Verjüngungstraining Die Kraft der Beziehungen nutzen

Beziehungen trainieren das Gehirn, halten uns emotional jung und sorgen für eine positive Hormonflut. Wichtig ist, die Verbindungen bewusst wahrzunehmen.

Joni Majer/SPIEGEL WISSEN


SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL ONLINE helfen Ihnen dabei, biologisch und psychologisch jung zu bleiben - jeden Freitag gibt es eine neue Aufgabe. Dies ist die siebte Übung.

Freunde. Partner. Bekannte. Mit sozialen Kontakten trainiert man nicht nur die grauen Zellen und hält sich emotional jung - es werden auch Bindungshormone ausgeschüttet, die sich wiederum positiv auf das biologische Altern auswirken. Deshalb betonen Altersforscher immer wieder, wie wichtig es ist, Beziehungen zu pflegen.

Entscheidend dabei ist allerdings, die Verbindung zu anderen auch wirklich zu spüren. Die Übungen in dieser Woche trainieren deshalb die Fähigkeit, die Verbundenheit mit anderen ganz bewusst wahrzunehmen.

Wieder stehen zwei Übungen zur Auswahl. Eine können Sie allein machen. Bei der anderen geht es darum, auf andere Menschen zuzugehen. Wählen Sie den Ansatz aus, auf den Sie gerade mehr Lust haben. Denn es ist wichtig, dass die Übungen auch Freude bereiten.

Für Introvertierte: Vielen Dank!

Man kann sich mit anderen Menschen auch dann verbunden fühlen, wenn diese gar nicht da sind. Dazu reicht es, mit einem Gefühl von Dankbarkeit an sie zu denken. Versuchen Sie deshalb in dieser Woche, jeden Morgen an drei Menschen zu denken, die Sie gern mögen. Und über deren Anwesenheit in Ihrem Alltag oder in Ihrem Freundeskreis Sie sich freuen.

Versuchen Sie jeweils zu sagen: "Ich bin dankbar und glücklich, dass wir uns kennen." Oder auch: "Ich bin dir dankbar und glücklich, dass du..." und dann können Sie etwas Konkretes einfügen. Wichtig: Machen Sie die kleine Dankbarkeitsübung wirklich jeden Morgen. Wenn Ihnen immer nur die gleichen drei Leute einfallen: auch gut! Versuchen Sie nur, jedes Mal die Dankbarkeit und das Glück wieder zu fühlen. Denn diese Gefühle wirken sich auch körperlich positiv aus - und sie heben die Stimmung für den Tag.

Für Kontaktfreudige: Ein paar Dekaden.

Nachbarskinder, Bäckereiverkäufer, Kolleginnen, Freunde und Bekannte. Versuchen Sie, in dieser Woche mit ungefähr fünf bis zehn Leuten unterschiedlichen Alters einen kurzen Small Talk zu halten. Fragen Sie die anderen ein paar Dinge zu Job und Alltag oder reden Sie übers Wetter. Versuchen Sie, den kurzen Kontakt zu genießen.

Die Psychologie-Professorin Barbara Fredrickson beschreibt in ihrem Buch "Die Macht der guten Gefühle", dass schon Kurzbegegnungen positive körperliche Veränderungen auslösen. Das Gefühl, kurz auf einer Wellenlänge zu sein, verändert die Herzfrequenz und die Hormonausschüttung. Prüfen Sie im Laufe der Woche immer mal wieder, wie es Ihnen mit den kleinen Begegnungen geht: Verändert sich Ihre Laune? Oder das Körpergefühl?

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insgesamt 2 Beiträge
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Sumerer 20.08.2017
1.
"Beziehungen trainieren das Gehirn, halten uns emotional jung und sorgen für eine positive Hormonflut. Wichtig ist, die Verbindungen bewusst wahrzunehmen." Nur sehr wenige Menschen haben eine derartig positive Lebenseinstellung. Mitunter werden einem Krankheiten attestiert. Dann sollte man besser Abstand nehmen!
freigeistiger 20.08.2017
2. Hab nicht verstanden
Zitat von Sumerer"Beziehungen trainieren das Gehirn, halten uns emotional jung und sorgen für eine positive Hormonflut. Wichtig ist, die Verbindungen bewusst wahrzunehmen." Nur sehr wenige Menschen haben eine derartig positive Lebenseinstellung. Mitunter werden einem Krankheiten attestiert. Dann sollte man besser Abstand nehmen!
Was Sie aussagen wollen habe ich nicht verstanden. Existenziell wichtig sind positive Kontakte und ein Umfeld. Das vertrauensvoll ist.
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