Ernährung WHO-Experten stufen Wurst als krebserregend ein

Die Internationale Agentur für Krebsforschung hat verarbeitetes Fleisch wie etwa Wurst als krebserregend eingestuft. Rotes Fleisch bezeichnen die Experten als "wahrscheinlich krebserregend".

Fleischtheke: Wurst laut WHO kein unbeschwerter Genuss
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Fleischtheke: Wurst laut WHO kein unbeschwerter Genuss


Tabak, Asbest, Dieselabgase - Wurst: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat den Verzehr von verarbeitetem Fleisch als krebserregend eingestuft.

Es gebe genug Belege in Bezug auf Darmkrebs, berichten Experten im Fachblatt "Lancet Oncology" der zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörenden Behörde. Zudem sei ein Zusammenhang mit Magenkrebs beobachtet worden. In die Kategorie verarbeitetes Fleisch fallen alle Produkte, die gepökelt, geräuchert, fermentiert oder durch andere Prozesse haltbar gemacht wurden.

Bei der Verarbeitung von Fleisch, wie auch beim Kochen oder Braten, können verschiedene Substanzen entstehen, die Krebs auslösen oder im Verdacht stehen, dies zu tun - etwa sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder heterozyklische aromatische Amine (HAA).

"Für den Einzelnen ist das Risiko klein, infolge des Fleischkonsums Darmkrebs zu entwickeln", sagt Kurt Straif von der IARC. "Aber das Risiko steigt mit der verzehrten Menge."

Rotes Fleisch - also das von Rind, Schwein, Lamm, Ziege und Pferd - stufen die Experten als "wahrscheinlich krebserregend" ein. In dieser Kategorie findet sich in den IARC-Listen zum Beispiel auch das Pflanzenschutzmittel Glyphosat, das nach Ansicht vieler Kritiker verboten werden sollte.

Die Belege dafür, dass der Verzehr dieser Fleischsorten beim Menschen Krebs auslöse, seien begrenzt, heißt es zur Erklärung in "Lancet Oncology". Einige großangelegte Studien hätten einen Zusammenhang zwischen Verzehr und Darmkrebs gezeigt, andere jedoch nicht.

Laut IARC bestehen auch mögliche Zusammenhänge mit dem Risiko für Bauchspeicheldrüsen- sowie Prostatakrebs.

wbr/Reuters

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insgesamt 308 Beiträge
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Seite 1
niedersacher 26.10.2015
1. oha
was sind das denn für Experten?
Tiberias 26.10.2015
2. Raten oder Wissen
Bei solchen Studien frage ich mich immer, was statistische Auswertungen für eine Aussagekraft haben. Natürlich weiß man, dass zuviel Wurst und Fleisch nicht gesund sind, aber die Einstufung als "krebserregend" lässt mich immer ratlos zurück. Darf ich das jetzt garnicht mehr essen, nur in kleinem Umfang und wo liegt die Grenze? In der heutigen Zeit kommt es mir so vor, als ob langsam alles krebserregend ist. Was soll man da noch essen? Nur Gemüse? Das ist dann voll mit Pflanzenschutzmittel und wahrscheinlich auch nicht gesund... Schwierig
M. Michaelis 26.10.2015
3. Alles ist krebserregend..
Man muss nur gründlich genug nach Hinweisen suchen...
mimas101 26.10.2015
4. tststs
wachsweiche Ergebnisse für einen Großalarm, nun denn. Ansonsten frei nach dem Motto: Die Menge macht es (vielleicht), im Prinzip ist nämlich alles Gift und tödlich wenn man nur genügend zu sich nimmt. Übrigens ich habe beschlossen ab sofort nichts mehr zu essen und zu trinken auf das ich steinalt werde. Nützlicher Nebeneffekt: Ich spare viel Geld für Lebensmittel das ich dann in andere Konsumausgaben stecken könnte. Unschöner Nebeneffekt: Machen das alle dann bricht die Wirtschaft zusammen und wir haben dann sehr sehr viele Arbeitslose die steinalt werden. ;)
misterknowitall 26.10.2015
5. Was denn nun?
Na was denn nun? In der Überschrift noch krebserregend, in der Textzusammenfassung wahrscheinlich krebserregend und im Text heisst es, dass man maximal einen Zusammenhang sieht und das Risiko für den Einzelnen gering ist. Es scheint, als wollte man die nichtsagende Erkenntnis und somit überflüssigen Text interessanter gestalten. Das weniger Fleisch gesünder ist, weiss man schon ein bisschen länger.
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