Von Cinthia Briseño und Irene Berres
Wer von Vitaminen und Mineralstoffen spricht, benutzt gerne das Wort "gut". So wissen schon Kinder, wie gut doch Vitamine, Kalzium, Magnesium und Co. sind - für die Augen, für die Knochen, für die Muskeln, fürs Immunsystem. Und überhaupt, so die Meinung von rund 23 Millionen Menschen in Deutschland, die jährlich Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pillen oder Brausetabletten einnehmen, könne es ja nicht schaden, auf diese Weise regelmäßig was Gutes für seinen Körper zu tun.
Doch längst ist der Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln umstritten. Nicht nur, dass sich das Gros der Experten darüber einig ist: Wer sich gesund und vollwertig ernährt und die Regeln für eine ausgewogene Ernährung befolgt, hat zusätzliche Vitamin- und Mineralpräparate nur in seltenen Ausnahmefällen nötig. Inzwischen mehren sich auch Studien, die zeigen, dass manche Supplemente sogar schwere Krankheiten fördern können. Vor wenigen Monaten etwa erschien eine Studie im "Journal of the American Medical Association", deren Ergebnis schockierte: Männer, die regelmäßig Vitamin-E-Präparate einnehmen, leiden häufiger unter Prostatakrebs.
Wer Vitamine schluckt, meint zwar meistens, genau zu wissen, warum und wofür er das tut. Doch auf die Frage, was Vitamine eigentlich wirklich sind - und wozu sie der menschliche Körper überhaupt braucht, kennen die wenigsten die richtige Antwort.
Im SPIEGEL-ONLINE-Quiz können Sie hier beweisen, ob Sie tatsächlich ein Ernährungsexperte sind - oder ob Sie auch zu jenen Menschen gehören, die der Vitaminindustrie auf den Leim gehen.
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