Ernährungstipps für Eltern Hände weg vom Salz

Wie viel Salz braucht mein Kind? Und in welchen Lebensmitteln versteckt sich besonders viel Salz? Obere Grenzwerte gibt es in Deutschland nicht, aber Experten sprechen klare Empfehlungen für eine gesunde Kinderernährung aus.

Salz - nein danke: Kleinkinder brauchen nicht mehr als ein Messerspitze Salz pro Tag
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Salz - nein danke: Kleinkinder brauchen nicht mehr als ein Messerspitze Salz pro Tag


Angaben auf Verpackungen verstehen

Eltern sollten Produkte meiden, die laut Verpackung mehr als 0,6 Gramm (g) Natrium (Na) oder mehr als 1,5 g Kochsalz (Natriumchlorid, NaCl) pro 100 g enthalten, empfiehlt Ulrich Fegeler, Pressesprecher des Berufsverbands Kinder- und Jugendärzte. Sie seien zu salzig. "Zur Grobberechnung kann der Natriumgehalt in Gramm mit 2,5 multipliziert werden, um die Menge Kochsalz in Gramm zu ermitteln, die das Gericht etwa enthält", sagt der Experte.

Bedarf von Kindern

Ein Schulkind zwischen sieben und zehn Jahren benötigt laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag nur etwa 460 Milligramm (mg) Natrium und 690 mg Chlorid. Das entspricht etwa einer Messerspitze Salz beziehungsweise etwas mehr als 1 g Salz. 1 g Speisesalz enthält 391 mg Natrium und 603 mg Chlorid. "Fast Food, Knabbereien wie Chips und gesalzene Nüsse, viele Fertiggerichte, Wurst und Käse sind stark gesalzen", sagt Fegeler. "Deshalb sollten Kinder nicht überwiegend solche Nahrungsmittel verzehren und vermeiden, Gerichte zusätzlich zu salzen."

Oberste Grenzwerte

Gemäß den obersten Grenzwerten in Großbritannien sollte ein Kind zwischen einem und drei Jahren nicht mehr als 2 g Salz pro Tag zu sich nehmen. Zwischen fünf und sechs Jahren sollten es nicht mehr als 3 g pro Tag sein. Ein Teenager erreicht mit 6 g Salz sein äußerstes Limit. Grenzwerte für den maximalen Salzverzehr gibt es in Deutschland nicht. Kinder- und Jugendärzte sind sich aber einig, dass der Salzkonsum möglichst reduziert werden sollte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt auf ihrer Webseite Referenzwerte für Natrium, Kalium und Chlorid bei der Kinderernährung an.

hei/dpa

insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
mayazi 17.06.2013
1. optional
Weiß jemand, warum Kinder wenig Salz zu sich nehmen sollen? Ich vermisse diese Information im Artikel.
mündiger Bürger 17.06.2013
2. Hier wird mal wieder.....
Salz mit Natrium-Chlorid verwechselt!!!! Es mag ja unter Chemikern formal korrekt sein, aber wenn es um das NAHRUNGSMITTEL Salz geht, macht es einen riesigen Unterschied! Das unbehandelte Nahrungsmittel Salz enthält nämlich zu Natrium und Chlorid noch 82 Mineralien und Spurenelemente, die den Körper beim entkalken, der Selbstheilung und dem Stoffwechsel unterstützen! Da aber 99% der Weltsalzproduktion für die Industrie sind und für die Industrie, die ein reines Reagenz braucht, selbige eine "Verunreinigung" darstellen, essen wir eben "Dreck", oder "weißes Gift"! Das Wort "Salär" weist noch sehr deutlich darauf hin, welch hohen Wert Salz für die Menschen seit jeher hatte! Aber solange wir Menschen fest daran glauben, besser als die Natur zu sein, werden wir für diese Hybris sehr teuer "bezahlen" müssen, nämlich mit unserer Gesundheit. Mahlzeit :-)
Karthargo 17.06.2013
3. Zahlenakrobatik
Wieder so ein Blödsinn. Menschen, die ihr Leben danach leben, ob sie milligrammgenau sich an willkürliche Vorgaben halbgebildeter Journaillen halten wollen, haben wohl ganz andere Probleme. Ich halte es eher mit Pollmer, der sehr plausibel erklärt, dass wer Salz isst logischerweise auch Durst bekommt und wer auseichend trinkt, braucht keine Gefahr vom "bösen bösen" Salz zu fürchten. Tatsächlich ist das Credo "viel trinken" aber "Salz ist böse böse" in dieser Kombination potentiell gesundheitsschädlich, im Extremfall sogar lebensgefährlich. Nur berichtet davon natürlich keiner. Desinformation at it's finest. Bildet Euch eine eigene Meinung: Udo Pollmer: tödliche Wasservergiftungen - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=pXzhyQ1bMtw)
mündiger Bürger 17.06.2013
4. an Mayazi
Zitat von mayaziWeiß jemand, warum Kinder wenig Salz zu sich nehmen sollen? Ich vermisse diese Information im Artikel.
Der Artikel geht komplett am eigentlichen Thema vorbei! siehe auch meinen Beitrag, der direkt nach dem Ihrem erschienen ist.
manfred-m.-fuger 19.06.2013
5. Natrium-armes Speisesalz
Es gibt in vielen Ländern eine sehr interessante Alternative zum Speisesalz, nämlich natrium-armes Salz, bei dem ein Teil des NaCl durch KCl ausgetauscht worden ist. Kalium (in geringen Mengen) ist weniger schädlich, und dieses Salz bietet trotz seines etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmacks eine gute Alternative. Gibt's bei uns (leider) noch nicht überall, ist aber über's Internet erwerbbar.
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