CDU-Generalsekretär Peter Tauber "Ohne Laufen würde ich schneller die Contenance verlieren"

Sportliche Ziele? Größte Niederlage? Und was ist mit dem Belohnungsbier nach dem Laufen? Achim Achilles stellt 42,195 Fragen an den Generalsekretär der CDU, Peter Tauber.

Jogger im Berliner Tiergarten: "Für 9,9 Kilometer gehe ich nicht aus'm Haus"
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Jogger im Berliner Tiergarten: "Für 9,9 Kilometer gehe ich nicht aus'm Haus"


Zur Person
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    Peter Tauber, Jahrgang 1974, ist seit Dezember 2013 Generalsekretär der CDU. Er sitzt seit 2009 für den Wahlkreis Hanau im Bundestag.
Startzone. Dienstagmorgen, 6.59 Uhr, Berlin. Peter Tauber tritt in Neongelb aus dem Konrad-Adenauer-Haus, das Handy mit Lauf-App im Oberarmhalfter. Lächeln mit kleinen Augen. Er hat schon am Schreibtisch gesessen: Presselage, E-Mails, Partei bei Laune halten.

Als Generalsekretär muss Tauber der CDU erklären, was die Vorsitzende Merkel will. Seine Vorgänger - überwiegend Nicht-Läufer. Ein Gespräch über Fitness und Cola-Bier, Helene Fischer und die Fleischerinnung.

Frage 1: Oha, mit Neonshirt in der CDU- Zentrale - wenn das die Chefin sieht.

Tauber: Ach was. Wir sind ein sportlicher Laden. Es gibt Duschen im Haus, Trainer, die zur Rückenschule der Mitarbeiter kommen, und eine Laufgruppe. Leute, die mal aus ihrer Rolle als Anzug- und Würdenträger herauskommen und durch den Tiergarten rennen, reden danach ganz anders miteinander. Laufen hat was Verbindendes, auch in einer Partei.

Frage 2: Sie klingen ja zarter als Anton Hofreiter - klarer Verfall der Sitten. Als CDU-Generalsekretär sollen Sie den politischen Gegner niedermachen und nicht einen Streichelzoo anführen. Liebster Sportheld?

Tauber: Natürlich Harald Schmid, einer der Besten aller Zeiten über 400 Meter Hürden. Als Gelnhäuser muss man das sagen. Michael Groß fand ich früher toll, und Boris Becker.

Frage 3: In welcher Disziplin wären Sie am ehesten Sportprofi geworden?

Tauber: Tennis ging ganz gut, Schwimmen wie ein Stein, Tauchen wie ein Korken und Fußball war auch etwas schwierig. Mein Vater sagt, es sei kein Spaß gewesen, mit zu den Spielen zu gehen. Er war wohl ehrgeiziger als ich. Im Gegensatz zu mir hat er auch mal einen Platzverweis kassiert: als Zuschauer.

Frage 4: Lieblingsklamotten?

Tauber: Nike. Aber ich habe auch andere Laufschuhmarken, bestimmt zehn Paar.

Frage 5: Mannmannmann. Ihr Laden heißt Christliche Demokratische Union Deutschlands. Da müssten Sie doch in Herzogenauracher Ware laufen.

Tauber: Privat trage ich Adidas-Sneaker, das ist wahrer transatlantischer Geist...

...das ist so, als ob ich privat Cola trinke und dienstlich Pepsi...

Tauber: ...dienstlich trinke ich nur Wasser, deutsches natürlich. Ich bin auf Nike gekommen, weil die schon 2008 eine App angeboten haben. Und Wechseln geht nicht, dann sind die aufgezeichneten Läufe weg, und die Statistik ist ruiniert.

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Frage 6: Zahlen-Erotiker?

Tauber: Das haben wir Läufer ja wohl fast alle gemeinsam.

Frage 7: Erwischt. Wie äußert sich der Wahn?

Tauber: Wenn ich 9,9 km auf der Uhr habe, dann wetze ich noch mal um die Ecke. Zweistellig muss es schon sein: Für 9,9 gehe ich nicht aus'm Haus. Ich lasse mich von der Technik gern verführen, weil das Aufzeichnen suggeriert, man hätte Macht über sein Leben und Ordnung und Fleiß und Disziplin. Kontrolle halt. Natürlich gucke ich, wie viele Kilometer es im Vergleichsmonat vom Vorjahr waren. Dieser statistische Kram gefällt mir.

Frage 8: Ein Motivationstrick, der immer funktioniert?

Tauber: Verabreden. Dann kann man nicht absagen.

