EU-Statistik Die Deutschen sind dicker als der EU-Durchschnitt

Fast jeder sechste Europäer ist fettleibig, zeigt eine aktuelle Statistik. In Deutschland sind die Menschen demnach noch dicker als der EU-Durchschnitt. Italien und die Niederlande hingegen schneiden besser ab.

Übergewichtige Frauen
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Übergewichtige Frauen


Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in der Europäischen Union sind übergewichtig und jeder sechste sogar fettleibig. Dies geht aus einem Bericht der europäischen Statistikbehörde Eurostat hervor. Die Deutschen sind demnach dicker als der EU-Durchschnitt.

Der Statistik zufolge waren 2014 rund 46 Prozent der Erwachsenen in der EU normalgewichtig, 51,6 Prozent hatten Übergewicht. Als fettleibig (adipös) galten 15,9 Prozent der EU-Bürger.

Besonders wenig adipöse Menschen gab es mit einem Anteil von 9,4 Prozent demnach in Rumänien, gefolgt von Italien (10,7) und den Niederlanden (13,3). Mit einem Adipositas-Anteil von 26 Prozent sind die Menschen auf Malta innerhalb der EU mit Abstand am schwergewichtigsten, gefolgt von Letten (21,3) und Ungarn (21,2).

Als adipös gelten Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr. Der BMI ist definiert als Körpergewicht in Kilogramm, geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern.

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Die Daten zeigen zudem, dass Fettleibigkeit im Alter zunehmend zum Problem wird - aber auch der Bildungsstand eine Rolle spielt. Bis zur Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren steigt der Anteil der Fettleibigen in der EU demnach auf 22,1 Prozent der Bevölkerung an. Im noch höheren Alter sinkt sie wieder ab.

Während fast 20 Prozent der EU-Bürger mit niedrigem Bildungsniveau adipös sind, liegt der Anteil bei den höher Gebildeten bei nur 11,5 Prozent. Auch in Deutschland existiert diese Tendenz: Hier sind 21,4 Prozent der Menschen mit einer niedrigen Bildung und 13,1 Prozent der Menschen mit einer höheren Bildung betroffen.

Zwischen Männern und Frauen hingegen konnten die Forscher keinen systematischen Unterschied ausmachen. In der einen Hälfte sei der Anteil der betroffenen Männer höher gewesen, in der anderen der Anteil der Frauen, heißt es in einer Mitteilung. Deutschland fällt in die erste Kategorie - mit 17,3 Prozent fettleibigen Männern und 16,5 Prozent fettleibigen Frauen.

irb/dpa



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