Gute Vorsätze Weniger Stress, mehr Sport

Im Januar ist das Gedränge im Fitnessstudio groß - mehr Sport zählt zu den beliebtesten Vorsätzen fürs neue Jahr, bestätigt eine Umfrage. Die Teilnehmer verrieten auch, wie lange die guten Absichten 2014 hielten.

Jogger in Berlin: Der Vorsatz "gesünder leben" ist nicht konkret genug
DPA

Jogger in Berlin: Der Vorsatz "gesünder leben" ist nicht konkret genug


Im neuen Jahr wollen die Menschen in Deutschland laut einer repräsentativen Umfrage vor allem mehr Ruhe und gesünder leben. 60 Prozent der vom Institut Forsa Befragten hoffen, ihr Leben 2015 stressfreier gestalten zu können, teilte die DAK mit, die die Umfrage in Auftrag gegeben hat. Auf Platz zwei und drei der guten Vorsätze folgen mit jeweils 55 Prozent mehr Sport und mehr Zeit für die Familie. 48 Prozent wollen sich mehr Zeit für sich selbst nehmen. Gesünder zu essen haben sich 48 Prozent vorgenommen, das Abnehmen haben 34 Prozent auf dem Zettel.

Sparsamer sein wollen 28 Prozent, jeweils 15 Prozent haben den Vorsatz, weniger fernzusehen oder online zu sein. Verzicht auf Alkohol erklärten zwölf Prozent zu ihrem persönlichen Ziel für 2015. Neun Prozent wollen im kommenden Jahr mit dem Rauchen aufhören.

Die Top Ten der guten Vorsätze wiederholen sich Jahr für Jahr, auch ihre Popularität schwankt nur wenig, wie aus den Befragungen der Vorjahre hervorgeht. Aber werden sie auch eingelöst?

Die Hälfte hat länger als drei Monate durchgehalten

Immerhin 39 Prozent der Befragten erinnerten sich, dass sie sich auch für 2014 etwas vorgenommen hatten. Gut die Hälfte von ihnen (52 Prozent) gab an, sich länger als drei Monate an die Vorsätze gehalten zu haben - der Rest schaffte es angeblich länger als vier Monate.

Als besonders konsequent gaben sich Berliner, von denen 64 Prozent in der Umfrage erklärten, mindestens ein Vierteljahr durchgehalten zu haben. Schneller über den Haufen warfen Bremer, Niedersachsen und Rheinland-Pfälzer ihre guten Vorsätze.

Wie man es 2015 noch besser macht? "Die ersten Erfolgsfaktoren sind schon das richtige Auswählen und Formulieren der guten Vorsätze", sagt die Psychologin Sabine Gregersen von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in Hamburg. Was man sich vornimmt, sollte direkt umsetzbar und messbar sein. "Gesünder leben beispielsweise ist viel zu allgemein", meint sie. Besser wären Vorsätze wie "jeden Tag mindestens eine Portion Obst essen" oder "dreimal wöchentlich eine halbe Stunde joggen".

wbr/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
bonngoldbaer 18.12.2014
1. Widerspruch
Weniger Stress, mehr Sport? Das klingt für mich wie: "Weniger Gewicht, mehr essen".
bernd.stromberg 18.12.2014
2.
Zitat von bonngoldbaerWeniger Stress, mehr Sport? Das klingt für mich wie: "Weniger Gewicht, mehr essen".
Genau. In Wahrheit sollte man natürlich einfach auf dem Sofa liegen bleiben, wenn die Vorstellung an Sport einem schon stressig vorkommt. Objektiv betrachtet ist Trägheit, mangelnde Bewegung usw. allerdings erheblicher Stress für den Körper.
bonngoldbaer 18.12.2014
3. @bernd.stromberg
Zitat von bernd.strombergGenau. In Wahrheit sollte man natürlich einfach auf dem Sofa liegen bleiben, wenn die Vorstellung an Sport einem schon stressig vorkommt. Objektiv betrachtet ist Trägheit, mangelnde Bewegung usw. allerdings erheblicher Stress für den Körper.
Wahrscheinlich liegt es an den Sportlehrern, die ich während meiner Schulzeit hatte. Die haben die Vorstellung, dass Sport etwas Schönes sein könnte, unwiederbringlich aus meinem Gehirn getilgt. Schon beim Zuschauen habe ich das Gefühl, dass ich meine Zeit damit vergeude, anderen bei einer vollkommen sinnlosen Tätigkeit zuzuschauen. Da Sport in der Tagesschau immer vor der Wettervorhersage kommt, kann ich es trotzdem leider nicht ganz vermeiden.
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