Frage 9: Da kennen Sie meinen Laufkumpel Thorsten aber nicht. Sollen wir unterwegs ein paar Liegestütze machen?

Tauber: Bloß nicht. Ich weiß, dass man Kraftübungen hin und wieder einstreuen sollte. Aber komischerweise vergesse ich das immer. Meine zehn Kilometer unter der Woche reichen mir, am Wochenende dann gern auch länger. Ich fühle mich fit damit, habe keine Beschwerden. Warum sollte ich was ändern?

Frage 10: Ihr Vorgänger Heiner Geißler war sportlich, und alle hielten ihn für verrückt. Joschka Fischer machte aus dem Laufen ein Heldenepos. Und Philipp Rösler war eine Lachnummer. Wie steht es aktuell um das Sozialprestige des laufenden Politikers?

Tauber: Fischer hat eine glaubwürdige Story geliefert, Rösler hat einfach nur Fitnessfotos veröffentlicht. Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich was im Umgang mit der Lauferei ändern muss, wenn ich Generalsekretär bin. Ich habe schon immer meine Läufe veröffentlicht. Aber mit dem Amt ist auch Zurückhaltung verbunden. Die Partei soll glänzen, nicht ich. Aber Laufen hat nichts mit politischer Arbeit zu tun, deswegen sehe ich nicht ein, warum ich was ändern soll. Prompt gab es Diskussionen. "Bild" fragte tatsächlich, wann einer noch arbeitet, der so viel rennt. Dabei läuft Chefredakteur Kai Diekmann auch fast jeden Tag.

Frage 11: In diesem Jahr haben Sie etwas über 1400 Kilometer bis Mitte Juli gemacht - macht locker vier 40-Stunden-Wochen. Und das von unseren Mitgliedsbeiträgen.

Tauber: Ich bin sicher, dass Sportler bestens in der Lage sind, effektiv, schnell und zielorientiert zu arbeiten. Sie kennen ihre Grenzen, gehen vielleicht auch mal früher ins Bett, achten auf ihren Körper. Ich bin wahrscheinlich an manchen Stellen auch mental belastbarer. Ohne Laufen würde ich viel schneller die Contenance verlieren.

Frage 12: Hat die Parteivorsitzende schon mal eine spöttische Bemerkung gemacht von wegen "Wo ist Tauber? Ach, der hechtet wahrscheinlich wieder durch den Tiergarten?"

Tauber: Die Parteivorsitzende registriert, dass ich gern laufe und dass mir das wichtig ist. Jeder hat ja so seins.

Frage 13: Wahrscheinlich rennen Sie nur deswegen so viel, weil Sie dann weniger mitbekommen, wer gerade wieder in den Netzwerken gegen Sie rumhasst. Trifft einen diese ewige Breitseite?

Tauber: Jeder Generalsekretär bekommt jeden Tag was auf die Jacke, manchmal auch unberechtigt. Bei mir geht's ja noch, aber was beispielsweise unser Finanzminister Wolfgang Schäuble ertragen musste nach der Griechenlandrettung in Brüssel, das war brutal. Einen gewissen Prozentsatz von zutiefst Empörten hat es immer gegeben. Durch die sozialen Netzwerke finden sie sich jetzt zusammen. Diese blinde Wut hat mit Diskurs in einer demokratischen Gesellschaft allerdings nicht mehr viel zu tun.

Frage 14: Schon mal angefeindet worden unterwegs?

Tauber: Ich werde nicht erkannt. Die Leute sind ja nicht nur auf meine markante Frisur fixiert, sondern erwarten zusätzlich noch Brille und Anzug.

Frage 15: Mal über Hochintensitätstraining nachgedacht? Dauert eine Viertelstunde und ist genauso intensiv.

Tauber: Denkfehler. Ich will gar nicht, dass es schnell vorbei ist. Ich brauche die ersten Kilometer, um überhaupt runterzukommen. Und dann: nachdenken, was verarbeiten, was abhaken, abschalten, rumspinnen. Da reicht eine Stunde kaum. Ich laufe auch gern mit alten Freunden zu Hause. Das ist wie Stammtisch. Da wird alles, aber auch alles durchgequatscht. Uns geht es nicht um Effektivität, sondern um gemeinsame Zeit.

Frage 16: Wie? Kein Trainingsplan?

Tauber: Nie gehabt. Ich habe mit der Lauferei während der Doktorarbeit angefangen, weil ich da einfach viel rumsaß. Reines Vernunftlaufen war das am Anfang.

