Lebensmittel: Ministerium plant weniger Ölreste in Verpackungen

Kunde im Supermarkt: Mineralölrückstände können sich in Recyclingverpackungen versteckenZur Großansicht
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Kunde im Supermarkt: Mineralölrückstände können sich in Recyclingverpackungen verstecken

Mineralölreste in Adventskalender? Der Schreck war groß, als die Stiftung Warentest genau das vor wenigen Tagen meldete. Die Hersteller wehren sich, die Ölrückstände seien allgegenwärtig. Doch jetzt plant das Verbraucherschutzministerium strengere Vorschriften.

Berlin - Seit Wochen liegen schokoladengefüllte Adventskalender in deutschen Supermärkten aus. Die Meldung der Stiftung Warentest am Montag irritierte die Verbraucher: In 24 Adventskalendern hatten die Prüfer Mineralölrückstände entdeckt und warnten vor möglichen Gesundheitsschäden.

Zwar verteidigten die Kalenderhersteller sich umgehend, die Mineralölbestandteile seien in der Umwelt allgegenwärtig und eine Gesundheitsgefahr sei "nicht einmal ansatzweise nachgewiesen".

Doch jetzt zieht das Bundesverbraucherschutzministerium Konsequenzen aus dem Adventskalender-Desaster: Die Mineralölrückstände sollen raus aus Recyclingverpackungen für Lebensmittel.

Das Ministerium erklärte am Donnerstag , Untersuchungsergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung und ein eigenes Forschungsprojekt hätten ergeben, dass in Recyclingkarton Rückstände mineralölhaltiger Farben enthalten sein könnten. Deshalb soll es jetzt Höchstmengen für diese Rückstände geben, um die Verbraucher vor Gesundheitsgefahren zu schützen.

Ölhaltige Druckfarben sollen für Lebensmittelverpackungen außerdem verboten werden, teilte das Ministerium mit. Zwei Verordnungen sollen so bald wie möglich umgesetzt werden.

Eine amtliche Nachweismethode fehlt noch

Ein Haken ist allerdings, dass es noch keine amtliche Nachweismethode für die Mineralölrückstände gibt. Die soll das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erarbeiten.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte die Überwachungsbehörden auf, nicht auf kommende Grenzwerte zu warten. Von Herstellern, die Recyclingkartons verwenden, müssten Nachweise über die Unbedenklichkeit der Verpackungen verlangt werden. Werde dies nicht belegt, müsse die Ware aus den Läden geräumt werden.

Das Verbraucherschutzministerium wies darauf hin, die Stiftung Warentest-Untersuchung habe gezeigt, dass nicht in allen aus Recyclingpapier gefertigten Adventskalendern Mineralölrückstände auftauchten. Demnach sei es möglich, Ölreste in der Schokolade zu verhindern - und das sei auch die gesetzliche Pflicht der Hersteller. Denn unabhängig von gesetzlichen Regelungen dürften die Lebensmittelproduzenten nur sichere Produkte verkaufen.

In der Vergangenheit hatte es mehrere Gespräche zwischen Ministerium und Herstellern gegeben, wie die Mineralölrückstände reduziert werden könnten. Freiwillige Maßnahmen alleine würden allerdings nicht zum Ziel führen, teilt das Verbraucherschutzministerium mit, weshalb jetzt die Verordnungen kommen sollen.

dba/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
HansD 29.11.2012
einfach mit weniger Verpackung?
einfach mit weniger Verpackung?
Privatier 29.11.2012
So würde die Belastung von Recyclepapier bereits an der Quelle bekämpft, anstatt zu versuchen, die Verunreinigung mit aufwändigen Prozeßschritten im Zuge der Wiederverwendung zu "reparieren". Darüber hinaus [...]
Zitat von sysopMineralölreste in Adventskalender? Der Schreck war groß, als die Stiftung Warentest genau das vor wenigen Tagen meldete. Die Hersteller wehren sich, die Ölrückstände seien allgegenwärtig. Doch jetzt plant das Verbraucherschutzministerium strengere Vorschriften. Lebensmittel: Ministerium will weniger Öl-Rückstände in Verpackungen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/lebensmittel-ministerium-will-weniger-oel-rueckstaende-in-verpackungen-a-870079.html)
So würde die Belastung von Recyclepapier bereits an der Quelle bekämpft, anstatt zu versuchen, die Verunreinigung mit aufwändigen Prozeßschritten im Zuge der Wiederverwendung zu "reparieren". Darüber hinaus könnten Kinder dann bedenklos das ganz Jahr über am so immer noch bunt aber endlich sauber bedruckten "Blätterwald" lecken und lutschen, ohne Opfer ähnlicher Schadstoffkonzentrationen wie in den Adventskalendern zu werden. MfG
wie wäre es, wenn die Bundesregierung Adventskalender ohne Reste von Mineraöl planen würde?
wie wäre es, wenn die Bundesregierung Adventskalender ohne Reste von Mineraöl planen würde?
derletztdemokrat 29.11.2012
Einfach gar keine Polit-Parasiten mehr, das wärs. Wenn die Aigner es gewusst hat, schlimm. Wenn die Aigner es nicht gewusst hat, auch schlimm. Für was also braucht Deutschland diese Zecken?
Zitat von HansDeinfach mit weniger Verpackung?
Einfach gar keine Polit-Parasiten mehr, das wärs. Wenn die Aigner es gewusst hat, schlimm. Wenn die Aigner es nicht gewusst hat, auch schlimm. Für was also braucht Deutschland diese Zecken?
willi2007 30.11.2012
sollten auf Lebensmittelverpackungen nicht verwendet werden. Es wird ja wohl Möglichkeiten geben, Farben und Lacke auch ohne Mineralöl herzustellen. Sie sind dann vielleicht nicht so glänzend aber "blenden" den [...]
sollten auf Lebensmittelverpackungen nicht verwendet werden. Es wird ja wohl Möglichkeiten geben, Farben und Lacke auch ohne Mineralöl herzustellen. Sie sind dann vielleicht nicht so glänzend aber "blenden" den Verbraucher auch nicht so sehr.
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  • Donnerstag, 29.11.2012 – 19:04 Uhr
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