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Fitness und Gesundheit: Wenigstens in der Werbepause aufstehen

Essen und TV gucken: Ein bisschen Bewegung zwischendurch ist angeraten Zur Großansicht
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Essen und TV gucken: Ein bisschen Bewegung zwischendurch ist angeraten

Bewegung hält fit und gesund - doch für viele Menschen ist das kein beliebtes Credo. Wie viel Aktivität muss wirklich sein? Für absolute Sportmuffel haben Mediziner jetzt gute Nachrichten.

2,5 Stunden sollten es pro Woche mindestens sein, ausdauerorientiert und mäßig anstrengend: Dieses Maß an Bewegung empfiehlt etwa das Bundesgesundheitsministerium für Erwachsene. Alternativ könnten es auch 75 Minuten anstrengende körperliche Betätigung pro Woche sein. In beiden Fällen seien zusätzlich Kräftigungsübungen an zwei Tagen pro Woche angeraten. Gleichzeitig geben jedoch rund 36 Prozent der Erwachsenen in Deutschland an, dass sie sich überhaupt nicht sportlich betätigen. Nur rund jeder vierte Mann und jede fünfte Frau treiben mehr als vier Stunden Sport pro Woche. Zahlreiche Studien aber belegen: Gesund ist der Bewegungsmangel nicht.

Doch jetzt gibt es gute Nachrichten auch für die hartnäckigsten Sportmuffel: Gleich zwei Forscherteams berichten im "British Medical Journal" ("BMJ"), welchen positiven Effekt selbst leichte, wenig anstrengende Bewegung auf die Gesundheit haben kann.

Balance halten und kraftvoll zugreifen

Ein Team um Rachel Cooper vom University College London ermittelte, wie gut ihre 53 Jahre alten Probanden bei drei einfachen körperlichen Tests abschnitten: Zum einen untersuchten sie die Griffstärke der Teilnehmer. Zum anderen sollten die Probanden zehnmal möglichst schnell von einem Stuhl aufstehen und sich wieder setzen sowie möglichst lange mit geschlossenen Augen auf einem Bein balancieren.

Da alle Probanden an einer Langzeitstudie teilnahmen, konnten die Wissenschaftler deren Werdegang weiter verfolgen - für diese Fragestellung über 13 Jahre. 117 Teilnehmer verstarben in dem Zeitraum. Die Forscher berücksichtigten viele weitere Faktoren in ihrer Berechnung, darunter etwa Geschlecht, das Vorliegen von Erkrankungen und ob die Teilnehmer Raucher waren. Das Ergebnis jedoch blieb bestehen: Wer mit 53 Jahren zu den schlechtesten 20 Prozent bei den Tests gehörte oder diese, aus welchen Gründen auch immer, nicht durchführen konnte oder wollte, hatte ein deutlich höheres Sterberisiko als jene Teilnehmer, die in den Tests gut abgeschnitten hatten.

Das zweite Team um Dorothy Dunlop von der Northwestern University in Chicago, US-Bundesstaat Illinois, analysierte zunächst, wie viel sich ihre 49 bis 83 Jahre alten Studienteilnehmer bewegten, die ein erhöhtes Risiko für eine Kniearthrose hatten. Im Alltag waren sie alle noch uneingeschränkt mobil. Drei Viertel der Probanden waren übergewichtig. Die 1680 Teilnehmer trugen mehrere Tage Beschleunigungssensoren, anhand dieser Daten berechneten die Forscher ihre durchschnittliche Aktivität. Basierend auf ihrem Bewegungspensum teilten sie die Probanden in vier Gruppen, von der geringsten Aktivität (im Schnitt 192 Minuten leichte Bewegung pro Tag) bis zur höchsten (im Schnitt 386 Minuten pro Tag). Normales Gehen zählt bereits als leichte Bewegung, jeder Schritt in den eigenen vier Wänden zählte also.

Mäßig anstrengende Bewegung - dazu zählt bereits zügiges Gehen, wenn man beispielsweise noch den Bus erwischen will - füllte in der Gruppe der geringsten Aktivität nur rund 13 Minuten des Tages, 24 Minuten waren es bei der aktivsten Gruppe.

In den folgenden Jahren entwickelten insgesamt 149 Teilnehmer ein körperliches Leiden, das sie bei alltäglichen Tätigkeiten einschränkte, dazu zählten etwa eigenständiges Aufstehen und Ankleiden, einkaufen gehen oder Essen zubereiten. In der Gruppe, die sich am wenigsten bewegt hatte, waren fast 15 Prozent betroffen. In den anderen drei Gruppen waren es deutlich unter zehn Prozent. Auch wenn die Forscher andere Risikofaktoren mit einberechneten, blieb das Risiko für die Bewegungsmuffel deutlich größer.

Jedes bisschen Bewegung hilft

"Die gute Nachricht ist, dass es sich auszahlen kann, seine Aktivität nur ein kleines bisschen zu erhöhen", schreibt Elizabeth Bradley in einem Kommentar im "BMJ". Für jene, die sich am wenigsten bewegen, würde schon gut eine Stunde Aktivität mehr einen deutlichen Unterschied ausmachen. Bradley hat das sogar einen praktischen Tipp: "Menschen, die viel Fernsehen gucken, könnten das schon schaffen, wenn sie sich in den Werbepausen bewegen."