Frage 17: Thema der Dissertation: "Vom Schützengraben auf den grünen Rasen: der Erste Weltkrieg und die Entwicklung des Sports in Deutschland". Klingt nach einer Biografie. Steht in Ihrer Doktorarbeit was drin, was unser Gespräch bereichern könnte?

Tauber: Gute Gelegenheit, einen Lesetipp loszuwerden. Sport ganz generell ist in der modernen Gesellschaft wichtig. Was damals Volksgesundheit hieß, kommt heute Neudeutsch mit Wellness und Work-Life-Balance daher. Wer sich für Geschichte und Sport interessiert, der wird beim Lesen sicherlich auf seine Kosten kommen. Und verstehen, wie der Fußball in Deutschland Volkssport Nr. 1 werden konnte.

Frage 18: Klingt irre spannend. Dann echte Politik im Bundestag. Kann man in Berlin von einer linearen parlamentarischen Verfettung sprechen?

Tauber: In meinem Fall sicher. In meiner ersten Legislaturperiode ab 2009 habe ich jedes Jahr zweieinhalb Kilo zugenommen. Das kann man hochskalieren...

...bis zu Altmaier und Gabriel...

Tauber: ...und am Ende hatte ich halt zehn Kilo mehr und hab gedacht: Nee, da fühlst du dich nicht so richtig wohl. Es ist fast unmöglich, sich im politischen Berlin dauerhaft vernünftig zu ernähren. Es gibt Sitzungen, in denen nichts vorangeht, da denkt man sich: Mein Gott, jetzt klauen die mir wieder Lebens- und Laufzeit. Kekse, Kuchen, Schokolade oder ein belegtes Brötchen sind da lebensrettende Maßnahmen. Und so stand ich vor der einfachen Frage: weniger essen oder mehr laufen?

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Frage 19: Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen dem Lebensstil der Politiker und dem überraschenden Tod von Philipp Mißfelder?

Tauber: Philipps Tod hat uns alle berührt und erschüttert, nicht nur CDU-Mitglieder. Eine Lungenembolie kann, soweit ich weiß, jeden Menschen plötzlich treffen. Dennoch haben sich in den Tagen danach sicher einige Kollegen vorgenommen, in Zukunft etwas mehr auf sich zu achten.

Frage 20: Die Kanzlerin ist als Sportlerin nicht legendär. Wie hält sich Angela Merkel fit?

Tauber: Ich gelte ja schon als gelegentlicher Vielarbeiter, aber mir ist absolut schleierhaft, wie man als Bundeskanzlerin - und das gilt jetzt nicht nur für Angela Merkel, sondern auch für ihre Vorgänger Gerhard Schröder und Helmut Kohl - mit so wenig Schlaf, so wenig Bewegung und so ungesunden Lebensgewohnheiten über Jahre traktiert wird und trotzdem pausenlos Höchstleistungen bringt. Diese Ausdauer muss so eine spezielle Mischung aus DNA und Endorphinen sein; lernen kann man das nicht.

Frage 21: Wie viel Schlaf brauchen Sie pro Nacht?

Tauber: Fünf Stunden sollten es sein. Und dann gern früh raus zum Laufen, dann hat man das Gesundheitsprogramm erledigt. Toll ist dieser Punkt, wenn Laufen nicht mehr anstrengt, sondern Kraft gibt. Dann duschen, ab in die Klamotten und los. Ich schätze dieses Gefühl: Mir geht's gut.

Frage 22: Seit wann ist Laufen quasi anstrengungslos?

Tauber: Mein Wendepunkt war der Brüder-Grimm-Lauf, der geht einmal quer durch meinen Wahlkreis, mit sehr vielen Engagierten und Ehrenamtlichen, 700 Teilnehmer, 82 Kilometer, fünf Etappen, in zwei Tagen...

...Hoppala - Respekt...

Tauber: ...15 Kilometer läufst du ja locker, aber dann nachmittags noch mal 17, und das zwei Tage hintereinander, mit dem Auftakt am Freitagabend, das haut schon rein. Und man bekommt einen Heidenrespekt vor Läufern wie Kalli, Mitte 70, der alle dreißig Läufe gefinisht hat. Ich hab's immerhin viermal geschafft, letzte Zeit war jetzt 7:11:33h, meine Bestzeit.

Frage 23: Schon mal ein Runners High erlebt?

Tauber: Ja, ganz krass. Bei einem Vorbereitungslauf für meinen ersten Marathon, da dachte ich bei Kilometer 25: "Geht ja irre locker hier, wir sind doch gerade erst los, da können wir doch noch mal so viel." Und ich wusste sofort: Das ist ja Wahnsinn, du wirst den Marathon schaffen! Irre, dieses naive, kindliche innere Grinsen, das kriegt man nicht aus dem Kopf und nicht aus dem Gesicht.

