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Bewegung: So lernen Kinder schwimmen am besten

Ein gutes Vorbild sein: Schwimmen stärkt die Koordinationsfähigkeit Zur Großansicht
Corbis

Ein gutes Vorbild sein: Schwimmen stärkt die Koordinationsfähigkeit

Keine Angst vorm Wasser: Soll der Nachwuchs bis zum nächsten Sommerurlaub schwimmen lernen, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Kurs. 20 Unterrichtsstunden sind nötig, bis das Kind sich sicher im Wasser bewegen kann - und noch viel mehr Übung.

Der nächste Sommerurlaub am Meer ist vielleicht schon gebucht, die Luftmatratze wartet im Keller. Damit den Familienferien im Wasser nichts entgegensteht, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Kinderschwimmkurs. Denn Sohn oder Tochter brauchen genügend Vorbereitungszeit, bis sie ohne Angst ins Wasser hüpfen: "Damit ein Kind sich gut über Wasser halten kann, sollten es mindestens 20 Übungsstunden sein", sagt Henning Lambertz, Chefbundestrainer beim Deutschen Schwimmverband. Schnellkurse, die mit nur 10 Übungseinheiten werben, hält er für bedenklich.

Am besten sollten Kinder zwischen dem vierten und fünften Geburtstag mit dem Schwimmen beginnen. "Dann wollen es die meisten auch von selbst lernen", sagte Lambertz. Bei der Auswahl eines Kurses hätten Eltern verschiedene Wahlmöglichkeiten: "Geht es erstmal darum, dass das Kind gut schwimmen lernt und sich über Wasser halten kann, können Sie einen Kurs aussuchen, der mit dem Brustschwimmen anfängt." Das sei zwar schwierig, ermögliche den Kindern aber gleich eine gute Orientierung. Außerdem gebe es keine Probleme mit dem Atmen.

Geht es Eltern darum, dass ihr Kind möglichst umfassend alle Schwimmarten beherrscht, sind andere Kurse gefragt. "In denen wird meist mit dem Rückenschwimmen begonnen." Das sei leichter zu lernen, allerdings falle die Orientierung schwerer, weil man nicht sieht, wohin man schwimmt. Das Brustschwimmen werde dann erst in einem zweiten Schritt geübt, später folgen der Delfin- und Kraulstil.

Gruppen sollten nicht zu groß sein

Wichtig ist auch die Gruppengröße: Eltern sollten darauf achten, dass ein Trainer nicht mehr als zehn Kinder betreut. Passende Kurse findet man zum Beispiel, indem man entweder im Schwimmbad seiner Wahl nachfragt, sich bei der Stadtverwaltung vor Ort Angebote nennen lässt oder selbst im Internet auf der Seite von Schwimmvereinen guckt.

Damit der Nachwuchs tatsächlich im nächsten Sommer ohne Schwimmflügel im Pool seine Runden dreht, braucht es neben dem Schwimmkurs aber auch Übung. "Ideal wäre es, wenn Eltern nach dem Kurs bis zum Urlaub etwa alle zwei Wochen gemeinsam mit dem Kind ins Schwimmbad gehen", rät Lambertz. So wird nichts vergessen - und der Spaß am Wasser bleibt erhalten. Trotzdem gilt: Die Kinder sollten gerade am Anfang nie aus den Augen verloren werden.

Jedes Kind sollte allein schon aus Sicherheitsgründen schwimmen lernen, außerdem fördert die Sportart Beweglichkeit und Koordination. Generell ist Bewegung auch bei Kindern ein wichtiges Mittel, um Übergewicht vorzubeugen. Sonst können schon in jungen Jahren der Blutdruck und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen.

Julia Kirchner, dpa

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1. optional
nymousano 18.10.2013
"So lernen Kinder Schwimmen am besten" Ich hoffe, der grammatikalische Aufbau der Überschrift soll ein Scherz sein...
2. Kein Scherz
Rickie 18.10.2013
Über die Groß- oder Kleinschreibung von "schwimmen" kann man diskutieren. Die Wortfolge ist eine Frage der Betonung. Soll "am Besten" betont sein, muss es entweder ganz hinten oder evtl. auch ganz vorne stehen. In der gesprochenen Sprache kann man natürlich auch ein Element betonen, das in der Mitte steht, schriftlich geht das nicht. Ergo: Grammatikalischer Aufbau korrekt.
3. wieso kurs?
anhalter-fan 18.10.2013
wiso braucht es für alles einen Kurs? - cih für meinen Teil habe meine 5 Kids das Schwimmen selber beigebracht (der Kurs beim Ältesten hat nicht funktioniert) - macht doch viel mehr Spaß den Kids selber was zu vermittlen statt sie beim "Profi" abzugenben...
4. selber machen
phoenix27 18.10.2013
Ganz genau anhalter-fan. Ich habe meinem Sohn auch das Schwimmen selbst beigebracht. Ich finde man sollte sich dieses gemeinsame Erlebnis nicht nehmen lassen, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Aber der Stolz und die gemeinsame Freude, als er sein Seepferdchen gemacht hat, waren unbezahlbar.
5. Stimmt! Aber...
dr.joe.66 18.10.2013
Zitat von phoenix27Ganz genau anhalter-fan. Ich habe meinem Sohn auch das Schwimmen selbst beigebracht. Ich finde man sollte sich dieses gemeinsame Erlebnis nicht nehmen lassen, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Aber der Stolz und die gemeinsame Freude, als er sein Seepferdchen gemacht hat, waren unbezahlbar.
Stimmt genau, meine Jungs haben das auch bei mir gelernt. Aber: Haben Sie den ersten Absatz gelesen? Da steht nichts von Kindern sondern von "Nachwuchs". Und das Ziel ist nicht, dass die Kinder Spaß im Wasser haben, sondern das Ziel ist der nächste Sommer-Urlaub. Und da wollen viele Eltern ihre Ruhe. Und ein Kind, das schwimmen kann, macht halt viel weniger Stress...
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