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Studie: Weniger Jugendliche rauchen als jemals zuvor

Die Quote jugendlicher Raucher ist so niedrig wie nie zuvor gemessen. Nur noch jeder zehnte Teenager greift heute zur Zigarette, hat eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergeben. Über Rauchen oder Nichtrauchen entscheidet die Bildung.

Junge Raucherinnen: Tabakprävention in den Schulen fortführen Zur Großansicht
Corbis

Junge Raucherinnen: Tabakprävention in den Schulen fortführen

Köln - In den achtziger Jahren galt Rauchen als cool, selbst in den Neunzigern rauchten Idole in Kino und Fernsehen, doch diese Zeiten sind vorbei: Heute greifen nur noch vereinzelte Rockmusiker auf offener Bühne zur Zigarette - und Helmut Schmidt. Die Kampagnen gegen das Rauchen zeigen ihre Wirkung auch bei der bedeutendsten Zielgruppe, den Kindern und Jugendlichen.

Der Anteil jugendlicher Raucher hat sich binnen zehn Jahren halbiert. Unter den Zwölf- bis 17-Jährigen haben sogar mehr als 70 Prozent noch nie an einer Zigarette gezogen, ergab eine am Montag veröffentlichte Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Nichtrauchen sei zu einer "gesellschaftlichen Norm" geworden, erklärte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott.

Der BZgA zufolge gehören die ermittelten Zahlen bei den Heranwachsenden zu den niedrigsten, die seit Beginn der Studien zum Rauchverhalten erhoben wurden. Demnach rauchten im Jahr 2012 von den Zwölf- bis 17-Jährigen zwölf Prozent, im Jahr 2001 lag dieser Anteil noch bei 27,5 Prozent. Einen Rekordstand erreichte mit 71,7 Prozent die Zahl der Jugendlichen, die noch nie geraucht haben. Im Jahr 2001 waren dies nur 40,5 Prozent.

Auch in der darüberliegenden Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen verstärkte sich der Trend zum Nichtrauchen. 2012 rauchten 35,2 Prozent dieser Gruppe. Im Jahr davor waren es 36,8 Prozent und 2001 noch 44,5 Prozent. Der Anteil jener, die noch nie geraucht haben, wuchs hier auf 32,4 Prozent, im Jahr 2001 waren es nur 23,1 Prozent.

In beiden Altersgruppen ermittelte die repräsentative Studie mit 5000 Befragten damit einen Tiefststand - seit der ersten Erhebung unter Jugendlichen 1979 und unter jungen Erwachsenen 1973.

Das durchschnittliche Alter, in dem die Befragten mit dem Rauchen beginnen, stieg den Angaben zufolge von 13,6 Jahren 2001 auf 14,4 Jahre im vergangenen Jahr. Zwischen Mädchen und Jungen gebe es beim Rauchverhalten kaum Unterschiede, heißt es in dem Bericht.

E-Zigarette ohne Bedeutung

Wohl aber beim Bildungsniveau: Während 6,9 Prozent der Gymnasiasten rauchen, sind es laut BZgA bei den Hauptschülern 16,7 Prozent und bei den Realschülern 10,9 Prozent. Auch in der höheren Altersgruppe setzten sich die sozialen Unterschiede fort.

Elisabeth Pott sprach von einer insgesamt erfreulichen Entwicklung, betonte aber zugleich: "Die Zahlen bestätigen, dass Tabakprävention auch zukünftig weiter in den Schulen implementiert werden muss, um alle sozialen Schichten zu erreichen."

Erstmals ist auch die E-Zigarette in der BZgA-Befragung berücksichtigt. Die elektrische Zigarette ist zwar fast vier von fünf Jugendlichen und damit nahezu allen jungen Erwachsenen bekannt, wird aber kaum genutzt. Fragt man die Jugendlichen, ob sie in den vergangenen 30 Tagen eine nikotinhaltige E-Zigarette geraucht haben, antwortet nur knapp ein Prozent mit "Ja". Bei den jungen Erwachsenen sind es 1,5 Prozent.

Am Freitag hatten die EU-Gesundheitsminister weitreichende Maßnahmen beschlossen, um noch mehr Menschen vor den Folgen des Rauchens zu warnen. So sollen Schockbilder in Zukunft zwei Drittel der Oberfläche von Zigarettenschachteln bedecken und zum Beispiel auf Lungenkrebs und Raucherbeine hinweisen. Auch Geschmacksstoffe wie Menthol, die den Tabakgeschmack verdecken, sollen verboten werden.

Lesen Sie mehr über das Rauchen: Rauchstopp vor dem Vierzigsten bringt neun Jahre mehr +++ Vier Wege aus der Nikotinsucht +++ Rauchstopp bringt Frauen zehn Lebensjahre mehr

dba/AFP/dpa

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insgesamt 89 Beiträge
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    Seite 1    
1. Weniger Jugendliche rauchen als jemals zuvor
götzvonberlichingen_2 24.06.2013
...dafür ist Nachts aber kälter als draußen :-)
2.
anubis1981 24.06.2013
Zitat von sysopDPADie Quote jugendlicher Raucher ist so niedrig, wie nie zuvor gemessen. Nur noch jeder zehnte Teenager greift heute zur Zigarette, hat eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergeben. Über Raucher oder Nichtraucher entscheidet die Bildung. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zigaretten-weniger-jugendliche-rauchen-als-jemals-zuvor-a-907576.html
Und weil so wenig Jugendliche rauchen wie noch nie muss man nun Horrorbilder auf Zigarettenpackungen drucken und Mentholzigaretten verbieten. Ja Ja unsere Bundesregierung... wenn die nicht jedes Detail unseres Lebens steuern dürfen fühlen die sich nicht wohl. Man überlege mal wir würden anfangen eigene Entscheidungen zu treffen...
3. ENdlich
THE-PUNISHER 24.06.2013
Auch wenn man sie zu vernünftigen Handlungen Zwingen musste... Endlich ist schluss mit der Subventionierung der Tabakindustrie durch die Gesundheit der Bürger. Was die meisten jedoch selbst schuld sind und meine Steuergelder an dei Krankenkassen für ihre selbst verschuldete Krebstherapien ausgegeben haben.
4.
Reiner_Habitus 24.06.2013
Zitat von sysopDPADie Quote jugendlicher Raucher ist so niedrig, wie nie zuvor gemessen. Nur noch jeder zehnte Teenager greift heute zur Zigarette, hat eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergeben. Über Raucher oder Nichtraucher entscheidet die Bildung. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zigaretten-weniger-jugendliche-rauchen-als-jemals-zuvor-a-907576.html
Mal sehen wann die ersten Raucher auftauchen und sich darüber aufregen, dass ihr Laster nun endgültig uncool ist. Denn in einem sind Raucher wahre Meister: Zu versuchen andere mit ihrer Sucht anzustecken, um sie in Mithaftung zu nehmen, getreu dem Motto alleine ist Rauchen nur ne Sucht , aber wenn alle es machen ist es Cool.....
5.
crestwood 24.06.2013
Nichtrauchen und Wert auf Bildung zu legen sind wohl beides eher die Folge von einer reiferen Persönlichkeit und/oder höheren Intelligenz, als dass das Eine die Folge vom Anderen ist.
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