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Sportpsychologie: Was Kindern beim Fußballspielen Spaß bringt

Junge Kicker auf dem Schulhof: Gewinnen ist nicht das Wichtigste Zur Großansicht
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Junge Kicker auf dem Schulhof: Gewinnen ist nicht das Wichtigste

Hauptsache, gewinnen? Nein, für Kinder und Jugendliche sind laut einer US-Studie andere Faktoren entscheidend dafür, dass sie Spaß am Sport haben. Befragt haben die Forscher junge Fußballer, ihre Eltern und Trainer.

Ob Kinder Sport treiben, hängt von einem wesentlichen Faktor ab: Spaß! Wenn Ballspiele, Schwimmen, Laufen oder Turnen Freude bereiten, taugt Sport auch als Hobby - und nicht nur als quälende Einheit im Stundenplan.

Doch was genau bringt eigentlich Spaß beim Sport? Eine Gruppe von US-Forschern um Amanda Visek von der George Washington University in Washington D.C. hat 142 Fußballspieler unter 16 Jahren, 57 Mütter und Väter sowie 37 Trainer aufwendig befragt, um das herauszufinden.

Zuerst ermittelten sie in einem Brainstorming sämtliche Elemente, die beim Sport Spaß bringen können: vom gemeinsamen Aufwärmen im Team übers Lob des Trainers bis hin zum Erlernen neuer Techniken. 81 verschiedene Faktoren kamen so zusammen, berichtet das Teamim "Journal of Physical Activity & Health". Anschließend sortierten die Teilnehmer diese in verschiedene Kategorien, von denen sich elf herausbildeten, und gaben an, wie wichtig ihnen die jeweiligen Faktoren sind, wie oft diese vorkommen und wie gut sie im Spielalltag umsetzbar sind.

Fairness und Anstrengung

Das Ergebnis: Am meisten Spaß ziehen die Jugendlichen aus einem fairen, gemeinsamen Spiel. Gut als Team zusammen zu spielen, von der Mannschaft unterstützt zu werden und sie selbst zu unterstützen - diese Punkte standen weit oben auf der Liste.

Die zweitwichtigste Kategorie ist tatsächlich die fordernde, anstrengende Natur des Sports: zu versuchen, das Beste zu geben, aktiv zu sein, gut zu spielen, zu konkurrieren.

An dritter Stelle folgt ein gutes Coaching: Ein Trainer, der seine Spieler respektvoll behandelt, unterstützt, klar kommuniziert und ein Vorbild ist, fördert auch den Spaß am Spiel. Dass diese Respektsperson selbst mittrainiert oder Witze macht, ist den Kindern und Jugendlichen dagegen weniger wichtig.

Freude bereitet es den jungen Sportlern außerdem,

  • wenn sie etwas Neues lernen und besser werden,
  • wenn sie bei einem Spiel bejubelt werden, ihre Eltern zugucken und diese sich auch fair benehmen (also nicht schreien, sondern ihre Kinder anfeuern),
  • wenn sie auf ihrer besten Position gegen ein etwa gleich gutes Team spielen.

Und wie steht es mit dem Gewinnen? Das taucht zwar in der langen Liste auch auf, aber erst nach all den genannten Punkten in der neuntwichtigsten der elf Kategorien: mentale Boni. Noch weniger wichtig für den Sport-Spaß sind demnach nur Team-Rituale wie das Umarmen nach einem Torschuss und materielle Boni, wie die Sport-Ausrüstung, Medaillen oder Reisen zu anderen Spielstätten.

