Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Stichproben in 13 Städten: Tester finden gefährliche Keime in Grillfleisch

Bratwürste und Steaks: Grillfleisch kann Krankenhauskeime enthalten Zur Großansicht
DPA

Bratwürste und Steaks: Grillfleisch kann Krankenhauskeime enthalten

Grillfleisch kann sogenannte Krankenhauskeime enthalten. Das haben nach SPIEGEL-Informationen Stichproben in mehreren deutschen Städten ergeben. Die Bakterien können Infektionen auslösen, gegen die herkömmliche Antibiotika machtlos sind.

Hamburg - In abgepacktem mariniertem Grillfleisch finden sich bisweilen sogenannte MRSA-Keime, besser bekannt als Krankenhauskeime. Das haben nach SPIEGEL-Informationen Stichproben ergeben, die von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben wurden.

Vor wenigen Wochen hatte die Partei in 13 Städten abgepacktes Grillfleisch einkaufen und untersuchen lassen. 14 Prozent aller Proben waren mit den gefährlichen Keimen befallen, die Wundinfektionen und Atemwegsentzündungen auslösen können. Die meisten der herkömmlichen Antibiotika sind dagegen machtlos.

Eingekauft wurde in allen gängigen Supermärkten und Discountern. Fündig wurden die Tester etwa bei Schweinenackensteaks in Pfeffermarinade oder marinierten Putenhacksteaks.

Die Stichprobe der Grünen-Untersuchung ist sehr klein, und nicht alle Keime sind zwangsläufig lebensbedrohlich. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen sieht in den Testergebnissen dennoch einen Hinweis auf eine wachsende Gefahr.

"Die verschiedenen Keimresistenzen sind eine tickende Zeitbombe", sagt Friedrich Ostendorff. Er kritisiert, dass die Bundesregierung keine entscheidenden Maßnahmen ergreift, den Missbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung zu stoppen.

Ende Mai hatten die Grünen bereits in mehreren Wurstprodukten problematische Keime gefunden. In zehn von 63 Wurstproben seien ESBL-Keime nachgewiesen worden, die ebenfalls gegen gängige Antibiotika resistent sein können.

Die Meldung lesen Sie auch hier im neuen SPIEGEL.

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 165 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. nun gut
Augustusrex 10.08.2014
Wieso kauft eigentlich noch immer dieses abgepackte marinierte Fleisch? Es gab doch jede Menge Berichte darüber, was da zumindest manchmal verwendet wird. Und etwas Fleisch selbst zu marinieren ist wirklich kein Kunststück. Andererseits: Werden diese Keime beim Grillen nicht abgetötet?
2.
kyu 10.08.2014
...und kein Wort dazu, ob diese Keime nach dem Grillen oder Braten überhaupt noch am Leben sind...
3. Dieser Wahnsinn ...
kuddemuddel 10.08.2014
... mit dem riesigen Antibiotikaeinsatz in den Mastställen muss endlich aufhören. Massentierhaltung, die nicht ohne massenhaften Einsatz von Medikamenten auskommt, muss verboten werden.
4. Wahrscheinlich ist der Bote ist schuld
Eva K. 10.08.2014
Ein Aufschrei geht durch die Nation: Deutsche, die Grünen wollen euch durch heraufbeschworene Bakterieninfektionen Fleisch und Wurst madig machen, den Grillsport verderben und euch zwangsweise zu Vegetariern machen. Alternativ könnte man sich zum Grillvergnügen die Mühe machen, frisches Fleisch vernünftiger Qualität zu kaufen und selbst zu marinieren. Dieses vorgefertigte Convenience-Grillzeugs würde ich schon deshalb nicht kaufen, weil da zwar kein minderwertiges Fleisch verwendet wird, aber auch keine hochwertigen Stücke. Die Würzung besteht zudem vorzugsweise aus Salz, was die Sache nicht besser macht.
5. Gammelfleisch
Slark2003 10.08.2014
Ist doch ein uralter Trick: Altes oder gammeliges Fleisch in einem mit Fantasienamen versehenem Gemisch aus billigsten Zutaten zu "marinieren" und an den Verbraucher zu verhökern. Der sieht und schmeckt den Gammel nicht. Da die Kühltheken voll von diesem Zeug sind gibt es offensichtlich auch jede Menge Leute die sich diesen Mist schmecken lassen. Guten Appetit!
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Gesundheit auf Twitter

Über diesen Account erreichen Sie das Ressort und verpassen keinen Artikel: