Psychologie-Mythen: Macht Hirnjogging wirklich schlauer?

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Corbis

Messung der Hirnaktivitäten: Macht Hirnjogging schlau?

"Psychopathen lassen sich am Gehirn erkennen", "Forscher können Gedanken lesen": Was ist wirklich dran an solchen Aussagen? Der Psychologe und Philosoph Stephan Schleim entlarvt die sieben größten Legenden über das Denkorgan des Menschen.

Spinat enthält viel Eisen, lesen bei schlechtem Licht schadet den Augen, und einen Kaugummi verschlucken ist schlecht für den Magen. Das Gemeinsame dieser drei Aussagen? Genau - es handelt sich um Mythen. Wissenschaftlich lässt sich keine der Behauptungen stützen.

Auch um unser Denkorgan ranken sich Legenden, die trotz zweifelhafter Grundlage in der Öffentlichkeit kursieren. Die Komplexität des Gehirns, der Boom neurowissenschaftlicher Forschung und das große Interesse der Bevölkerung bieten einen idealen Nährboden für die Verbreitung von Halbwahrheiten. Und manch hartnäckigem Mythos sind nicht nur Laien, sondern auch Wissenschaftler - ich eingeschlossen - schon auf den Leim gegangen.

Höchste Zeit also für eine Klarstellung. Was stimmt wirklich, was ist Legende? Sieben Behauptungen über das menschliche Gehirn im Faktencheck:

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Kurzer Wegweiser durch das Gehirn
Gehirn: Steuerzentrale des Körpers
Als Gehirn bezeichnet man den im Kopf gelegenen Abschnitt des Nervensystems, der die zentrale Steuerungszentrale des Körpers bildet. Bei höher entwickelten Tieren bildet das Gehirn zusammen mit dem Rückenmark das Zentralnervensystem. In ihm sind die Sinneszentren und übergeordnete Schaltzentren (Koordinations- und Assoziationszentren) zusammengefasst. Es ist für die Ausbildung komplizierter Handlungsabläufe, für die Fähigkeit des Gedächtnisses und für die Ausprägung von Denken, Gefühlen, Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich.
Gehirnteile: Vorderhirn, Mittelhirn, Rautenhirn
Das menschliche Gehirn und auch das Gehirn vieler Tiere ist in drei Hauptteile gegliedert: Vorderhirn, Mittelhirn und Rautenhirn. Schon bei niederen Wirbeltieren entstehen aus dem Vorderhirn (Prosencephalon) das der Nase zugeordnete Endhirn (Großhirn) und das den Augen zugeordnete Zwischenhirn. Das Mittelhirn (Mesencephalon) bleibt ungegliedert erhalten. Das Rautenhirn (Rhombencephalon) gliedert sich weiter auf in das Hinterhirn mit dem Kleinhirn und der Brücke sowie in das verlängerte Mark, das den Übergang zum Rückenmark bildet. Mit zunehmender Höherentwicklung vergrößern sich die Teile und differenzieren sich weiter.
Großhirn: Spezialität des menschlichen Gehirns
Speziell für das menschliche Gehirn ist die Größe und Komplexität des Großhirns. Die Faltung seiner Oberfläche bewirkt eine enorme Oberflächenvergrößerung, so dass es die übrigen Hirnteile überwölbt. Das Großhirn ist das Zentrum für unsere geistigen und seelischen Fähigkeiten und damit für die komplexesten Gehirnleistungen. Es besteht aus zwei Hälften (Hemisphären), die durch ein dickes Bündel Nervenfasern, den sogenannten Balken, miteinander verbunden sind.
Großhirnrinde: Sitz der "grauen Zellen"
Die äußere Schicht des Großhirns wird als Großhirnrinde (Cortex cerebri, kurz Cortex) bezeichnet. Sie ist nur etwa zwei bis fünf Millimeter dick und enthält die erstaunliche Menge von 10 bis 14 Milliarden Nervenzellen. Wenn Gehirne in Formalin haltbar gemacht werden, sieht die Großhirnrinde grau aus. Sie wird deshalb auch als graue Substanz bezeichnet und umgangssprachlich spricht man oft von "grauen Zellen". Der übrige Teil des Großhirns besteht aus Nervenfasern, welche die Nervenzellen mit anderen Hirnteilen verbinden. Dieser Teil wird auch als weiße Substanz bezeichnet.