Psychologie Die Seelennöte der Stadtmenschen

Weltweit ziehen Millionen Menschen vom Land in die Städte. Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise darauf, dass das Leben in Ballungszentren die Seele belastet. Der Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg erklärt, was im Gehirn gestresster Großstädter schiefläuft.

DPA

Die kulturellen Umwälzungen der Renaissance, die industrielle Revolution, ja auch die politischen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts - all dies wäre ohne Städte undenkbar gewesen. Die Urbanisierung zählt sicherlich zu den größten Veränderungen, welche die Menschheit je durchgemacht hat. Heute lebt bereits mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten; bis 2050 werden es zwei Drittel sein. Während Europa und Nordamerika schon weit gehend verstädtert sind, wird die Urbanisierung in Südamerika oder Asien in den nächsten Jahren so rasch voranschreiten, dass etwa in China jedes Jahr Megastädte um mehr als zehn Millionen Menschen anwachsen.

Ist das urbane Leben aber auch gesund? Dies scheint auf den ersten Blick tatsächlich der Fall zu sein: Verglichen mit Landbewohnern geht es Städtern weltweit im Schnitt zumindest finanziell besser, sie können leichter auf Gesundheitsvorsorge und Krankenbehandlung zurückgreifen, und sie sind besser ernährt. Dem stehen jedoch Lärm, räumliche Enge und Hektik gegenüber. Nicht zu vernachlässigen ist auch die soziale Fragmentierung, also der Verlust direkter familiärer Bezugspersonen. So ergibt sich ein komplexes Gefüge von Risiko- und Schutzfaktoren, deren biologische und psychologische Wirkmechanismen wir bislang nur unzureichend verstehen.

Faktoren in der Stadt erhöhen das Risiko für psychische Leiden

Schon seit vielen Jahrzehnten wissen Psychologen, dass das Leben in einer Großstadt die seelische Gesundheit belastet - etliche schwere psychische Erkrankungen treten hier verstärkt auf: Städter leiden auch in Deutschland zu etwa 40 Prozent häufiger an Depressionen; die Quote der Angststörungen ist um rund 20 Prozent erhöht. Noch dramatischer steigt das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, für Menschen an, die in einer Stadt zur Welt kamen und dort ihre frühe Kindheit verbracht haben. So fanden Lydia Krabbendam und Jim van Os von der niederländischen Universität Maastricht nach Auswertung von zehn Studien heraus, dass sich das Risiko für dieses schwere psychische Leiden bei Stadtkindern verglichen mit auf dem Land aufgewachsenen Personen mindestens verdoppelt. Andere Forscher gehen sogar von einer Verdreifachung aus.

Diese Daten gelten zwar als gut gesichert, sie lassen jedoch die Frage offen, welche Ursachen dahinterstecken. Prinzipiell könnte es ja sein, dass Ballungszentren auf Menschen mit einem erhöhten Risiko für seelische Erkrankungen oder bereits offenkundigen psychischen Störungen besonders anziehend wirken oder dass solche Menschen krankheitsbedingt seltener aufs Land ziehen. Diese "Drift"-Hypothesen haben Epidemiologen allerdings ausgeschlossen. Insofern müssen wir davon ausgehen, dass es tatsächlich Faktoren in der Stadt selbst gibt, die das Risiko für psychische Leiden erhöhen.

Stadtgröße hat Einfluss auf die Risikofaktoren

Welche könnten das sein? Auch hier könnte man an Verkehrslärm oder Luftverschmutzung denken; etliche Forscher wie beispielsweise Jim van Os und Jean-Paul Selten von der Universität Maastricht sind jedoch davon überzeugt, dass hierbei insbesondere sozialer Stress eine wesentliche Rolle spielt.

Zahlreiche epidemiologische Studien konnten dies bestätigen. So fanden Wissenschaftler um Stanley Zammit von der Cardiff University in Wales 2010 heraus, dass das Schizophrenierisiko von 200.000 Menschen in Schweden einerseits von individuellen Faktoren wie Migrantenstatus oder Einkommen abhing; andererseits waren diese Risikofaktoren wiederum eng verknüpft mit der Stadtgröße. Vor allem Personen, die sich in ihrem Stadtteil als fremd und isoliert empfanden - wie etwa Immigranten -, zeigten ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Derartige Untersuchungen liefern allerdings nur indirekte Hinweise; sie stützen sich auf ein recht grobes Maß: die Häufigkeit einer klinisch diagnostizierten psychischen Erkrankung. Da diese Leiden letztlich auf einer gestörten Hirnfunktion beruhen, liegt es nahe, sich die Methoden der modernen Neurobiologie zu Nutze zu machen, um die Beziehung zwischen Stadtleben und sozialem Stress zu ergründen. Hierzu müssen wir die Hirnfunktion von Versuchspersonen aus unterschiedlichen geografischen Regionen messen, während sie gleichzeitig einer sozialen Stresssituation ausgesetzt sind.

