Transplantationen: Zahl der Organspender in Deutschland sinkt weiter

Von Michael Wasner

Geschenkt: Wie Nieren, Lebern und Herzen Leben retten Fotos
DPA

Der Bedarf an Organen ist groß, die Anzahl der Spender zu klein. Eine neue Statistik zeigt: Im ersten Halbjahr 2012 ist die Zahl der Organspender in Deutschland noch weiter gesunken. Mehr als 11.000 Patienten stehen auf den Wartelisten für ein Ersatzorgan - jeden Tag sterben drei von ihnen.

Leiden/ Frankfurt am Main - Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr ist die Zahl der Organspenden in Deutschland auch im ersten Halbjahr 2012 gesunken. Das zeigen aktuelle Zahlen der Stiftung Eurotransplant im niederländischen Leiden, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. "Wir dümpeln in Deutschland bei einer Rate von 15 Spendern pro eine Million Einwohner herum", sagt Bruno Meiser, Eurotransplant-Präsident. "Diese Zahl muss endlich deutlich steigen."

Nach den vorläufigen Zahlen für Januar bis Juni wurden in deutschen Kliniken 549 Menschen nach dem Tod Organe entnommen. Damit zählte Eurotransplant 14 Spender weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres - ein Rückgang um 2,5 Prozent. Die Zahl der gespendeten Organe stieg dagegen von 1988 auf 2031, weil den Spendern mehrere Organe entnommen werden konnten. Von Lebenden gespendete Organe sind in der Statistik nicht enthalten.

"Diese Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor ein erheblicher Mangel an Spenderorganen besteht", sagt Günter Kirste, medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, sind in Deutschland nach dem Transplantationsgesetz die Koordinierung der Organspende durch die DSO und die Vermittlung des Organs durch die Stiftung Eurotransplant organisatorisch getrennt. Eurotransplant vermittelt Organe zwischen sieben Ländern. Neben Deutschland sind das Belgien, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich und Slowenien.

Die Zahl der Organspender in Deutschland schwankt von Jahr zu Jahr stark. Nach einem Rekord von 1285 Spendern im Jahr 2007 sackte der Wert bei Eurotransplant im darauf folgenden Jahr auf 1184 ab (minus 7,9 Prozent). 2010 gab es mit 1271 Organspendern ein neues Zwischenhoch. 2011 ging die Zahl wieder auf 1176 zurück (minus 7,5 Prozent). "Auch in diesem Jahr ging es mit den Spenderzahlen von Monat zu Monat auf und ab", sagt der medizinische Direktor von Eurotransplant, Axel Rahmel.

Spenderorgane sind und bleiben Mangelware. Auf den Wartelisten bei Eurotransplant standen Ende Juni allein für Deutschland mehr als 11.000 Namen - darunter die von fast 8000 Dialysepatienten, die auf eine neue Niere warten. Daneben bräuchte es mehr als 1000 Herzen, 2000 Lebern, 500 Lungen und knapp 50 Bauspeicheldrüsen. Tatsächlich aber konnte im ersten Halbjahr 2012 nur etwas mehr als 2000 schwer kranken Patienten durch Organe von toten Spendern geholfen werden.

"Viele überleben die Wartezeit nicht"

"Die Situation für Betroffene ist katastrophal, sie warten auf ein Organ und wissen nicht, wann es kommt und ob es überhaupt kommt", sagt Eurotransplant-Präsident Bruno Meiser. "Viele überleben die Wartezeit nicht." Meiser leitet zudem das Transplantationszentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Durch das Auseinanderklaffen von Angebot und Nachfrage sterben laut DSO statistisch gesehen jeden Tag drei Menschen, die auf ein fremdes Organ warten. Gründe für die Schere zwischen Organspenden und Organbedarf gibt es viele. Kritiker des neuen Transplantationsgesetzes sehen einen davon darin, dass in Deutschland die sogenannte Entscheidungslösung gilt. Organe dürfen demnach einem Hirntoten nur dann entnommen werden, wenn er sich zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden hat - möglichst auf einem Spendeausweis. Andernfalls müssen die Angehörigen nach seinem Tod über eine Organentnahme entscheiden. "Das ist eine schwierige Entscheidung", sagt Meiser. Oft seien die Angehörigen überfordert und lehnten die Entnahme vorsichtshalber ab, weil sie mit dem Verstorbenen nie über eine Organspende gesprochen haben. Meiser: "Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabuthema."