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1. Ich habe als Kind...
artusdanielhoerfeld 10.07.2014
...Fußball (und jeden anderen Mannschaftssport) gehasst, nachdem ich im Sportunterricht einmal ein Tor geschossen hatte, ich danach (statt Jubel) von der eigenen Mannschaft gefragt wurde, warum ich den Ball nicht an den "Klassenstar" abgegeben hatte, anstatt mich selbst in den Vordergrund zu stellen und der Lehrer ihnen Recht gab.
2. nicht nur Sie , artus
smartphone 10.07.2014
Diese "Probleme" des Starkults kommen mir reichlich bekannt vor . Ein generelles Defizit (nicht nur ) im Sportunterricht . Dem Starspieler bei uns habe ich einmal in Hörreichweite des Lehrers gesagt - er mache in dem Spiel keinen Stich ..... Ich gehörte auch zu den "schlechten" ohne Ballgefühl ... nun , ein wenig konsequente Manndeckung ( kein Umnieten) reichte ,den "Nimbus" massiv zu stören......... Fazit : wie oben angedeutet bestehen erhebliche Ausbildungsdefizite beiden Lehrern ,solche Alphatypen einzunorden in ein Teamspiel...btw auch in sonstigen Fächern werden einige systematisch bis hin zum Durchfallen benachteiligt... Solche "Anfangsqwertprobleme" haben massivste Auswirkungen gar für das Berufsleben (so daß je stattfindet-Sie lesen richtig ) weil Bildungsüberlänge gerne dem Nachwuchs alleinig "abgehängt" wird...
3. fragwürdiges Vergnügen
exHotelmanager 10.07.2014
Zitat von sysopDPAHauptsache gewinnen? Nein, für Kinder und Jugendliche sind laut einer US-Studie andere Faktoren entscheidend dafür, dass sie Spaß am Sport haben. Befragt haben die Forscher junge Fußballer, ihre Eltern und Trainer. http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/sportpsychologie-was-kindern-am-fussballspielen-gefaellt-a-980297.html
Es mag sein, dass Fussball besonders den Kindern eine Möglichkeit zu Erfolg bietet, die anderswo scheitern. Mir ist in meiner Jugend nie klar geworden, warum es fair ist, jemanden zusammenzutreten, aber unfair, sich dagegen zu wehren. Es gibt Sportarten, die weniger martialisch sind und Kinder weiter bringen. Zudem scheint mir eine US-Studie wenig geeignet, in Europa in Betracht gezogen zu werden. Die meisten Kinder und Eltern in USA kennen Fussball (dort "Soccer" im Gegensatz zum US-"Football", der eher eine Art Rugby ist) nicht. Genauso könnten sie in Deutschland die Attraktivität von Baseball (dem tatsächlichen Breitensport der US-Amerikaner) abfragen.
4. Soccer im Schulsport sehr wohl verbreitet
stenni 10.07.2014
Zitat von exHotelmanagerEs mag sein, dass Fussball besonders den Kindern eine Möglichkeit zu Erfolg bietet, die anderswo scheitern. Mir ist in meiner Jugend nie klar geworden, warum es fair ist, jemanden zusammenzutreten, aber unfair, sich dagegen zu wehren. Es gibt Sportarten, die weniger martialisch sind und Kinder weiter bringen. Zudem scheint mir eine US-Studie wenig geeignet, in Europa in Betracht gezogen zu werden. Die meisten Kinder und Eltern in USA kennen Fussball (dort "Soccer" im Gegensatz zum US-"Football", der eher eine Art Rugby ist) nicht. Genauso könnten sie in Deutschland die Attraktivität von Baseball (dem tatsächlichen Breitensport der US-Amerikaner) abfragen.
Da sind Sie falsch informiert! Während Profifußball in den USA weiterhin vergleichsweise ein Schattendasein fristet, ist es im Schulsport bei Jungen wie Mädchen überaus beliebt. Schon mal was von der "soccer mom" gehört? Genau, das ist eine Mutter, die den Nachwuchs zu einem der zahlreichen Fußballnachmittage kutschiert und dort anfeuert
5. Ob Sie da auf dem aktuellen Stand sind?
swandue 10.07.2014
Zitat von exHotelmanagerEs mag sein, dass Fussball besonders den Kindern eine Möglichkeit zu Erfolg bietet, die anderswo scheitern. Mir ist in meiner Jugend nie klar geworden, warum es fair ist, jemanden zusammenzutreten, aber unfair, sich dagegen zu wehren. Es gibt Sportarten, die weniger martialisch sind und Kinder weiter bringen. Zudem scheint mir eine US-Studie wenig geeignet, in Europa in Betracht gezogen zu werden. Die meisten Kinder und Eltern in USA kennen Fussball (dort "Soccer" im Gegensatz zum US-"Football", der eher eine Art Rugby ist) nicht. Genauso könnten sie in Deutschland die Attraktivität von Baseball (dem tatsächlichen Breitensport der US-Amerikaner) abfragen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball_in_den_Vereinigten_Staaten Baseball in Deutschland? Danach muss man wirklich suchen.
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