Ein solches Experiment führten wir im vergangenen Jahr am Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit durch. Unsere gesunden Probanden lagen dabei in einem Hirnscanner. Mittels funktioneller Kernspintomografie, die den lokalen Blutfluss in verschiedenen Hirnarealen registriert, lässt sich ein Maß für die neuronale Aktivität gewinnen.

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insgesamt 7 Beiträge
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Mussein 08.06.2012
1. Psychische Krankheiten? Existieren sie? - PatVerfü
----------------- Vorabinformation: Geitsteskrank? Ihre eigene Entscheidung" http://www.patverfue.de/ PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung. ----------------- Viele Menschen sind der Meinung, dass psychische Krankheiten gar nicht existieren. Hier sind zum Beispiel die FAQ des Werner-Fuß-Zentrums, des Zentrums der Irren-Offensive und des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg zu finden, die sich gleich eingangs dieser Frage widmen. Sie kommen zu dem Schluß: "Psychische Krankheiten" gibt es nicht!!! http://www.zwangspsychiatrie.de/faq/ "Da diese Leiden letztlich auf einer gestörten Hirnfunktion beruhen, [...]" Sehr geehrter Herr Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg, Ihnen dürfte ja als "Fachmann" wohl bekannt sein, dass Sie der Öffentlichkeit hier von einer Hypothese berichten und sie als Tatsache darstellen. Selbst Psychiater reden im Allgemeinen von der sogenannten "Dopaminhypothese" und, was die "Depression" betrifft, von der "Serotoninhypothese". http://de.wikipedia.org/wiki/Dopaminhypothese http://de.wikipedia.org/wiki/Serotonin#Depression Trotz diesen ganzen "Hypothesen" hat die Psychiatrie (bzw. die PsychiaterInnen, die Sie in Ihrem Artikel gern als "wir" bezeichnen) bis heute keinen Test für "psychische Krankheiten" (oder auf Neupsychiatersprech "psychische Störungen") entwickelt, mit der man "objektiv" "psychische Krankheiten" bei zufällig ausgewählten Menschen nachweisen könnte. Es handelt sich bei dem Konstrukt der "psychischen Krankheiten" eben um sozial deviantes Verhalten, das von der Psychiatrie oft mit Zwangseiweisung (Gefangennahme - Gefängnis) und Zwangsbehandlung (Körperverletzung) bestraft (geahndet) wird - und das, ohnen dass die betreffenden Personen straffällig geworden wären. "[...] Neurobiologie zu Nutze zu machen, um die Beziehung zwischen Stadtleben und sozialem Stress zu ergründen. Hierzu müssen wir die Hirnfunktion von Versuchspersonen aus unterschiedlichen geografischen Regionen messen, während sie gleichzeitig einer sozialen Stresssituation ausgesetzt sind. [...]" "[...] Unsere Testpersonen mussten nun wiederum im Hirnscanner Denkaufgaben lösen, während sie ein Experimentator gehörig stresste. [...]" Ja, Herr Psychiater? Wie haben sie die Leute denn "gestresst"??? Erzählen Sie mal?? "bei Schizophreniepatienten strukturelle Veränderungen im pACC gefunden. Sie treten mitunter schon im Anfangsstadium, ja sogar bei Probanden mit nur erhöhtem Krankheitsrisiko auf - also noch vor den ersten psychiatrischen Symptomen." Hier beist sich die Katze mit den erfundenen "Krankheiten" (siehe oben) in den Schwanz. Wie können Sie denn, wenn sich noch nicht mal die "psychischen Krankheiten" beweisen oder nachweisen lassen, Menschen mit einem "nur erhöhtem Krankheitsrisiko" aus einer Menge von Menschen heraus"selektieren", wenn Ihre ganze "Diagnostik" auf "Hypothesen" beruht??? "Das Zusammenwirken von Genen und Umwelt dürfte für das Risiko, an seelischen Erkrankungen wie Depression und Schizophrenie zu leiden, ausschlaggebend sein. " DÜRFTE! Sie sagen es. Sie wissen es nicht. Sie nehmen an. Sie glauben! "das eigentliche Ziel jeglicher Psychiatrie [...]: schwer wiegende psychische Störungen