H7N9-Virus Vogelgrippe breitet sich in China aus

China bekommt das neue Vogelgrippevirus H7N9 nicht in den Griff: Der auch für Menschen gefährliche Erreger ist auf weiteren Märkten in der 23-Millionen-Einwohner-Stadt Shanghai entdeckt worden.


Shanghai - Die chinesischen Behörden sind bisher nicht in der Lage, das neue Vogelgrippevirus H7N9 einzudämmen. Am Samstag meldete Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua, der neue auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippe-Erreger sei auf weiteren Märkten in der chinesischen Millionenstadt Shanghai entdeckt worden.

So sei das Virus bei Tieren auf zwei Märkten mit landwirtschaftlichen Produkten im Bezirk Minhang gefunden worden. Ganz in der Nähe liegt auch der Geflügelmarkt Huhuai. Dort waren in dieser Woche bereits 20.000 Tiere getötet worden, nachdem Tauben mit dem Virus infiziert worden waren.

Fotostrecke

9  Bilder
Virus H7N9: Der Kampf gegen H7N9
Das Virus wurde auch bei 16 Menschen in Ostchina nachgewiesen, sechs von ihnen starben. Aus Angst vor einer Grippe-Epidemie verkauften am Freitag viele Investoren Aktien von Fluggesellschaften: Air China Chart zeigen, China Southern und China Eastern stürzten um knapp zehn Prozent ab. Bei der Lufthansa Chart zeigen betrug der Rückgang mehr als fünf Prozent. Vor etwa zehn Jahren stürzte der Ausbruch der Lungenkrankheit Sars in Asien die Branche in eine Krise. Damals wurden weltweit 8000 Infektionen gezählt.

Nach dem Auftreten des neuen Vogelgrippe-Typs deuten erste Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hin, dass sich der Erreger mit den antiviralen Medikamenten Tamiflu von Roche Chart zeigen und Relenza von GlaxoSmithKline Chart zeigen behandeln lässt.

H7N9 ist nicht der einzige Vogelgrippe-Erreger: So gab es wegen des aggressiven H5N1-Virus vor einigen Jahren die Sorge, dass es zu einer weltweiten Epidemie kommen könnte. Beide Virentypen können aber offenbar nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die USA arbeiten bereits vorsorglich an einer neuen Impfung gegen H7N9.

nck/Reuters



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 32 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
deb2011 06.04.2013
1. Jetzt geht das Theater wieder los:
Bald kommen wieder die Impfpäpste um die Ecke geschlichen und empfehlen allen, doch bitte die neuesten Produkte der Pharma-Schmieden endlich einzusetzen. Ist das jetzt wirklich jedes Jahr so? Gott im Himmel ...
icke_werner 06.04.2013
2. Alle Jahre wieder....
Allein in Deutschland sterben jedes Jahr an der "normalen" Influenza mehrere tausend Menschen. Die Zahlen gehen zwar z.Teil stark auseinander, ob nun mit oder ohne Zusatzerkrankungen. Auf jeden Fall sind das wesentlich mehr als die 16 Menschen in Ostchina. Ich mach mir da nicht so die Sorgen, zumal ja die richtigen Impfstoffe schon parat sind (!!?)
Stauss 06.04.2013
3. Wieder eine Pandemie
Und die Impfstoffindustrie kann sich auf Milliardenumsätze freuen. Wie haben die das gefingert, das auf einmal wieder in China Menschen an Grippe erkranken, die man auch als Hühnergrippe bezeichnen kann? Merkwürdig, wie weit die Chinesen in der Genanalyse sind...... Da sie bereits bei einem Einzelfall einen Virus H7N9 isolierten. Übrigens, die Symptome dieser Grippe unterscheiden sich nicht im Geringsten von den Verlauf einer anderen Virusgrippe und können mit dieser Exaktheit nur in einem für Genanalyse spezialisierten Labor nachgewiesen werden. Offenbar betreiben die Grippe-Impfstoffunternehmen in China ein solches. Und kein anderes Labor kann deren Ergebnisse überprüfen. Das letzte Mal "Hühnergrippe-Epidemie" bedeutet in Deutschland 4 tote Schwäne auf Rügen. Wobei man das nicht genau analysieren konnte, weil die Ausrüstung in Deutschland fehlte.
b5200 06.04.2013
4. Panikmache ist gut fuer's Geschaeft...
...der Pharmaindustrie. SPON, wie auch andere Medien, sollten ihre Glaubwuerdigkeit nicht noch mehr verlieren, mit diesen unseligen Pandemie Artikeln, die keiner glaubt. Von "nicht in den Griff kriegen" kann keine Rede sein, wenn bei einer Bevoelkerung von ca. 1.3 Milliarden(!!!!!!) weit weniger als hundert (ganze 6 im Artikel angegeben) daran sterben oder gestorben sind. Auch SARS, mit lediglich 8000 Infektionen ist keine Epidemie! In China,und anderswo, sterben mehr bei Verkehrsunfaellen jedes Jahr, also SPON, jetzt mach mal halblang...
neuer23 06.04.2013
5. Und wieder dieselben Kommentare...
@Stauss: Wenn die Produktion von Impfstoffen doch so lukrativ ist, warum beteiligen sich daran nur relativ wenige Pharmaunternehmen? Und warum haben eine ganze Menge das wieder aufgegeben? Hinweis: Es könnte mit unsinnigen Klagen von Nutzern zusammenhängen. Einen Grippevirus kann jedes passend ausgerüstete molekularbiologische Labor analysieren bzw. sequenzieren. Da brauchts nicht besonders viel Technik und China betreibt einige der grössten Sequenzierzentren der Welt. Das man jetzt unklare Einzelfälle untersucht, dürfte wohl auf der Hand liegen. Besonders, wenn massenhaft Geflügel erkrankt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.