In Österreich oder Spanien gilt dagegen die Widerspruchsregelung: Wer nicht ausdrücklich widerspricht, ist automatisch potenzieller Spender. Während die Rate der Organspender in Deutschland laut DSO jährlich bei 15 pro eine Million Einwohner liegt, kommen Belgien, Österreich, Frankreich und Italien auf mehr als 20, in Spanien sind es sogar mehr als 30 Spender pro eine Million Einwohner. In Deutschland sprachen sich kaum Politiker für eine Widerspruchslösung aus. Denn Zahlen der DSO aus deutschen Bundesländern zeigen, dass sich mit demselben Gesetz unterschiedlich viele Organspenden ermöglichen lassen. So erreichte der Stadtstaat Bremen im Jahr 2011 mit 31 Organspendern pro eine Million Einwohner fast die Zahlen von Spanien und liegt damit weit über den Ergebnissen von anderen EU-Ländern mit Widerspruchsregelung. Im benachbarten Flächenland Niedersachsen hingegen lag die Quote 2011 nur bei 12 Spendern pro eine Million Einwohner.

Jahrelang wurde in Deutschland über eine Reform der Organspende gestritten. Erst Mitte Juni diesen Jahres nahm die Entscheidungslösung im Bundesrat die letzte parlamentarische Hürde. Damit wird künftig jeder Krankenversicherte ab 16 Jahren von seiner Kasse befragt, ob er im Falle seines Todes seine Organe spenden will; ein Spendeausweis wird gleich mitgeschickt - die Erklärung bleibt aber freiwillig.

"Niemand sollte erwarten, dass die Organspendezahlen nun gleich sprunghaft ansteigen", sagt Eurotransplant-Direktor Rahmel. "Die Effekte werden wir möglicherweise erst in einigen Jahren sehen."

