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Elektrosensibilität: Französin bekommt staatliche Hilfen wegen Behinderung

Mobiltelefon: Französin erhält staatliche Hilfen wegen Behinderung Zur Großansicht
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Mobiltelefon: Französin erhält staatliche Hilfen wegen Behinderung

Weil sie angeblich unter den Folgen elektromagnetischer Strahlung leidet, lebt eine Französin zurückgezogen in den Bergen. Ein Gericht gewährt ihr jetzt staatliche Hilfen wegen Behinderung - Elektrosensibilität sei aber keine Krankheit.

Ein französisches Gericht hat erstmals einer Frau, die nach eigener Aussage unter den Folgen elektromagnetischer Strahlung leidet, staatliche Hilfe wegen Behinderung zugesprochen. Die Klägerin Marine Richard sprach von einem "Durchbruch" für Menschen, die unter Elektrosensibilität litten. Ihre Anwältin Alice Terrasse sagte, das Urteil könne ein Präzedenzfall für "Tausende Menschen" sein.

Die 39-jährige frühere Radiojournalistin Richard lebt seit Jahren zurückgezogen in den Bergen im Südwesten Frankreichs in einer Scheune ohne Elektrizität.

Das Urteil, das bereits im Juli in Toulouse fiel, aber erst jetzt bekannt wurde, sprach Richard 800 Euro pro Monat für zunächst drei Jahre zu. Das Gericht erkannte an, dass Richard nicht arbeiten kann, wertete Elektrosensibilität aber nicht ausdrücklich als Krankheit. Betroffene berichten, sie litten in der Nähe elektrischer Geräte wie Handys, Router und Fernseher unter Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Herzrasen.

Laut der Weltgesundheitsorganisation ist ein Zusammenhang zwischen den Symptomen und elektromagnetischer Strahlung aber nicht wissenschaftlich bewiesen.

AFP/nik

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 114 Beiträge
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1. Naja
Lügenimperium 27.08.2015
Asbest wurde auch erst 100 Jahre später verboten nach den ersten Anzeichen, dass es schädlich sein könnte. Raucher sterben auch nicht von einer Zigarette aber leben einfach weniger lang weil die Folgen erst 20 oder 40 Jahre später eintreten. Und Strahlung nehmen wir nicht war, geruchslos, unsichtbar und still. Verglichen mit Krach, den wir über die Ohren wahrnehmen können, pumpt WLAN, Handy und weitere Strahlung teilweise mit so viel Watt, dass wenn es ein Ton wäre auf Dauer schädigend wäre. Insofern sollte man das Thema ernster nehmen, gerade bei Kleinkindern weiß man, dass deren Hirn Strahlung nicht so gut abschirmen kann. Mit genügend Metall im Mund haben viele Leute auch super Antennen eingebaut... Aber wenn man davon spricht, dann erntet man ja gleich "Kritik" nach dem Motto "ich bin ja offen, aber du spinnst".
2.
hd1 27.08.2015
Müssen die ´Geräte dafür eingeschaltet sein? Ich habe bis jetzt noch nicht gehört, daß Personen feststellen konnten, ob ein Handy eingeschaltet war. bei Mobilfunkmasten gibt s ja auch schon Beschwerden, bevor der Sender überhaupt eingebaut war. Ich bin bei solchen Dingen sehr skeptisch. (Neben einer radarantenne zu stehen ist natürlich etwas anderes.)
3. Stecken sie mal ihr
hwdtrier 27.08.2015
Handy bei Herzschrittmacher in dieBrusttasche dann sehen Sie was die Strahlung anrichtet.
4.
meinmein 27.08.2015
Bei Mobilfunkmasten gibt es seltsamerweise nur Beschwerden, wenn sie sichtbar in der Landschaft stehen, in der Stadt, wo sie oft auf den Hochhäusern angebacht sind, gibt es kaum Klagen.
5.
MashMashMusic 27.08.2015
Zitat von LügenimperiumAsbest wurde auch erst 100 Jahre später verboten nach den ersten Anzeichen, dass es schädlich sein könnte. Raucher sterben auch nicht von einer Zigarette aber leben einfach weniger lang weil die Folgen erst 20 oder 40 Jahre später eintreten. Und Strahlung nehmen wir nicht war, geruchslos, unsichtbar und still. Verglichen mit Krach, den wir über die Ohren wahrnehmen können, pumpt WLAN, Handy und weitere Strahlung teilweise mit so viel Watt, dass wenn es ein Ton wäre auf Dauer schädigend wäre. Insofern sollte man das Thema ernster nehmen, gerade bei Kleinkindern weiß man, dass deren Hirn Strahlung nicht so gut abschirmen kann. Mit genügend Metall im Mund haben viele Leute auch super Antennen eingebaut... Aber wenn man davon spricht, dann erntet man ja gleich "Kritik" nach dem Motto "ich bin ja offen, aber du spinnst".
Woher weiß man denn, dass Kleinkinder ihr Hirn schlechter vor Strahlung abschirmen können? Habe ich als Erwachsener einen besseren Schutzschild? Der Zusammenhang Asbest - Lungenkrebs ist _nicht_ schon seit 100 Jahren bekannt. Aber als er untersucht wurde, ging das dann recht schnell. Und die Schädlichkeit von elektromagnetischer Strahlung wird sehr gut untersucht, nicht zuletzt wegen der irrationalen Angst vor "Elektrosmog". Nur konnte bis jetzt nichts, aber auch gar nichts gefunden werden. Elektromagnetische Strahlung kann natürlich schädlich sein, bei entsprechender Stärke. Deren Auswirkungen - wie z.B. Mikrowellen- bzw. Radarstrahlung (wie Forist hd1 richtig erwähnt) merken Sie jedoch sofort. Wenn Sie übrigens Schalldruck durch Töne mit elektromagnetischer Leistung vergleichen, vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
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