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Zika-Virus: Erster eingeschleppter Fall in China bestätigt

Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (Archiv): Behörden bestätigen ersten eingeschleppten Zika-Fall Zur Großansicht
DPA

Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (Archiv): Behörden bestätigen ersten eingeschleppten Zika-Fall

Das Zika-Virus ist auch nach China eingeschleppt worden. Die chinesische Gesundheitsbehörde bestätigte den ersten Fall. Der Patient erhole sich bereits.

Bei einem Patient in China ist das Zika-Virus festgestellt worden. Der 34-Jährige aus dem Bezirk Ganxian in der Provinz Jiangxi habe das Virus eingeschleppt, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.

Der Patient erhole sich bereits wieder, er habe normale Temperatur, sein Hautausschlag gehe zurück, meldete die Agentur unter Berufung auf die nationale Gesundheitsbehörde der Volksrepublik.

Das Zika-Virus verbreitet sich gegenwärtig sehr schnell in Südamerika. Übertragen wird es vor allem durch Mücken. Symptome sind leichtes Fieber, rote Augen und Ausschlag. 80 Prozent der Infizierten haben überhaupt keine Symptome.

Das Virus gilt vor allem für Schwangere als gefährlich, weil es im Verdacht steht, den Embryo zu schädigen. Tausende Missbildungen bei Neugeborenen werden in Brasilien mit Zika in Verbindung gebracht.

Um den Kampf gegen das Virus zu forcieren, hat die WHO inzwischen den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Bislang gibt es weder einen Impfstoff zum Schutz vor der Infektion noch Medikamente für ihre Behandlung.

Die wichtigsten Texte zur Epidemie bei Spiegel Online:

  • Überblick:Das Zika-Virus in Lateinamerika
  • Einschätzung: Die Weltgesundheitsorganisation reagiert und ruft den weltweiten Notstand aus
  • Geschichte: Mysteriöses Virus auf dem Vormarsch
  • Ratgeber: Was bedeutet das Zika-Virus für Reisende?

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Zika-Virus in Brasilien: "Mein Herz hörte fast auf zu schlagen"

sun/Reuters

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Das Zika-Virus - von der Entdeckung bis zum globalen Notstand
1947: Bei einem Rhesusaffen aus dem Zika-Wald in Uganda wird das Virus erstmals nachgewiesen.
  • 1952: Forscher finden den Erreger bei Menschen in Uganda und Tansania. In den folgenden Jahrzehnten werden jedoch nur vereinzelte Infektionen aus Afrika und Südasien bekannt.
  • 2007: Im Pazifik-Raum häufen sich Infektionen, es kommt zu Fällen auf den Yap-Inseln - damals waren offenbar sogar über 70 Prozent der Bevölkerung im Alter von über drei Jahren betroffen. Seit 2013 gibt es laut Weltgesundheitsorganisation weitere Fälle in Afrika und Amerika.
  • November 2015: Der erste bekannte große Ausbruch nimmt seinen Anfang in Brasilien. Eine Häufung von Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen geht nach Ansicht von Fachleuten auf das Virus zurück.
  • Dezember 2015: Nach Angaben des brasilianischen Regierung sind die Verdachtsfälle im Land sprunghaft angestiegen.
  • Januar 2016: Die Behörden in Jamaika und Kolumbien empfehlen, geplante Schwangerschaften aufzuschieben. In Deutschland gab es seit 2013 mehrere Fälle bei zurückkehrenden Reisenden, davon mindestens fünf in Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruch in Lateinamerika.
Februar 2016: Die Weltgesundheitsorganisation erklärt den globalen Gesundheitsnotstand. Es gebe eine starke räumliche und zeitliche Verbindung zwischen Zika und dem Auftreten von Schädelfehlbildungen

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