wie Depression oder Schizophrenie nicht nur zu behandeln, sondern den Ausbruch solcher Erkrankungen zu verhindern. " Genau. Wieder sehr ehrlich von Ihnen das muss man Ihnen lassen. Das "eigentliche Ziel jeglicher Psychiatrie": Nicht strafrelevantes deviantes menschliches Verhalten "Sichten und "behandeln"". Und das am Besten noch prophylaktisch und vorbeugend. Da kann sich glücklich schätzen, wer sich mit einer PatVerfü (spezielle Patientenverfügung) rechtzeitig gegen psychiatrische Zwangsbehandlung qua Untersagung einer Untersuchung und Diagnostizierung durch alle Psychiater (und Mediziner, die eine psychiatrische "Diagnose" stellen wollen) abgesichert hat: ----------------- Vorabinformation: Geitsteskrank? Ihre eigene Entscheidung" http://www.patverfue.de/ PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung. ----------------- Mit freundlichen Grüßen Mussein
cassandros 08.06.2012
2. gestörte Hirnfunktion
Zitat von Mussein----------------- Vorabinformation: Geitsteskrank? Ihre eigene Entscheidung" http://www.patverfue.de/ PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung. ----------------- Viele Menschen sind der Meinung, dass psychische Krankheiten gar nicht existieren. Hier sind zum Beispiel die FAQ des Werner-Fuß-Zentrums, des Zentrums der Irren-Offensive und des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg zu finden, die sich gleich eingangs dieser Frage widmen. Sie kommen zu dem Schluß: "Psychische Krankheiten" gibt es nicht!!! http://www.zwangspsychiatrie.de/faq/ "Da diese Leiden letztlich auf einer gestörten Hirnfunktion beruhen, [...]" Sehr geehrter Herr Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg, Ihnen dürfte ja als "Fachmann" wohl bekannt sein, dass Sie der Öffentlichkeit hier von einer Hypothese berichten und sie als Tatsache darstellen. Selbst Psychiater reden im Allgemeinen von der sogenannten "Dopaminhypothese" und, was die "Depression" betrifft, von der "Serotoninhypothese". http://de.wikipedia.org/wiki/Dopaminhypothese http://de.wikipedia.org/wiki/Serotonin#Depression Trotz diesen ganzen "Hypothesen" hat die Psychiatrie (bzw. die PsychiaterInnen, die Sie in Ihrem Artikel gern als "wir" bezeichnen) bis heute keinen Test für "psychische Krankheiten" (oder auf Neupsychiatersprech "psychische Störungen") entwickelt, mit der man "objektiv" "psychische Krankheiten" bei zufällig ausgewählten Menschen nachweisen könnte. Es handelt sich bei dem Konstrukt der "psychischen Krankheiten" eben um sozial deviantes Verhalten, das von der Psychiatrie oft mit Zwangseiweisung (Gefangennahme - Gefängnis) und Zwangsbehandlung (Körperverletzung) bestraft (geahndet) wird - und das, ohnen dass die betreffenden Personen straffällig geworden wären. "[...] Neurobiologie zu Nutze zu machen, um die Beziehung zwischen Stadtleben und sozialem Stress zu ergründen. Hierzu müssen wir die Hirnfunktion von Versuchspersonen aus unterschiedlichen geografischen Regionen messen, während sie gleichzeitig einer sozialen Stresssituation ausgesetzt sind. [...]" "[...] Unsere Testpersonen mussten nun wiederum im Hirnscanner Denkaufgaben lösen, während sie ein Experimentator gehörig stresste. [...]" Ja, Herr Psychiater? Wie haben sie die Leute denn "gestresst"??? Erzählen Sie mal?? "bei Schizophreniepatienten strukturelle Veränderungen im pACC gefunden. Sie treten mitunter schon im Anfangsstadium, ja sogar bei Probanden mit nur erhöhtem Krankheitsrisiko auf - also noch vor den ersten psychiatrischen Symptomen." Hier beist sich die Katze mit den erfundenen "Krankheiten" (siehe oben) in den Schwanz. Wie können Sie denn, wenn sich noch nicht mal die "psychischen Krankheiten" beweisen oder nachweisen lassen, Menschen mit einem "nur erhöhtem Krankheitsrisiko" aus einer Menge von Menschen