Erste Hilfe Was Sie bei einem Schlaganfall tun müssen

Plötzlich hängt der Mundwinkel, ein Arm fühlt sich wie gelähmt an, das Sprechen fällt schwer. Das können Symptome für einen Schlaganfall sein. Dann zählt jede Sekunde.

Rettungssanitäter an einem Stroke-Einsatz-Mobil (Archivbild)
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Rettungssanitäter an einem Stroke-Einsatz-Mobil (Archivbild)


Der Schlaganfall ist in Deutschland die dritthäufigste Todesursache. Und selbst wenn Patienten überleben, bleiben häufig Behinderungen zurück.

Ein rasche Therapie kann Schäden minimieren. Doch wie zeigt sich ein Schlaganfall? Und wie kann man am besten helfen? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Was passiert bei einem Schlaganfall?

Bestimmte Bereiche des Gehirns werden plötzlich nur noch mangelhaft mit Blut und Sauerstoff versorgt. Durch die Unterversorgung sterben Gehirnzellen ab. Gehirnfunktionen sind deshalb plötzlich gestört oder fallen sogar ganz aus.

Was sind die Symptome?

Sie hängen davon ab, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist und wie schwer der Schlaganfall ist. Ein Anzeichen kann ein hängender Mundwinkel sein. Es können auch Lähmungen und Taubheitsgefühle in Arm, Bein oder Gesicht auftreten - meist in einer Körperhälfte. Weitere Anzeichen sind Probleme beim Sprechen, beim Sehen oder Gleichgewicht sowie heftige Kopfschmerzen.

Was ist bei einem Verdacht auf Schlaganfall zu tun?

Wählen Sie sofort den Notruf 112, denn es zählt jede Sekunde. Abgestorbene Hirnzellen können sich nicht mehr erholen. Je weniger Zeit zwischen den ersten Symptomen und der Behandlung liegt, desto günstiger ist die Prognose.

Was kann zu einem Schlaganfall führen?

Es gibt zwei mögliche Ursachen für einen Schlaganfall:

  • Ein Gefäß ist verschlossen, man spricht in diesen Fällen von einem ischämischen Schlaganfall.
  • Ein Gefäß ist gerissen, wodurch es zu einer Hirnblutung kommt.

Die Hauptursachen für den Gefäßverschluss bei einem ischämischen Schlaganfall ist Arteriosklerose, also eine schrittweise Verkalkung von Hals- oder Hirnschlagadern. Auch Blutgerinnsel, die ins Hirn gelangen, können ein Gefäß verschließen und so die Versorgung mit Blut und Sauerstoff einschränken. Beim sehr viel seltener auftretenden Schlaganfall durch eine Hirnblutung platzen kleine Arterien im Gehirn, häufig als Folge eines Bluthochdrucks.

Wie oft kommt es zu einem Schlaganfall?

Etwa 200.000 Menschen in Deutschland erleiden nach Expertenangaben pro Jahr erstmals einen Schlaganfall, weitere 70.000 zum wiederholten Mal.

Wer ist besonders gefährdet?

Das Risiko steigt mit dem Alter. Die Mehrzahl der Betroffenen ist älter als 60 Jahre. Aber auch junge Menschen können einen Schlaganfall bekommen. Menschen, die unter Bluthochdruck oder Vorhofflimmern leiden, haben ein erhöhtes Risiko.

Muss mit bleibenden Schäden gerechnet werden?

Beschwerden wie Lähmungen oder Sprachstörungen bessern sich oft im Laufe der Zeit, die Beeinträchtigungen können aber dauerhaft sein. Außerdem ist das Risiko für einen weiteren Schlaganfall erhöht. Allerdings ist die Sterblichkeit nach Schlaganfall in den vergangenen Jahren gesunken.



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