Hocheffektives Training: Beim Crossfit gibt es keine halben Sachen

Sie wollen 2013 noch sportlicher werden? Probieren Sie es mit Crossfit! Die Mischung aus Turnen, Gewichtheben und Kondition ist nichts für Weicheier - man kommt schnell an seine Grenzen. Dabei ist das Konzept simpel: Wenige Übungen in kurzer Zeit genügen, um seinen Körper effektiv zu stählen.

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Was ist Crossfit?

Crossfit ist ein hoch effizientes Training für den ganzen Körper, eine Mischung aus Gewichtheben, Turnen und Ausdauerdisziplinen. Das Training, vergleichbar mit dem Fitness-Drill in der Armee, ist meist kurz, dafür aber sehr intensiv. In den USA boomt der Sport, der mittlerweile zu einer regelrechten Bewegung geworden ist. Mittlerweile gibt es sogar Crossfit Games, bei denen die Athleten gegeneinander antreten.

Wie funktioniert das?

Crossfit funktioniert am besten in einer Gruppe und unter fachgemäßer Anleitung. Im Mittelpunkt des Trainings steht das Workout of the Day (WOD). Die Gruppe erhält eine Trainingsaufgabe, die täglich variiert und an den individuellen Fitnesstand angepasst ist. Die WODs tragen verführerische Namen wie Annie, Cindy oder Helen. Davon darf man sich aber nicht verleiten lassen. Diese Damen sind fies. Die Übungen sprechen gleichzeitig Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Flexibilität an und werden in Runden, auf Zeit oder in Intervallen ausgeführt. Eine der meistgehassten Übung ist der Burpee. Was nach Rülpser klingt, ist eine knallharte Soldatenübung (Beschreibung weiter unten).

Warum sollte ich das machen?

Wenn man sich aktive Crossfitter ansieht, sieht man, dass das Training effektiv ist. Crossfitter gehören wohl zu den durchtrainiertesten und bestaussehendsten Athleten der Welt. Ein Ziel vieler Sportler ist tatsächlich: "To Look better naked". Man sieht nackt einfach besser aus, wenn man Crossfit betreibt. Aber auch sportwissenschaftlich macht das allumfassende Training Sinn. Denn hier werden Muskelgruppen nicht isoliert oder einseitig beansprucht. Dysbalancen können somit nicht auftreten. Außerdem macht es einfach Spaß, sich gemeinsam zu verausgaben. Ein weiterer Vorteil: Die Ergebnisse sind schnell sichtbar, der Körper nimmt athletischere Formen an. Und das Training dauert meist nicht länger als eine halbe Stunde.

Kann das jeder?

Jeder der Übungen ist skalierbar. Eine gewisse Sporttauglichkeit ist aber Voraussetzung. Beim Crossfit gibt es keine halbe Sachen. Entweder voll oder gar nicht. "Man darf keine Angst vor Schweiß und Anstrengung haben", sagt Leo Löhr, der in Berlin das Crossfit-Studio myleo betreibt. "Man muss bereit sein, an seine Grenze zu gehen und für Erfolg zu kämpfen."

Risiken und Nebenwirkungen?

Gerade zu Beginn ist es wichtig, dass die Übungen sachgemäß ausgeführt werden, daher sollte man sich unter fachliche Anleitung eines ausgebildeten Coaches begeben. "Durch die hohe Intensität ermüden die Muskeln schnell. Das wiederum führt zu schlechten Ausführungen und zu einer erhöhten Verletzungsgefahr", sagt Crossfit-Trainer Löhr. Daher laute der Grundsatz: erst Technik, dann Konsistenz, dann Intensität. Da es beim Crossfit darum geht, am Leistungslimit zu trainieren, besteht die Gefahr, dass Anfänger sich zu viel zumuten und die Regenerationszeit zu kurz kommt. Noch eine Nebenwirkung: "Crossfit macht süchtig", behauptet Löhr.

Die härteste Übung?

Muscle Ups: Nach dem Klimmzug weiter hochziehen, bis sich der Oberkörper oberhalb der Stange befindet. Klassische Turnübung.

Snatch: Gewichtheberübung. Langhantel wird mit beiden Händen vom Boden aufgehoben und über den Kopf geführt, kurz gehalten und dann wieder abgelegt

Burpees: vom Stand in die Knie, dann in den Liegestützposition springen, Liegestütze, wieder zurück in die Hocke und in den Stand.

Was kostet das?

Eine Mitgliedschaft in einem Crossfit-Studio kostet rund 100 Euro pro Monat.

Peinlichkeitsfaktor?

"Solange man sich anstrengt und an seine Grenzen geht, gibt keiner ein schlechtes Bild ab", behauptet Löhr. Das sehen Anfänger sicher anders. Da es aber zunächst um die korrekte Ausführung der Technik geht, werden Fehler gleich zu Beginn ausgemerzt. Peinlich wird's, wenn jemand betrügt oder seine eigenen Fähigkeiten überbewertet und zum Beispiel mehr Gewicht nimmt, als er technisch sauber bewältigen kann.