Frage 24: Und? Marathon wirklich geschafft?

Tauber: Ja, in Weiltal, lief gut. 4,12 Stunden, war ich sehr zufrieden. Es ging ja ums Ankommen. Zwischendurch waren wir mal ambitioniert, haben gedacht "Na, ne Zeit unter 4 würde gehen." Aber haben wir dann fallengelassen und gesagt: Wir rollen einfach durch, das reicht für heute.

Frage 25: Sportliche Ziele?

Tauber: Marathon in Reykjavik fände ich sehr schön. Aber erst mal Frankfurt-Marathon Ende Oktober...

...aber dann bitte unter vier Stunden...

... nee, mit Spaß ankommen. Druck habe ich in der Politik genug.

Frage 26: Größte Niederlage?

Tauber: Neulich Trainingslauf über den Südbahnradweg, alte Bahntrasse, vom Vogelsberg runter ins Kinzigtal, immer leicht bergab, da wollten wir 32 Kilometer an einem entspannten Sonntag machen und plötzlich, bei Kilometer 25, war's vorbei. Da ging nichts mehr...

..."isch over", wie Schäuble sagt...

...genau. Und dann habe ich da gestanden und dachte: Das ist doch jetzt nicht wahr, das ist doch eine Distanz, die du im Training schon neun Mal gelaufen bist, nur bergab, nur noch sieben Kilometer, aber es ging kein Schritt mehr. Da mussten wir uns abholen lassen.

Frage 27: Wie peinlich. Nicht mal mehr spazierengehen?

Tauber: Nichts, gar nichts mehr, ganz plötzlich. Keine Ahnung warum. Wir hatten alles dabei. Wasser, Banane, Traubenzucker. Es gibt keine Erklärung.

Frage 28: Was lernt man daraus?

Tauber: Noch mal machen.

Frage 29: Oder mal zum Kardiologen gehen. Der Körper will ja womöglich etwas mitteilen. Taucht der Begriff "Demut" auf?

Tauber: Auf jeden Fall. Und man erinnert sich an die Absprache mit den Lauffreunden: Sobald das Laufen zu einem zweiten Zwang neben der Arbeit wird, hören wir auf. Gefühlt bin ich davon noch weit weg.

Frage 30: "Habe ich im Griff" - der Standardsatz aller Süchtigen. Beste Zeit auf zehn Kilometer?

Tauber: Etwa 48 Minuten.

Frage 31: Aktuelles Gewicht?

Tauber: 77. Seit ich intensiv laufe, fünf Kilo verloren.

Frage 32: Liebster Laufpartner?

Tauber: Andreas Götzl aus Wächtersbach, ein echter Marathon-Routinier, der begleitet mich auch in Frankfurt.

Frage 33: These: Homosexuelle sind in der Politik und beim Laufen erfolgreicher als Heteros, weil sie überwiegend keine Kinder haben und deswegen mehr Zeit für Training und Sitzungen.

Tauber: Halte ich für Unsinn. Die CSU-Staatssekretärin Dorothee Bär hat drei Kinder und kriegt das offenbar gut hin. Und es gibt Kollegen, die haben weder Kinder noch Partner und bekommen nichts auf die Reihe. Und ich habe gehört, dass auch bei Homosexuellen die Partnerschaft ganz schön stressig sein kann.

Frage 34: Wer ist der schnellste oder ambitionierteste Läufer in der CDU?

Tauber: Ein Mitarbeiter von Doro Bär, mit dem ich regelmäßig in Berlin laufe, der ist mehr schon so ein Windhund. Der ist allerdings in der CSU.

Frage 35: Schon mal Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Tiergarten begegnet? Erkennt man schon von Weitem an den leicht breitbeinig vorwegtrabenden Sicherheitsjungs, die jeder Rubgy-Abwehr zur Zierde gereichen. Und der Minister macht gern mal ein Päuschen unter dem Vorwand, er müsse dehnen.

Tauber: Wusste ich gar nicht. Ist doch super, dass er läuft. Muss mich mal mit ihm verabreden.

Frage 36: Laufen mit Kopfhörer?

Tauber: Manchmal. Die Musikfarbe ist Gefühlssache, ob morgens beim Loslaufen oder abends. Elektro und Techno sind nicht so meins.

Frage 37: Und bei Sauerstoffmangel im Hirn Helene Fischer?

Tauber: Nur in Ausnahmesituationen. Aber Helene Fischer hat mir in der Tat beim Laufen schon mal geholfen...

