Keine Chance für Keime So sortieren Sie Ihren Kühlschrank richtig

Eier ganz oben, Fleisch unten - beim Einräumen des Kühlschranks gibt es einiges zu beachten. Wird er falsch gefüllt oder zu wenig gesäubert, bilden sich leicht Keime. So machen Sie es richtig.

Schön sortiert - aber auch sinnvoll?
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Schön sortiert - aber auch sinnvoll?


Verschimmelte Gurke, ranzige Butter, weiße Beläge auf dem Käse? Vielleicht haben Sie da etwas nicht ganz richtig gemacht, als Sie Ihren Kühlschrank gefüllt haben. Dass leicht verderbliche Lebensmittel wie Milch, Fisch, Fleisch oder Wurstwaren nach dem Einkauf möglichst schnell gekühlt werden sollten, ist klar. Sie wollen ja keine Lebensmittelvergiftung. Aber wohin genau packt man was? Bei welchen Temperaturen? Und was gehört sicher nicht in die Kühlung?

Die optimale Kühlschranktemperatur liegt bei vier bis acht Grad Celsius. "Weil warme Luft aufsteigt und kalte Luft sinkt, ist es oben immer etwas wärmer als im unteren Bereich", erklärt Ute Gomm vom aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

  • "Wer Lebensmittel im Kühlschrank richtig einräumt, der packt auf die oberste Ablage deshalb Produkte wie Marmelade und Soßen", sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED).
  • Auf das zweite Kühlregal von oben gehören Milchprodukte wie Joghurt und Quark, aufs dritte von oben fertige Speisen.
  • Im unteren Bereich des Kühlschranks sollten Nahrungsmittel wie Wurst, Fleisch und Fisch aufbewahrt werden.
  • Ganz unten ist das Fach für Obst und Gemüse. Dort gehören fast alle Obst- und Gemüsesorten hinein, erklärt Gomm. Mit einigen Ausnahmen allerdings: Südfrüchte wie Bananen, Kartoffeln und Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken oder Paprika gehören nicht in den Kühlschrank. Unter den Obstarten eignen sich für die Kühlschranklagerung: Aprikosen, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen und Trauben. Und an Gemüse: Artischocke, Blattgemüse, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Endivien, Erbsen, Gewürzkräuter (aber kein Basilikum), Lauchzwiebeln, Kohl, Lauch, Möhren, Pilze, Radieschen, Rettich, Rote Beete, Salat, Sellerie, Spargel, Spinat und Süßmais.
  • In die Ablagen an der Kühlschranktür gehören ganz oben Eier und Butter und zum Beispiel Suppenwürfel, in die mittleren Fächer Hefe, angebrochene Tuben Senf oder Gläser mit Meerrettich oder Tomatenmark. Unten in der Kühlschranktür stehen Getränke.

Gut verpackt

"Eine gute Orientierung, was überhaupt im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte, bietet der Supermarkt", sagt Morlo. Nahezu alles, was dort gekühlt verkauft wird, sollte zu Hause auch im Kühlschrank gelagert werden. Oft gibt es auch einen Hinweis auf der Verpackung: "Nach dem Öffnen gekühlt lagern."

Längst nicht für alles ist der Kühlschrank aber der richtige Aufbewahrungsort. Kaffee etwa sollte dort nicht gelagert werden. "Es reicht, Kaffee an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufzubewahren", sagt Morlo.

Grundsätzlich sollte man alle Lebensmittel, die im Kühlschrank gelagert werden, gut verpacken. Dadurch werden sie vor Austrocknung und Geschmacksveränderungen geschützt. "Die Verpackung verhindert auch, dass sich im Kühlschrank Keime ausbreiten", sagt Gomm. Beim Abdecken von offenen Speisen muss nicht unbedingt Klarsicht- oder Alufolie zum Einsatz kommen. In einer mit einem Teller abgedeckten Schüssel sind sie genauso gut aufgehoben.

Prinzipiell sollte der Kühlschrank nicht zu voll gepackt werden. "Die Luft im Kühlschrank muss zirkulieren können", sagt Morlo. Um Lebensmittelinfektionen zu vermeiden, sollte vor allem im Sommer leicht verderbliche Nahrung nur in kleinen Mengen eingekauft, in Kühlboxen nach Hause gebracht und dort rasch in den Kühlschrank gestellt werden, empfiehlt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Mit Essig reinigen

Besonders häufig mit Keimen belastet sind Gahl zufolge rohe tierische Lebensmittel wie Fleisch und Geflügel, Fisch und Meerestiere, Milch oder Milchprodukte und mit rohem Ei zubereitete Speisen. Durch unzureichende Kühlung oder mangelnde Hygiene ziehen sich Menschen Gahl zufolge immer wieder Lebensmittelinfektionen zu.

Sie rät auch, tiefgekühltes Geflügel und Fleisch im Kühlschrank aufzutauen. Das Tauwasser fängt man in einem Gefäß auf, schüttet es anschließend in den Ausguss und spült mit heißem Wasser nach. Wichtig ist auch, den Kühlschrank regelmäßig zu reinigen. "Etwa alle vier Wochen sollten die Ablagen und Fächer mit warmem Wasser, etwas mildem Allzweckreiniger und einem Tuch gesäubert werden", erklärt Gomm.

"Regelmäßig sollte auch das Gemüsefach geleert und ausgewaschen werden", betont Morlo. Ist es dort einmal zur Schimmelbildung gekommen, sollte nach der gründlichen Reinigung mit etwas Essig zusätzlich ausgeputzt werden. "Verschüttetes und Verkrustungen sind ein guter Nährboden für Keime und Schimmelpilze", sagt Morlo.

insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
orthonormalbürger 26.01.2017
1. Sicherlich
ganz gute Tipps, trotzdem ein Fehler. Pilze sind kein Gemüse. Sondern neben Bakterien, Lebewesen, Pflanzen eine eigene Kategorie und daher sicher kein Gemüse ;)
Tante_Frieda 26.01.2017
2. Gut,aber...
Sicher für viele ein nützlicher Artikel.Dass allerdings Suppenwürfel in den Kühlschrank gehören,ist mir neu.Irgendwie macht das wenig Sinn,bestehen sie doch zum größten Teil aus Salz,das als natürliches Konservierungsmittel wirkt.
kustgran 26.01.2017
3. Eier ganz oben?
Eier müssen überhaupt nicht in den Kühlschrank. Sie stehen ja auch im Supermarkt oder Wochenmarkt nicht in der Kühlung.
der_Pixelschubser 26.01.2017
4. Eier im Kühlschrank?
Eier im Kühlschrank sind reine Energieverschwendung. Den Platz kann man für andere Sachen sinnvoller verwenden. Eier passen prima in ein kleines dekoratives Eierschränkchen auf der Arbeitsplatte. Ungekühlte Eier halten sich genauso lange wie gekühlte – also raus damit!
phoenix68 26.01.2017
5. Wichtigstes Utensil
fuer das Auffuellen des Kuehlschranks ist ein dicker Filzstift, mit dem man das Verfallsdatum auf die Packung schreibt. Hiermit hat man einen schnellen Ueberblick; sehr hilfreich.
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