Morgen stellt Achim Achilles den letzten Trend vor: Kraft tanken und entspannen mit Qi Gong

Bereits erschienen:

Cyclocross:Wenn Biker sich im Dreck suhlen

Boxen:Das perfekte Ganzkörpertraining

Kondition und Koordination: Der harte Rocky-Zirkel

Kraulenstatt Brust: Achim schwimmt den Entenfuß

Berglauf: Harte Hügel gibt es auch in Berlin

Text von Frank Joung

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insgesamt 31 Beiträge
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1. Wieder einmal so eine Fitnessneuheit
ronald1952 02.01.2013
Zitat von sysopIhr guter Vorsatz für 2013 ist mehr Sport? Doch Laufen im Park finden Sie langweilig? Hier finden Sie siebe
und natürlich aus den USA wo jeder Blödsinn herkommt. Und wieder werden Millionen mit der Dummheit derer verdiehnt, die da mitmachen um Fit und in zu sein. Fakt aber ist, wer Fit sein will oder Fett abbauen der muss sich eines vergegenwärtigen, daß ganze Funktioniert nach althergebrachtem Muster. Viel Bewegung, frische Luft, nicht Rauchen und nicht Trinken und zusätzliches Muskeltraining unter Anleitung eines Fachmannes oder Fachfrau die das Beherschen und vernünftige Ernährung. Das bedeutet aber auch sehr viel Arbeit und Schweiß, manchmal auch Schmerz und Selbstdisziplin Aber nur so Funktioniert das ganze und besonderst viel Geld muss man dafür auch nicht ausgeben! Warum, ist ja auch kein Trend sondern Arbeit. schönen Tag noch,
2. traurig
tzadik 02.01.2013
Der Text ist leider derart mies, dass nicht einmal die drei Grund Übungen richtig beschriebenen werden. Ein ?muscle up" ist ein Klimmzug in den stützhang, ausgeführt an der strange oder -üblicher-an den ringen Ein ?snatch" ist nichts anderes als der englische begriff für die olympische Gewichtheber Übung ?reissen? Und ein ?burpee" ist ein ?Streck-hock-Sprung ?, wie schon turnvater jahn ihn kannte. Die krude Beschreibung im Artikel ist sinnlos, falsch. Wenn über eine Sportart berichtet wird, wäre es wünschenswert, der Autor setzte sich zumindest oberflächlich damit auseinander. Ich würde gerne ein Video zum burpee nach der im Text gegebenen Beschreibung sehen
3. Das ist doch alt
smithyk 02.01.2013
Gab es schon in den 1970gern. Militärische Übungen und brüllende Instruktoren - wer beim Sport Soldatenübungen und einen brüllenden "Führer" braucht - bitteschön!
4. Wenn's schee macht
ofelas 02.01.2013
Zitat von smithykGab es schon in den 1970gern. Militärische Übungen und brüllende Instruktoren - wer beim Sport Soldatenübungen und einen brüllenden "Führer" braucht - bitteschön!
Noch authentischer: Military Exercise & Fitness Training Programme | British Military Fitness (http://www.britmilfit.com/)
5.
Lexington67 02.01.2013
Zitat von ronald1952und natürlich aus den USA wo jeder Blödsinn herkommt. Und wieder werden Millionen mit der Dummheit derer verdiehnt, die da mitmachen um Fit und in zu sein. Fakt aber ist, wer Fit sein will oder Fett abbauen der muss sich eines vergegenwärtigen, daß ganze Funktioniert nach althergebrachtem Muster. Viel Bewegung, frische Luft, nicht Rauchen und nicht Trinken und zusätzliches Muskeltraining unter Anleitung eines Fachmannes oder Fachfrau die das Beherschen und vernünftige Ernährung. Das bedeutet aber auch sehr viel Arbeit und Schweiß, manchmal auch Schmerz und Selbstdisziplin Aber nur so Funktioniert das ganze und besonderst viel Geld muss man dafür auch nicht ausgeben! Warum, ist ja auch kein Trend sondern Arbeit. schönen Tag noch,
Fakt ist, das Leute die mit "Fakt ist..." ihre Argumentation beginnen meist nur über gefährliches Halbwissen verfügen und sich den seriösen Anschein eines Experten geben wollen.
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ZUR PERSON
  • Beatrice Behrens
    Achim Achilles

    Jahrgang 1964. Lebt verheiratet mit einer verständnisvollen Frau in Berlin, läuft aber überall, wo es wehtut. Motto des Wunderathleten und Kolumnisten: "Qualität kommt von Qual." Dabei ist es dem Vater eines lauffaulen Jungen egal, dass er trotz intensiven Trainings kaum von der Stelle kommt. Für ihn ist der Weg das Ziel. Seine Lieblingsfeinde auf dem Weg zum Ziel sind Walker und andere Pseudosportler.