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1. Optimale...
fatherted98 30.04.2014
...Entschuldigung für faule und träge Menschen sich so gut wie gar nicht zu bewegen...das alles ist genauso großer Mumpitz wie die Empfehlung Treppen zu laufen statt Aufzug zu fahren...als ob es das bringen würde...das streut den chronisch faulen und Übergewichtigen Sand in die Augen. Letztlich hilft nur weniger essen und MEHR bewegen...und zwar richtig viel mehr....da brauchts keinen Marathon und kein Fitness Studio...aber mit einmal aufstehen in der Werbepause und um den Tisch rumlaufen ist es nicht getan.
2. Wenn schon kleine Anstrengungen
TheBear 30.04.2014
Zitat von sysopCorbisBewegung hält fit und gesund - doch für viele Menschen ist das kein beliebtes Credo. Wie viel Aktivität muss wirklich sein? Für absolute Sportmuffel haben Mediziner jetzt gute Nachrichten. http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/fitness-und-gesundheit-jedes-bisschen-bewegung-nutzt-a-966578.html
Wenn schon kleine "Anstrengungen" was bringen, warum denn nicht einfach die Fernbedienungen verbieten: Schützt die Umwelt (Batterien, Rohstoffe), das Herz (weil man sich nicht mehr aufregen muss, wenn sie nicht funktioniert) und verhilft nun gar zur Fitness. Also, your turn, Krankenkassenlobby!
3. Augenwischerei
olatveiten 30.04.2014
Zitat von sysopCorbisBewegung hält fit und gesund - doch für viele Menschen ist das kein beliebtes Credo. Wie viel Aktivität muss wirklich sein? Für absolute Sportmuffel haben Mediziner jetzt gute Nachrichten. http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/fitness-und-gesundheit-jedes-bisschen-bewegung-nutzt-a-966578.html
Herausgefunden wurde offensichtlich, dass etwas Bewegung besser ist als gar keine Bewegung. Das ist auch nicht überrachschend. Es wird keine Aussage darüber getroffen, was optimal ist. Die Behauptung, dass diese Studie für Sportmuffel eine gute Nachricht wäre, ist Augenwischerei. Ein Aufstehen in den Werbepausen mag besser sein als Sitzenbleiben, aber ein aktives Leben kann so eine Pausenaktion nicht ersetzen.
4. in der Werbepause
helianthe 30.04.2014
aufzustehen ist sicher besser als nicht aufzustehen.Nur wenn man aufsteht,um an den Kühlschrank oder Chips und Schokolade zu holen,ist es besser sitzen zu bleiben...oder den Partner zu schicken ;-)
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Bleiben Sie in Bewegung
Verändern Sie regelmäßig die Sitzposition. Sie verhindern so, den Körper ständig in einer Haltung zu verspannen, was die Muskeln ermüdet. Kippen Sie das Becken vor und zurück, setzen Sie sich abwechselnd überwiegend auf die linke oder rechte Gesäßhälfte. Bewegen Sie auch den Oberkörper vor, zurück, links und rechts. Rutschen Sie mal nach vorne auf dem Stuhl, dann sitzen Sie wieder ganz hinten. Probieren Sie, mit der Hüfte zu kreisen.
Stellen Sie den Stuhl richtig ein
Arme und Beine sollten etwa im rechten Winkel geknickt sein, wenn Sie am Arbeitsplatz sitzen. Die Füße stehen fest auf dem Boden, die Arme können Sie locker auf den Tisch legen. Benutzen Sie die ganze Sitzfläche des Stuhls, achten Sie auch darauf, dass die Rückenlehne Ihren Rücken stützen kann. Sitzen Sie aufrecht, erstarren Sie aber nicht in Ihrer Sitzhaltung. Bewegung tut Ihren Bandscheiben gut. Die Arme dürfen Sie gerne auf den Armlehnen ablegen, um Schultern und Nacken zu entlasten. Die werden auch durch die Handballenablage vor der Computertastatur entlastet - alles was irgendwo aufliegt, müssen die Muskeln nicht den ganzen Tag halten.
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Wenn Sie Ihren Bürostuhl nicht auf sich einstellen können, er keine Bewegungen erlaubt, keine an Sie anpassbare Rückenlehne hat oder keine Armlehnen - dann brauchen Sie einen neuen Stuhl.
Stehen Sie auf!
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Vor dem Hinsetzen
Wenn Sie können, dann fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das geht natürlich schwer, wenn Sie morgens im Anzug oder Kostüm erscheinen müssen und es draußen regnet. Fahren Sie Auto, können Sie immer noch ein Stück entfernt parken und ein paar hundert Meter zu Fuß gehen. Wenn Sie nicht gerade im 13. Stock arbeiten, ist die Treppe eine gute Alternative zum Aufzug.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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