heraus"selektieren", wenn Ihre ganze "Diagnostik" auf "Hypothesen" beruht??? "Das Zusammenwirken von Genen und Umwelt dürfte für das Risiko, an seelischen Erkrankungen wie Depression und Schizophrenie zu leiden, ausschlaggebend sein. " DÜRFTE! Sie sagen es. Sie wissen es nicht. Sie nehmen an. Sie glauben! "das eigentliche Ziel jeglicher Psychiatrie [...]: schwer wiegende psychische Störungen wie Depression oder Schizophrenie nicht nur zu behandeln, sondern den Ausbruch solcher Erkrankungen zu verhindern. " Genau. Wieder sehr ehrlich von Ihnen das muss man Ihnen lassen. Das "eigentliche Ziel jeglicher Psychiatrie": Nicht strafrelevantes deviantes menschliches Verhalten "Sichten und "behandeln"". Und das am Besten noch prophylaktisch und vorbeugend. Da kann sich glücklich schätzen, wer sich mit einer PatVerfü (spezielle Patientenverfügung) rechtzeitig gegen psychiatrische Zwangsbehandlung qua Untersagung einer Untersuchung und Diagnostizierung durch alle Psychiater (und Mediziner, die eine psychiatrische "Diagnose" stellen wollen) abgesichert hat: ----------------- Vorabinformation: Geitsteskrank? Ihre eigene Entscheidung" http://www.patverfue.de/ PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung. ----------------- Mit freundlichen Grüßen Mussein
Wissen Sie was: die sind alle verrückt! ;-) Auf was sollen Geisteskrankheiten denn sonst beruhen? Auf Verdauungsstörungen? Die Psyche kommt aus bzw. sitzt im Gehirn. Es reicht nicht, wenn jemand sich krank fühlt und schwer leidet und deswegen zu einem Facharzt geht? Nein? Es handelt sich bei diesem Satz um unfassbar dummes Geschwätz, das beweist, daß Sie wirklich keinerlei Ahnung von der Thematik haben. Ja, genau. Am besten prophylaktisch *_und_* vorbeugend! Doppelt genäht hält besser, nicht? ;-) Seien Sie froh und glücklich, daß Dummschwätzerei keine Krankheit ist, die mit Schmerzen einhergeht.
reuanmuc 08.06.2012
3.
Zitat von Mussein----------------- Vorabinformation: Geitsteskrank? Ihre eigene Entscheidung" http://www.patverfue.de/ PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung. ----------------- Viele Menschen sind der Meinung, dass psychische Krankheiten gar nicht existieren. Hier sind zum Beispiel die FAQ des Werner-Fuß-Zentrums, des Zentrums der Irren-Offensive und des Landesverbandes Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg zu finden, die sich gleich eingangs dieser Frage widmen. Sie kommen zu dem Schluß: "Psychische Krankheiten" gibt es nicht!!! http://www.zwangspsychiatrie.de/faq/ "Da diese Leiden letztlich auf einer gestörten Hirnfunktion beruhen, [...]" Sehr geehrter Herr Psychiater Andreas Meyer-Lindenberg, Ihnen dürfte ja als "Fachmann" wohl bekannt sein, dass Sie der Öffentlichkeit hier von einer Hypothese berichten und sie als Tatsache darstellen. Selbst Psychiater reden im Allgemeinen von der sogenannten "Dopaminhypothese" und, was die "Depression" betrifft, von der "Serotoninhypothese". http://de.wikipedia.org/wiki/Dopaminhypothese http://de.wikipedia.org/wiki/Serotonin#Depression Trotz diesen ganzen "Hypothesen" hat die Psychiatrie (bzw. die PsychiaterInnen, die Sie in Ihrem Artikel gern als "wir" bezeichnen) bis heute keinen Test für "psychische Krankheiten" (oder auf Neupsychiatersprech "psychische Störungen") entwickelt, mit der man "objektiv" "psychische Krankheiten" bei zufällig ausgewählten Menschen nachweisen könnte. Es handelt sich bei dem Konstrukt der "psychischen Krankheiten" eben um sozial deviantes Verhalten, das von der Psychiatrie oft mit Zwangseiweisung (Gefangennahme - Gefängnis) und Zwangsbehandlung (Körperverletzung) bestraft (geahndet) wird - und das, ohnen dass die betreffenden Personen straffällig geworden wären. "[...] Neurobiologie zu Nutze zu machen, um die Beziehung zwischen