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Krankenkasse: Politiker kritisieren Zuschuss für Apple Watch

Fitnesstracker mit Kassen-Zuschuss: Von dieser Idee sind Politiker gar nicht angetan, wie sie im SPIEGEL verraten. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält den Bonus für "fragwürdig".

In der Großen Koalition regt sich Widerstand gegen die Pläne gesetzlicher Krankenkassen, den Kauf von Fitnessmessern wie der Apple Watch zu bezuschussen.

"Ich unterstütze gute Präventionsprogramme, aber ich halte nichts von Marketingmaßnahmen der Kassen auf Kosten der Beitragszahler", sagt Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein im SPIEGEL. Auch sein SPD-Kollege Karl Lauterbach hält den Bonus für "fragwürdig". Damit wollten die Kassen gut gebildete, junge und gesunde Mitglieder abwerben, sagt er. "Die Kassen könnten dann demnächst auch Laufschuhe bezuschussen." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Ausgelöst hatte die Diskussion die AOK Nordost, die den Kauf einer Apple Watch mit bis zu 50 Euro belohnen will. Die von der Uhr erhobenen Daten sollen allerdings nicht an die Kasse übertragen werden. Konkurrenten der AOK Nordost hatten angekündigt, ähnliche Zuschüsse zu prüfen.

Linken-Gesundheitsexpertin Kathrin Vogler spricht von einer "äußerst fragwürdigen Blüte des Krankenkassenwettbewerbs".

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insgesamt 46 Beiträge
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1.
Holzbeinschnitzer 08.08.2015
Inkontinenzversorgung für die Schwächen und Alten. Je nach Kasse muss ein Versicherter mit dem Geld in Höhe des Apple Zuschusses 3 - 4 Monate auskommen. Sorgt erstmal für die vernünftige Versorgung im Bereich Eurer Kernkompetenz. Frage mich was manche Krankenkassenmitarbeiter hauptberuflich machen....
2. Ausgerechmte die AOK,
Rubyconacer 08.08.2015
die Milliarden Unterstützung von den anderen Kassen kassiert... Tsss.
3. Der Herr Lauterbach, (kein) Minister, aber zuständig für
Willi Wacker 08.08.2015
alles Kritische. Ja, nee, is klar.
4. Wehret den Anfängen
Paul Panda 08.08.2015
Da muss ich Herrn Lauterbach zustimmen. Das Ganze ist mehr als fragwürdig: Zuerst kommt der Zuschuss, und bald danach die Beitragserhöhung bei der Weigerung, solch ein Gerät zu tragen. Das Recht, sich dem ganzen Gesunheitswahn und -Terror (der sowieso nicht viel bringt) zu entziehen, gehört ebenfalls zur Demokratie. Ich würde meiner Kankenkasse jedenfalls keine Rechenschaft darüber ablegen wollen, warum ich mich in letzter Zeit nicht genügend bewegt habe. Wehret den Anfängen (und rutsch mir mit diesem Zeugs den Buckel runter)!
5.
3141 08.08.2015
Laufschuhe wären wohl auch sinnvoller. Immerhin kann die Apple-Watch auch ohne Sport genutzt werden.
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