James Bond Geliebte gefährden Gesundheit von 007

James Bond hat das Rauchen vor vielen Jahren aufgegeben, trotzdem machen sich Forscher Sorgen um seine Gesundheit. Vor allem die Rauchgewohnheiten seiner Liebhaberinnen sind ein Problem.

Sean Connery als rauchender James Bond in Goldfinger (1964)
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Sean Connery als rauchender James Bond in Goldfinger (1964)


Seine Geheimaufträge sind dagegen nur ein kleines Sicherheitsrisiko. James Bond lebt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen als Passivraucher und passionierter Trinkergefährlich. Zu viel Zigarettenqualm und Alkohol könnten seiner Fitness schaden, berichten Forscher.

Zwar habe der Agent seiner Majestät offenbar bereits vor 14 Jahren das Rauchen aufgegeben, doch sei er in seinen Filmabenteuern weiterhin überall vom Qualm umgeben, schreiben die Wissenschaftler Nick Wilson und Anne Tucker von der Universität Otago im neuseeländischen Wellington im Magazin "Tobacco Control".

Größte Gefahr: Die Zigarette danach

Die beiden Experten für öffentliches Gesundheitswesen untersuchten 24 James-Bond-Streifen auf den dort zur Schau gestellten Tabakkonsum hin. Die Qualmerei in den Filmen sei ein Problem, stellten die Wissenschaftler fest, weil diese so populär seien und damit dem Rauchen Vorschub leisten könnten.

Noch in den Sechzigerjahren griff Bond in fünf von sechs Filmen selbst zum Glimmstängel. Im Film "Stirb an einem anderen Tag" (2002) rauchte der Agent zwar seine letzte eigene Zigarette, muss seither jedoch weiter passiv viel inhalieren.

Besonders gefährlich sei dabei die "Zigarette danach", vor allem wenn der Aschenbecher auch noch auf der nackten Brust des Frauenschwarms abgestellt werde, schreiben Wilson und Tucker. So hätten allein im Film "Skyfall" (2012) sechs seiner Sexpartner geraucht. Zugegebenermaßen sei das Risiko aber nicht ganz so groß, da Bonds Amouren eher kurzlebiger Natur seien, räumen sie ein.

Daniel Craig trinkt als Bond besonders viel

Doch nicht nur das Rauchen könne Bonds Lebenserwartung und Fitness für seine aufreibenden Jobs stark mindern: Mit seiner Vorliebe für Martinis und andere alkoholische Getränke sowie seinem riskanten Fahrstil gehört der Agent eindeutig zu einer Risikogruppe, sind sich Experten einig.

Nach einer 2015 in "The Grocer" veröffentlichten Studie verkörpert der aktuelle Bond-Darsteller Daniel Craig den bislang trinkfreudigsten Agenten der weltberühmten Reihe, die Klassiker wie "Goldfinger" (1964), "Der Hauch des Todes" (1987) oder "Diamantenfieber" (1971) umfasst. Er kommt demnach auf durchschnittlich 20 Drinks pro Film seit seinem Debüt in "Casino Royale" (2006). Vorgänger Pierce Brosnan schenkte sich rund zwölfmal pro Film ein, Sean Connery elfmal, während Timothy Dalton sich "nur" fünf Gläschen genehmigte.

jme/AFP



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