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1. Organ`spender´ in Deutschland
GSYBE 05.07.2012
Wie hoch ist eigentlich die Zahl der beteiligten Ärzte und Krankenhäuser, die ihren Anteil an einer Transplantation `spenden´?
2. Die alte Leier
spon-facebook-10000160388 05.07.2012
"Durch das Auseinanderklaffen von Angebot und Nachfrage sterben laut DSO statistisch gesehen jeden Tag drei Menschen". Das ist schlicht unwahr: Die Menschen sterben nicht wegen eines fehlenden "Angebotes", sondern weil sie krank sind. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit betreiben DSO, Eurotranplant, Verbände der Gesundheitsindustrie und Lobbyisten Propaganda gegen die "Mörder" (nichts anderes steht ja zwischen den Zeilen), die durch ihre vermeintlich verantwortungslose Entscheidung gegen Organspenden den Tod von Menschen auf der Warteliste verschulden. Dabei wird immer verschwiegen, dass es gute Gründe gibt gegen Organspenden zu sein. Z.B. religiöse Grümde, Zweifel an der Hintodthese (Stoecker, "Ein Plädoyer für die Reanimation der Hirntoddebatte"), Zweifel ob die altruistische Handlung nicht von Dritten (Konzernen, Ärzten) ausgenutzt wird. Man sollte sich mal vergegenwärtigen, dass die Industrie an jedem gespendeten Organ eine halbe Million € für die Medikamente verdient, die zur Schwächung des Immunsystems, das das Fremde Organ abstoßen will, und die Eindämmung der Folgekrankheiten benötigt werden. Hinzu kommen ggf. Zweittransplantationen. Dauernd wird von Seiten der DSO für eine Widerspruchslösung agitiert, die Organspenden so schön einfach macht und die in den Parlamenten gerade eben erst gescheitert ist. Das wär ja auch die Lizenz zum Gelddrucken, denn die "Nachfrage" liegt ja in den Händen der Gesundheitsindustrie. Hirn und Herztod sind ja auch zu diesem Zweck einst erfunden worden.
3. Ich werde einer Organspende nicht zustimmen,...
Holledauer 05.07.2012
... solange bei sogenannten Hirntoten, bei denen aber Kreislauf und Atmung noch vom Kleinhirn gesteuert werden, die Organe ohne Vollnarkose entnommen werden. Das Großhirn ist zwar funktionsunfähig, aber der Schmerz läuft zunächst beim Kleinhirn an und dieses registriert ihn noch sehr wohl. Viele Angehörige von Hirntoten mit intakten Kreislauffunktionen berichten von entsetzlich entstellten Gesichtern der Toten nach der Organentnahme ohne Narkose. In den Niederlanden und in anderen Ländern hat man dieses Problem erkannt und führt die Organentnahmen unter Vollnarkose durch, die so lange aufrecht erhalten wird, bis der Körper wirklich die letzte Lebensfunktion eingestellt hat.
4. Transplantations-Hype verfehlt das Thema total
Umbriel 05.07.2012
Zitat von sysopDPADer Bedarf an Organen ist groß, die Anzahl der Spender zu klein. Eine neue Statistik zeigt: Im ersten Halbjahr 2012 ist die Zahl der Organspender in Deutschland noch weiter gesunken. Mehr als 11.000 Patienten stehen auf den Wartelisten für ein Ersatzorgan - jeden Tag sterben drei von ihnen. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/0,1518,842559,00.html
Die Gesellschaft bringt enorme Mittel für den Medizinbetrieb auf. Der Bedarf ist im Prinzip nach oben offen, also ist es immer notwendig, Grenzen auszuhandeln. Tatsache ist derzeit, daß es zahlreiche moderne Kliniken gibt, in die sehr viel Geld in Räume und Geräte investiert wurde, in denen allerdings ganze Stationen, da sind Kinderstationen dabei, da sind modernst ausgestattete Intensivstationen dabei, WEGEN MANGELS AN QUALIFIZIERTEM PFLEGEPERSONAL geschlossen sind. Die Folge ist: - Kliniken der Maximalversorgnung müsssen akute schwere Fälle abweisen - Folge: die mit Riesenaufwand betriebenen Rettungsdienste müssen lange Wege antreten oder gar warten oder in unzureichende Häuser verlegen - geplante OP müssen ständig verschoben werden, um auf noch dringlichere Notfälle reagieren zu können - auf Pflegepersonal wird extremer Druck ausgeübt, Pflegestandards hinten anzustellen, weil ständig eine "Ausnahmesituation" herrscht. Die Chefärzte untermauernd dies andauernd MÜNDLICH. Die hochgradig asymmetrische Hierarchie im Klinikbetrieb kann dem überhaupt nicht standhalten, also wird andauernd nachgegeben. Pflegemängel sind die Folge, die Bedingungen passen nicht, also ist das Personal stets überlastet und kündigt. *** Die Transplantationsdebatte ist eine Debatte um den Ausbau bestimmter operativer Bereiche, um die große Lobbyarbeit betrieben wird, die Medien greifen das sehr gerne auf - so als ob hier der große Misstand herrsche. Tatsächlich jedoch führt die ungenügende Ausstattung der Pflegebereiche zu Qualitätsmängeln und Kapazitätsmängeln in großem Ausmaß. Mit einer Initiative zur Verbesserung der Pflegebereiche in vielen Kliniken könnte mit den vorhandenen Mitteln weit mehr für die vielen akut Kranken erreicht werden als mittels Initiativen zu mehr Transplantationen. *** Die Öffentlichkeit hat kein sachlich richtiges Bild vom Ausmaß der Problematik. Tatsächlich sind an Universitätskliniken Intensivstationen geschlossen, auf Normalstationen muss 1 Schwester nebst Hilfskraft sich mit 30 zum Teil frischoperierten Patienten bemühen. Da kann so gut wie nichts umgesetzt werden. Hygienestandards? Prophylaxen? etc. Tatsache ist, daß in einer Klinik, die sich in "Universitätsmedizin" umbenannte, real tatsächlich u.a. eine TIERARZTHELFERIN als "OP Schwester" eingesetzt wird, weil reguläres Personal nicht zu halten oder zu finden ist. Einfacher Grund: Die Gehälter sind zu gering, die Qualifikationsanforderungen eigentlich hoch, aber man ist nicht bereit und nicht willens, Qualität im Pflegebereich auch zu bezahlen.
5. Wertstoff
Meta 05.07.2012
Verstehe immer noch nicht, warum ich Organe verschenken sollte. Im Kapitalismus werden Dinge, die dringend benötigt werden, ge- bzw. verkauft und haben einen Wert. Meine Organe sind das wertvollste, was ich habe. Alle anderen an so einem Vorgang beteiligten arbeiten ja auch nicht umsonst. Die Chirurgen, die Transporteure, die Medikamenten-Hersteller und -lieferanten. Alle bekommen Geld ... nur einer nicht. Der wichtigste. Wie ... nach meinem Tod brauche ich meine Organe nicht mehr. Stimmt. Genau wie mein Haus, mein Auto, mein Geld ... nichts davon brauche ich dann mehr. Das wird trotzdem nicht verschenkt, sondern vererbt. Wer meine Organe haben will, wird dafür zahlen müssen. Gern auch an meine Erben. Verschenkt wird erst, wenn wir Kommunismus haben.
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Zum Autor
  • Michael Wasner, Jahrgang 1976, hat Journalistik in Dortmund und Leipzig studiert. Er arbeitet als freier Journalist in Berlin.

