Experten warnen deshalb vor vorschnellen Operationen. Auch TK-Chef Jens Baas bekräftigte dies anlässlich der Vorstellung des Reports.

Der Schmerztherapeut Thomas Nolte warnte vor zu zügigen Versuchen, durch bildgebende Verfahren die Ursache von Rückenschmerzen herauszufinden. "Durch Diagnostik wird häufig eine Fehlentwicklung einleitet", sagte er. Viele Versicherte würden an den Bandscheiben operiert, wenn auf den Bildern hier Probleme festgestellt werden. Die Patienten hätten danach oft aber immer noch dieselben Schmerzen - die Bandscheiben seien oft gar nicht die eigentliche Ursache der Schmerzen, sondern beispielsweise die Muskeln. Nolte riet stattdessen zu einer Schmerztherapie mit Physiotherapeuten und Psychologen.

Kassenchef Baas bestritt, dass sich die TK vor allem aus Kostengründen für diese Alternativen zur OP einsetze. Entscheidend sei, dass den Patienten so besser geholfen werde.

wbr/dpa

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