Fastentraining Sieben Übungen für bewusstes Essen

Essenspausen einhalten. Den Tisch schmücken. Snacks vermeiden. Mit sieben Übungen hat das Fastentraining versucht, Wege zum bewussteren Essen aufzuzeigen. Welcher ist Ihr Favorit?


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SPIEGEL WISSEN hat ein achtwöchiges Fastentraining entwickelt. Dies ist die letzte Folge.

Das Fastentraining hat sich nun acht Wochen lang mit bewussterem Essen beschäftigt, mit dem Ziel, immer wieder Fastenphasen und Momente des Verzichts in den Alltag einzubringen. In dieser letzten Woche stellt sich nun vor allem die Frage, welche von diesen Fasten - und vielleicht sogar Hungermomenten Ihnen leichtfallen und an welchen Stellen Sie merken, wie schwer Verzicht sein kann.

Im folgenden Abschnitt finden Sie dazu noch einmal eine Auflistung mit allen Aufgaben und Übungen, die das Training in den vergangenen Wochen enthalten haben. Lesen Sie die Liste noch einmal durch, kennzeichnen Sie ein bis zwei Punkte oder Tipps, die Sie für besonders eindrücklich und umsetzbar halten:

  • Esspausen in den Alltag einbauen, indem man das Frühstück nach hinten verschiebt und das Abendessen etwas vorverlegt.
  • Esspausen in den Alltag einbauen, indem man das Frühstück weglässt.
  • Esspausen in den Alltag einbauen, indem man nur drei Hauptmahlzeiten isst und nicht, wie oft gewohnt, fünf kleine Mahlzeiten.
  • Etwas weniger arbeiten - zwei bis vier Stunden in der Woche - dafür mehr ausruhen und entspannen.
  • Kleine Atemübungen zur Entspannung in den Arbeitsalltag einbauen.
  • Mehr Esskultur pflegen. Teil 1: den Tisch schön decken.
  • Teil 2: Kochen und/oder gemeinsam essen.
  • Teil 3: Hektisches Essen ganz vermeiden.
  • Sich eine schöne Tasse oder ein schönes Glas kaufen, um das Wasser- oder Teetrinken zu zelebrieren.
  • Ungesunde Lebensmittel durch gesunde ersetzen, zum Beispiel Weißmehl durch Vollkorn, Zucker durch Obst und Gemüse.
  • Lebensmittel essen, die den Stoff Spermidin enthalten, zum Beispiel Weizenkeime, Cheddarkäse, Pilze, Nüsse, Äpfel, Birnen
  • Ketogene Mahlzeiten zu sich nehmen, um Fasteneffekte zu erzielen, zum Beispiel in Öl gebratenes Gemüse.
  • Schwarzen Kaffee trinken.
  • Phasenweise auf Fernsehen oder Smartphone verzichten.
  • Zwischendurchessen reduzieren, indem man bei den Hauptmahlzeiten genug isst.
  • Nicht essen, wenn man wütend oder traurig ist.
  • Versuchungen reduzieren: Snacks wegpacken.
  • Sich fragen, welches sinnliche Esserlebnis man vermisst - und es mit gesunden Lebensmitteln verwirklichen.

Entscheiden Sie sich, ob Sie in den nächsten Wochen eine dieser Übungen weiterführen wollen. Falls Sie mit dem Intervallfasten gute Erfahrungen gemacht haben, bei dem Sie jeden Tag nur in einer begrenzten Zeit essen, wäre es ein Gewinn, einfach dabei zu bleiben. Esspausen sind eine Art der Ernährungsumstellung, die man langfristig durchführen kann und die immer einfacher wird. Davon ist der Naturheilkundler und Fastenexperte Andreas Michalsen, der mit uns dieses Training entwickelt hat, überzeugt.

Falls Sie das Intervallfasten nicht so begeistert hat, Sie aber ein oder zwei andere Empfehlungen weiter umsetzen wollen, ist das ebenfalls ein großer Gewinn für Ihre Gesundheit - und auch eine Möglichkeit, dauerhaft weniger und bewusster zu essen.

Ein Wort noch zu den Punkten, die nicht funktioniert haben: Belasten Sie sich damit nicht, doch behalten Sie weiter im Hinterkopf, wie schwer es für Sie war, zum Beispiel eine Woche nur eingeschränkten Zugriff auf Ihr Handy zu haben oder aufs Zwischendurchessen zu verzichten.

Psychologen, die sich mit dem Thema Motivation beschäftigen, sind der Ansicht, dass bestimmte Erkenntnisse - etwa, dass es schwerfällt, auf etwas zu verzichten - immer weiter in uns arbeiten. Zu einem geeigneten und passenden Zeitpunkt kann man sich dann der Frage noch einmal stellen und sie neu angehen. Für den Moment passt es, sich nicht allen Problemthemen sofort weiter zu stellen.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude beim Fasten und beim Genießen!

Ihr Team von SPIEGEL WISSEN

P.S.: In der kommenden Ausgabe von SPIEGEL WISSEN beschäftigen wir uns mit Bewegung - wie wir lernen, uns im Alltag mit mehr Freude zu bewegen. Das Heft erscheint am Dienstag, 24. April.


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