Stadtleben und sozialem Stress zu ergründen. Hierzu müssen wir die Hirnfunktion von Versuchspersonen aus unterschiedlichen geografischen Regionen messen, während sie gleichzeitig einer sozialen Stresssituation ausgesetzt sind. [...]" "[...] Unsere Testpersonen mussten nun wiederum im Hirnscanner Denkaufgaben lösen, während sie ein Experimentator gehörig stresste. [...]" Ja, Herr Psychiater? Wie haben sie die Leute denn "gestresst"??? Erzählen Sie mal?? "bei Schizophreniepatienten strukturelle Veränderungen im pACC gefunden. Sie treten mitunter schon im Anfangsstadium, ja sogar bei Probanden mit nur erhöhtem Krankheitsrisiko auf - also noch vor den ersten psychiatrischen Symptomen." Hier beist sich die Katze mit den erfundenen "Krankheiten" (siehe oben) in den Schwanz. Wie können Sie denn, wenn sich noch nicht mal die "psychischen Krankheiten" beweisen oder nachweisen lassen, Menschen mit einem "nur erhöhtem Krankheitsrisiko" aus einer Menge von Menschen heraus"selektieren", wenn Ihre ganze "Diagnostik" auf "Hypothesen" beruht??? "Das Zusammenwirken von Genen und Umwelt dürfte für das Risiko, an seelischen Erkrankungen wie Depression und Schizophrenie zu leiden, ausschlaggebend sein. " DÜRFTE! Sie sagen es. Sie wissen es nicht. Sie nehmen an. Sie glauben! "das eigentliche Ziel jeglicher Psychiatrie [...]: schwer wiegende psychische Störungen wie Depression oder Schizophrenie nicht nur zu behandeln, sondern den Ausbruch solcher Erkrankungen zu verhindern. " Genau. Wieder sehr ehrlich von Ihnen das muss man Ihnen lassen. Das "eigentliche Ziel jeglicher Psychiatrie": Nicht strafrelevantes deviantes menschliches Verhalten "Sichten und "behandeln"". Und das am Besten noch prophylaktisch und vorbeugend. Da kann sich glücklich schätzen, wer sich mit einer PatVerfü (spezielle Patientenverfügung) rechtzeitig gegen psychiatrische Zwangsbehandlung qua Untersagung einer Untersuchung und Diagnostizierung durch alle Psychiater (und Mediziner, die eine psychiatrische "Diagnose" stellen wollen) abgesichert hat: ----------------- Vorabinformation: Geitsteskrank? Ihre eigene Entscheidung" http://www.patverfue.de/ PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung. ----------------- Mit freundlichen Grüßen Mussein
Zu diesen Menschen gehören auch Scientology und noch andere sehr dubiose Vereine, besonders auch manche Vertreter der Kirchen. Selbstverständlich bieten diese Menschen gleichzeitig ihre eigenen Rezepte an und versprechen das Blaue vom Himmel, nur gegen Geld oder Mitgliedschaft versteht sich. Wachsamkeit und Kritik an der Psychiatrie ist ohne Zweifel notwendig und manchmal berechtigt. Eine pauschale Verurteilung und Ablehnung ist dagegen so kriminell wie der Missbrauch der Psychiatrie in der Vergangenheit. Dass die Wissenschaft auf diesem schwierigen Feld noch viele dunkle Flecken hat, das ist leider unausweichlich. Nichts ist so komplex und undurchsichtig wie die menschliche Psyche. Zudem sind die Grenzen zwischen akzeptabler Abweichung und Krankheit fließend und individuell unterschiedlich und sogar von der Kultur bzw. der öffentlich vorherrschenden Meinung abhängig. Die moderne Zeit bringt den Menschen sehr viel Bequemlichkeit und Freiheit, aber auch Stress und Ängste. Die Flut an Informationen und Möglichkeiten erfordert Entscheidungen, oftmals mit ungenügender Kenntnis der Entscheidungsfolgen. Die Geräte des täglichen Lebens erzwingen Kenntnisse ihrer Funktion und Bedienung. Die ständige Erreichbarkeit erzwingt die Bereitschaft und Fähigkeit zur spontanen Kommunikation. Es ist unabsehbar, wie sich dieser Stress über Generationen hinweg auswirken wird. Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, wie es sie in der ganzen Menschheitsgeschichte nicht gegeben hat. Viele Menschen brauchen und suchen daher Hilfe - oder fallen in Depressionen oder Aggressionen.