...das hätte man gern genauer gewusst...

Tauber: Beim ersten Marathon hat bei Kilometer 37 doch etwas die Puste nachgelassen. Da hat mein Mitläufer kurz mal "Atemlos" laut laufen lassen. Wir sind schneller geworden, weil ich die anderen auf der Strecke nicht behelligen wollte - und schwupps waren wir im Ziel.

Frage 38: Musik als Waffe. Was macht die eigene Punkband?

Tauber: Dieses Thema löst offensichtlich eine gewisse mediale Faszination aus. Was heute für junge Leute das Programmieren einer App ist, war für uns früher das Musikmachen...

...nicht gut, aber laut...

...das trifft es bei mir ziemlich genau, von der Mittelstufe bis zum Abi, erst mit dem E-Bass, später mit der E-Gitarre...

...Bassisten gelten als sonderlich...

Tauber: ...allerdings...

Frage 39: Wann den letzten Joint geraucht?

Tauber: Noch nie.

Frage 40: Wenn Ihnen ein Mediziner, nur mal so, zum Testen, eine leistungssteigernde, aber verbotene Substanz anböte, Epo etwa - würde sie das reizen?

Tauber: Da sind wir beim Suchtthema, und die Frage lautet: Wann wird aus Neugier Sucht, und kann man sich dem wieder entziehen? Ich bin durchaus anfällig dafür, mich begeistern zu lassen. Das Laufen ist ja auch so eine Sucht. Ich trinke keinen Alkohol, ich rauche nicht. Wenn ich anfangen würde, weiß ich nicht, ob ich das bei einer Zigarette nebenbei belassen könnte. Deswegen lasse ich sowas ganz.

Frage 41: Nicht mal Belohnungsbier nach dem langen Lauf?

Tauber: Wenn ich ein Cola-Bier trinke, dann ist das schon was Besonderes.

Frage 42: Peter Tauber, das Feierbiest. Auch noch vegan, oder?

Tauber: Finde ich ganz schrecklich. Natürlich soll jeder essen, was und wie er oder sie will, aber ich finde, das bekommt bei vielen schnell was Missionarisches. Neulich liefen vor mir die Vegan Runners, da habe ich mir überlegt, ob ich mal für die Fleischerinnung an den Start gehe.

Zielzone. Tauber ist nach knapp 10 Kilometern durch den Tiergarten kein bisschen erschöpft, rätselt aber, wie er es in 20 Minuten geduscht und mit Krawatte ins Kanzleramt schaffen soll.

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insgesamt 16 Beiträge
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crma 24.07.2015
1. HIT sein lassen
Nettes Interview aber lasst doch die Fragen nach HIT bleiben, das ersetzt kein Ausdauertraining von 40 - 50 km die Woche. Und mich haben schon Menschen mit massiv Übergewicht angesprochen ob sie nicht HIT machen sollen, da ist man ja schneller von ab und ist genau so intensiv. Ja und vermutlich liegt ihr damit bald intensiv beim Arzt, im Bett, Krankenhaus oder sonst wo. Bei fünf Stunden schlaf die Nacht wäre ich vermutlich mehr krank als gesund aber das ist wahrscheinlich auch genetisch bedingt. Sonst ganz nett zu lesen.
Msc 24.07.2015
2.
Er würde NOCH schneller die Contenance verlieren? Ihm geht doch in jeder Berliner Runde nach jeder Wahl der Hut hoch, wenn Frau Fahimi neben ihm nur den Mund aufmacht.
georg2of99 24.07.2015
3. Essen ist missionarisch?
Mit 60 Lebensjahren sprechen wir uns vielleicht hier wieder. Ich mag diese Typen die ihren Körper und dessen Belange nicht kennen und ihre Trainingsrunden ungefragt laut heraus posaunen nicht. Mit gefälschten Zähnen. Die Körperchemie muss stimmen. Da spielen viele Ernährungs-Teilchen zusammen. Wenn Herr Tauber diese Teilchen ignorieren möchte: viel Spass dabei. Aber bitte nicht auf Kosten von uns Lesern mit diesem Interview. Leben Sie Ihren Traum woanders weiter. Wie ein Pferd herumzutraben (der neue Trend in Deutschland) ...
mischamai 25.07.2015
4. Albern auch auf Facebook
Warum er mit seinen albernen Runden immer auf Facebook zu sehen ist bleibt ein Rätsel.Besonders bei Geschwindigkeiten die ich auch in Gummistiefeln laufen kann.
imlattig 25.07.2015
5. er sollte...
sich aufs radfahren verlegen. das kann er eindeutig besser.
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