Versöhnungsrituale Einmal in den Arm nehmen

Sich nach einem Streit wieder zu versöhnen, fällt manchen Menschen sehr schwer. Im achten und letzten Teil des "Besser streiten"-Trainings geht es darum, wie man nach einem Konflikt wieder zueinander findet.

Frederick Strasche/ SPIEGEL WISSEN


Viele Menschen fürchten sich vor Streiten, weil sie sich in Konflikten so distanziert vom Partner fühlen. Und tatsächlich führen sogar Streits, die man durch ein Stoppsignal gemeinsam beendet oder in denen man eine Klärung erreicht, zu einer gewissen Distanz. Deshalb hilft es, gemeinsam ein Versöhnungsritual zu vereinbaren, mit dem man einen Streit abschließt und wieder zueinander findet.

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Aufgabe acht

Überlegen Sie zusammen mit dem Partner, welches Versöhnungsritual Ihnen beiden guttut und Ihnen stimmig vorkommt. Das muss nichts Pompöses sein. Manchen hilft einfach Körperkontakt - eine lange Umarmung etwa. Oder man setzt sich hin und hört zusammen Musik oder trinkt eine Tasse Tee.

Wichtig ist, dass Sie beide, auch wenn es erst mal künstlich wirkt, jedes Mal auf das gleiche Ritual zurückgreifen. Dadurch wird es immer leichter, den ersten Schritt zur Versöhnung zu machen - und Sie werden auch immer schneller spüren, dass Sie wieder Nähe empfinden.

Mit dieser letzten Aufgabe endet nun auch das "Besser streiten"-Training, das SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL ONLINE gemeinsam mit der Therapeutin Dagmar Kumbier zusammengestellt haben.

Natürlich geht es nicht darum, alle Tipps ab sofort anzuwenden. Suchen Sie sich zwei bis drei unterschiedliche Aufgaben aus, die Sie besonders ansprechen, und versuchen Sie, die Tipps in Konfliktsituationen zu beachten. Und hören Sie nicht am 31.12. damit auf, sondern versuchen Sie auch im neuen Jahr, sich besser zu streiten.

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