Organspende-Gesetze in Europa
Erweiterte Zustimmungsregelung
Der Verstorbene muss zu Lebzeiten, z.B. per Organspendeausweis, einer Organentnahme zugestimmt haben. Liegt keine Zustimmung vor, können die Angehörigen über eine Entnahme entscheiden. Entscheidungsgrundlage ist der ihnen bekannte oder der mutmaßliche Wille des Verstorbenen. Dieses Recht gilt in Deutschland, Dänemark, Griechenland, Großbritannien, Irland, der Schweiz und in den Niederlanden.
Widerspruchsregelung
Hat der Verstorbene einer Organentnahme zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen, z.B. in einem Widerspruchsregister, so können Organe zur Transplantation entnommen werden. In einigen Ländern (Belgien, Finnland, Norwegen) haben die Angehörigen ein Widerspruchsrecht. Dieses Recht gilt in Belgien, Finnland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn.
Informationsregelung
Auch hier geht der Gesetzgeber grundsätzlich von einer Bereitschaft zur Organspende bei fehlendem Widerspruch zu Lebzeiten aus. Allerdings müssen die Angehörigen in jedem Fall über die geplante Entnahme unterrichtet werden. Ein Einspruchsrecht steht ihnen jedoch nicht zu. Dieses Recht gilt in Frankreich und Schweden.

quelle: deutsche stiftung für organtransplantation (dso); bundesministerium für gesundheit und soziale sicherung


Hirntod
Definition
Der Hirntod bedeutet in Deutschland nach den Richtlinien der Bundesärztekammer, dass alle Funktionen des Großhirns, Kleinhirns und Hirnstamms irreversibel erloschen sind. Nur durch eine kontrollierte Beatmung werden die Herz- und Kreislauffunktionen künstlich aufrechterhalten.
Bestimmung
Bei der Diagnostik müssen zwei erfahrene - von einer etwaigen Transplantation unabhängige - Intensivmediziner den Hirntod bestimmen. Zunächst müssen sie sich versichern, dass eine schwere primäre oder sekundäre Hirnschädigung (Blutung, Verletzung, Infarkt) vorliegt und keine Vergiftung, Drogenwirkung, Schock oder Ähnliches zum Ausfall der Hirnfunktionen geführt haben. Dann testen sie innerhalb von 12, 24 oder 72 Stunden zweimal, ob alle Funktionen, die über den Hirnstamm koordiniert werden, erloschen sind. Dazu zählen etwa der Lidschlussreflex, der Würgereflex, lichtstarre, weite Pupillen und der Ausfall der Spontanatmung. Ergänzend weisen sie mit einem Null-Linien-EEG, der fehlenden Durchblutung der Hirnarterien und mit weiteren speziellen Hirnstrommessungen nach, dass der Hirntod irreversibel eingetreten ist.
Kritik
Die Definition des Hirntods stammt aus dem Jahr 1968, in dem sich in den USA das sogenannte Ad Hoc Committee an der Harvard Medical School gründete. Es befürwortete den irreversiblen Ausfall aller Hirnfunktionen als neue Todesdefinition. Bis dahin war ein Mensch definitionsgemäß tot, wenn sein Herz und Kreislauf unwiederbringlich stillstanden. Kritiker halten entgegen, dass Hirntote noch schwitzen, ausscheiden und unter Umständen sogar ein Kind austragen können. Demnach ist das Gehirn nur eines von mehreren für den Erhalt der Lebensfunktionen wichtigen Organe. Der Deutsche Ethikrat hat im März 2012 vor dem Hintergrund des Transplantationsgesetzes über die Frage "Wann ist ein Mensch tot?" debattiert.
"Herztod"
Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Ländern wie den USA, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Österreich, Tschechien, Slowenien, Italien, Spanien und Portugal die Möglichkeit, Menschen unter definierten Umständen nach einem Herzstillstand Organe zu entnehmen - ohne dass ein Hirntod eingetreten oder diagnostiziert wurde. In Deutschland wird diese Praxis der "Non-Heart-Beating-Donors" sowohl von Seiten der Bundesärztekammer also auch der Politik strikt abgelehnt.