Mussein 08.06.2012
4. Zwangspsychiatrie – Kontinuitäten – Menschenrechte
@reaunmuc: Sie schrieben: "Eine pauschale Verurteilung und Ablehnung ist dagegen so kriminell wie der Missbrauch der Psychiatrie in der Vergangenheit." Zu: „Eine pauschale Verurteilung und Ablehnung ist dagegen [...] kriminell“ Wie Sie lesen konnten lehne auch ich den Begriff der "psychischen Krankheit" ab. Beweise oder Tests dafür gibt es nicht und auch Sie brachten keinen Beweis oder gar ein Argument für deren Existenz. Und wie ich weiterhin sehe glauben Sie fest an dieses Konstrukt. Ihre Gründe dafür sind mir unbekannt. Mit meiner Meinung stehen ich durchaus nicht alleine da. Im Gegenteil wächst der diesbezüglich skeptische Teil der Weltbevölkerung rapide. Wenn Sie möchten, beschäftigen Sie sich doch mal mit der logischen Argumentation des Prof. Thomas Szasz: Mythos Geisteskrankheit - http://www.szasz-texte.de/texte/mythos-geisteskrankheit.html – Ich lehne jedoch die Psychiatrie als Glaubenssystem nicht ab. Ich lehne die Zwangspsychiatrie ab, die in den Köpfen der Menschen, durch jahrhunderte lange Propaganda der Psychiatrie eng mit dem Konstrukt der „Geisteskrankheiten“ verbunden ist! Auf wirklich freiwilliger Basis soll es jede und jeder für sich selbt entscheiden, ob sie oder er in der Psychiatrie oder bei Psychiatern hilfe suchen will und die „Bahandlungen“ hilfreich sind. Kriminiell sind nicht die Menschen, die die Psychiatrie für sich ablehenen (und sei diese Ablehnung auch noch so „pauschal“) - kriminell sind die Zwangsbehandelnden. Zumindest seit der durch die Organe der BRD erfolgte Ratifizierung der UN-Konvetion über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat sich noch keine Psychiater gegen das Ergebnis des von Betroffenen organisierten Wettbewerbs „beschwert“, geschweigen denn „zur Wehr gesetzt“: „Psychiater: staatlich geschützte Verbrecher“ Was wahr ist, muss man in diesem Land auch sagen dürfen. Sie schrieben: "Eine pauschale Verurteilung und Ablehnung ist dagegen so kriminell wie der Missbrauch der Psychiatrie in der Vergangenheit." Das ist eine wahrlich üble Vertauschung von Opfern und Tätern. Falls sie mit Vergangenheit den NS meinen, so sei Ihnen gesagt, dass Ihre Aussage an eine Verleugung des medizinischen Massenmordes grenzt. Falls sie an den Kontinuitäten der Zwangspsychiatrie interessiert sein sollten (was ich bezweifle, das sich sich noch nicht einmal mit den von mir geposteten Links auseinandergesetzt haben) empfehle ich Ihnen noch einen, etwas längeren Text: „Kontinuitäten der (Zwangs-)Psychiatrie. Eine kritische Betrachtung“ - http://www.irrenoffensive.de/kontinuitaeten.htm - - Sie schrieben: „Viele Menschen brauchen und suchen daher Hilfe“ Das habe ich auch gar nicht bestritten. Ich bestritt das Konstrukt (Etikett) „Geisteskrankheit“. Gut, dass es die PatVerfü gibt, durch die mensch sich das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit und medizinische Selbstbestimmung bewahren kann! Der Zwangspsychiatrie kommt dadurch – längst überfällig und völlig zurecht - ihr angeblich objektives „medizinisches Modell“ abhanden. -------------- Geisteskrank? Ihre eigene Entscheidung! http://www.patverfue.de/ PatVerfü – die schlaue Patientenverfügung.
korox 10.06.2012
5. .
Die Psychologie und alles was damit zusammenhängt ist grösstenteils die Religion der Neuzeit. Man muss daran glauben, dass man krank sei und das einem Therapien helfen würden. Tut man dies nicht, hilft all der Hokuspokus nichts. Dann versagt die "Heilung" über Einredung. Eine ganze "Wissenschaft", die sich im Grunde nur auf Moral und Ethik gründet, ist einfach nicht objektiv genug.
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