Stichproben in 13 Städten Tester finden gefährliche Keime in Grillfleisch

Grillfleisch kann sogenannte Krankenhauskeime enthalten. Das haben nach SPIEGEL-Informationen Stichproben in mehreren deutschen Städten ergeben. Die Bakterien können Infektionen auslösen, gegen die herkömmliche Antibiotika machtlos sind.

Bratwürste und Steaks: Grillfleisch kann Krankenhauskeime enthalten
DPA

Bratwürste und Steaks: Grillfleisch kann Krankenhauskeime enthalten


Hamburg - In abgepacktem mariniertem Grillfleisch finden sich bisweilen sogenannte MRSA-Keime, besser bekannt als Krankenhauskeime. Das haben nach SPIEGEL-Informationen Stichproben ergeben, die von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben wurden.

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Heft 33/2014
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Vor wenigen Wochen hatte die Partei in 13 Städten abgepacktes Grillfleisch einkaufen und untersuchen lassen. 14 Prozent aller Proben waren mit den gefährlichen Keimen befallen, die Wundinfektionen und Atemwegsentzündungen auslösen können. Die meisten der herkömmlichen Antibiotika sind dagegen machtlos.

Eingekauft wurde in allen gängigen Supermärkten und Discountern. Fündig wurden die Tester etwa bei Schweinenackensteaks in Pfeffermarinade oder marinierten Putenhacksteaks.

Die Stichprobe der Grünen-Untersuchung ist sehr klein, und nicht alle Keime sind zwangsläufig lebensbedrohlich. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen sieht in den Testergebnissen dennoch einen Hinweis auf eine wachsende Gefahr.

"Die verschiedenen Keimresistenzen sind eine tickende Zeitbombe", sagt Friedrich Ostendorff. Er kritisiert, dass die Bundesregierung keine entscheidenden Maßnahmen ergreift, den Missbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung zu stoppen.

Ende Mai hatten die Grünen bereits in mehreren Wurstprodukten problematische Keime gefunden. In zehn von 63 Wurstproben seien ESBL-Keime nachgewiesen worden, die ebenfalls gegen gängige Antibiotika resistent sein können.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 165 Beiträge
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Augustusrex 10.08.2014
1. nun gut
Wieso kauft eigentlich noch immer dieses abgepackte marinierte Fleisch? Es gab doch jede Menge Berichte darüber, was da zumindest manchmal verwendet wird. Und etwas Fleisch selbst zu marinieren ist wirklich kein Kunststück. Andererseits: Werden diese Keime beim Grillen nicht abgetötet?
kyu 10.08.2014
2.
...und kein Wort dazu, ob diese Keime nach dem Grillen oder Braten überhaupt noch am Leben sind...
kuddemuddel 10.08.2014
3. Dieser Wahnsinn ...
... mit dem riesigen Antibiotikaeinsatz in den Mastställen muss endlich aufhören. Massentierhaltung, die nicht ohne massenhaften Einsatz von Medikamenten auskommt, muss verboten werden.
Eva K. 10.08.2014
4. Wahrscheinlich ist der Bote ist schuld
Ein Aufschrei geht durch die Nation: Deutsche, die Grünen wollen euch durch heraufbeschworene Bakterieninfektionen Fleisch und Wurst madig machen, den Grillsport verderben und euch zwangsweise zu Vegetariern machen. Alternativ könnte man sich zum Grillvergnügen die Mühe machen, frisches Fleisch vernünftiger Qualität zu kaufen und selbst zu marinieren. Dieses vorgefertigte Convenience-Grillzeugs würde ich schon deshalb nicht kaufen, weil da zwar kein minderwertiges Fleisch verwendet wird, aber auch keine hochwertigen Stücke. Die Würzung besteht zudem vorzugsweise aus Salz, was die Sache nicht besser macht.
Slark2003 10.08.2014
5. Gammelfleisch
Ist doch ein uralter Trick: Altes oder gammeliges Fleisch in einem mit Fantasienamen versehenem Gemisch aus billigsten Zutaten zu "marinieren" und an den Verbraucher zu verhökern. Der sieht und schmeckt den Gammel nicht. Da die Kühltheken voll von diesem Zeug sind gibt es offensichtlich auch jede Menge Leute die sich diesen Mist schmecken lassen. Guten Appetit!
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