Signale des Körpers Bin ich schwanger?

Die Regel bleibt aus, und die Brüste spannen. Beides sind Anzeichen für eine Schwangerschaft, aber keine eindeutigen. Woran können Frauen erkennen, ob sie schwanger sind? Der Überblick.

Schwanger oder nicht schwanger?
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Schwanger oder nicht schwanger?

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Im Dezember werden in Deutschland die meisten Kinder gezeugt. Bis klar ist, ob ein Versuch geklappt hat oder eine Verhütungspanne ernsthafte Folgen hat, dauert es allerdings einige Zeit. In dieser Phase achten viele Frauen penibel auf jedes Signal ihres Körpers. Welche Anzeichen deuten zuverlässig auf eine Schwangerschaft hin? Wie sicher ist ein Schwangerschaftstest? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Woran erkannt man, dass man schwanger ist?

Das sicherste Zeichen ist das Ausbleiben der Regel. Hier wird es unter Umständen aber schon kompliziert, denn das Einsetzen der Periode unterliegt Schwankungen.

Einen absolut zuverlässigen Zyklus haben fast nur Frauen, die hormonell verhüten - etwa mit der Pille. Hier schwankt das Einsetzen der Blutung üblicherweise höchstens einen Tag. Bei allen anderen gelten Zyklen zwischen 23 und 35 Tagen als normal. Eine Verzögerung von mehreren Tagen kann beispielsweise Stress als Ursache haben.

Im Zweifel schafft ein Schwangerschaftstest Klarheit (siehe unten). Ist eine Schwangerschaft ausgeschlossen und fällt die Regel drei Mal hintereinander aus, sollten Frauen zum Arzt gehen.

Welche Besonderheiten gibt es nach Absetzen der Pille?

Wer die Pille absetzt, um schwanger zu werden, muss häufig zunächst etwas länger auf seine Periode warten. In einer Studie mit 175 Frauen, die gerade ihre Pille abgesetzt hatten, waren die Zyklen bis zum neunten Monat verlängert (siehe Grafik). Als Vergleichsgruppe dienten 284 Frauen, die nie hormonell verhütet hatten.

In der gleichen Untersuchung hatte zudem lediglich jede zweite Frau einen normalen ersten Nach-Pillen-Zyklus mit Eisprung, der üblichen Hormonproduktion in der zweiten Zyklushälfte und normaler Zykluslänge von maximal 35 Tagen. Die andere Hälfte fiel vor allem durch überlange Zyklen auf. Zehn von hundert Frauen hatten im ersten Zyklus nach Absetzen der Pille allerdings auch keinen Eisprung. Bei sechs von hundert Frauen setzte die Regel innerhalb des ersten halben Jahres nach Absetzen der Pille ganz aus.

Wann sind die fruchtbaren Tage?

Bei Frauen, die nicht hormonell verhüten, liegen sie bei einem 28-Tage-Zyklus ungefähr in der Mitte des Zyklus - am Tag vor und am Tag des Eisprungs (siehe Grafik). Da die Spermien fünf bis maximal sieben Tage im Körper der Frau überleben, ist aber auch bei Geschlechtsverkehr in den Tagen davor die Chance auf eine Schwangerschaft erhöht. Bei kürzeren oder längeren Zyklen verschieben sich die fruchtbaren Tage entsprechend (siehe Grafik).

Gab es in der kritischen Phase eine Verhütungspanne, kann die Pille danach eine Schwangerschaft verhindern, wenn man schnell reagiert (siehe unten). Das gilt auch, wenn man außerhalb der fruchtbaren Tage auf Nummer sicher gehen will. Als Standardverhütung eignet sich die Pille danach aber nicht.

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Kann man trotz Regelblutung schwanger sein?

In der Schwangerschaft findet kein Eisprung statt, und die Gebärmutterschleimhaut wird nicht abgestoßen - Letzteres würde das Ende der Schwangerschaft bedeuten. Die Periode zu bekommen und gleichzeitig schwanger zu sein, ist also unmöglich, denn die Blutung entsteht durch die Abstoßung der Schleimhaut.

Das gilt auch für den Fall, dass man die Pille aus Unwissen über die Schwangerschaft zunächst weiternimmt - etwa nach einem Verhütungsunfall. Dass die Hormone der Pille trotz Schwangerschaft eine Blutung einleiten, wie in manchen Onlineforen behauptet, ist unlogisch.

Die mit der Pille eingenommenen Hormone gaukeln dem Körper eine Schwangerschaft vor. Sie verhindern den Eisprung und lassen die Gebärmutterschleimhaut wachsen. Erst wenn die Hormone in der Pillenpause wegfallen, setzt die Periode ein. Im Fall einer Schwangerschaft bildet der Körper jedoch selbstständig Hormone, die die Regelblutung verhindern - auch, wenn die Hormone aus der Pille fehlen.

In den ersten drei Monaten der Schwangerschaft haben dennoch 15 bis 25 von hundert Frauen Blutungen. Diese haben aber eine andere Ursache als die Periode und unterscheiden sich auch in der Dauer und der Blutmenge von dieser. Oft bleibt der genaue Auslöser unklar.

Denkbar ist, dass es zu einer Blutung kommt, wenn sich die Eizelle in die Gebärmutter einnistet. Die Einnistungsblutung ist deutlich schwächer und kürzer als die Regelblutung, tritt aber zu einem ähnlichen Zeitpunkt auf. Zwischen der fünften und achten Schwangerschaftswoche können zudem Hormonumstellungen Blutungen verursachen.

Sicherheitshalber sollten Schwangere ihren Arzt kontaktieren, wenn sie wiederholt Blutsprenkel in der Unterwäsche entdecken, die Blutungen stärker werden, anhalten oder Schmerzen hinzukommen. In seltenen Fällen sind sie ein Hinweis auf eine Eileiterschwangerschaft oder eine Fehl- oder Frühgeburt.

Welche Anzeichen deuten neben einer ausgebliebenen Periode auf eine Schwangerschaft hin?

Zusätzlich zum Ausbleiben der Regel, können eine ganze Reihe von Symptomen auf eine Schwangerschaft hinweisen:

  • Spannen in der Brust
  • Ziehen im Unterleib
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Manche Nahrungsmittel schmecken plötzlich nicht mehr - etwa Kaffee
  • Andere ungeliebte Speisen wirken auf einmal sehr appetitlich
  • Verstärkter Harndrang
  • Weinerlichkeit und Stimmungsschwankungen
  • Schwindel oder zwischenzeitliches Schwarz-vor-Augen-Werden
  • Diese Symptome treten allerdings bei jeder Frau und jeder Schwangerschaft unterschiedlich intensiv auf. Zudem lässt sich eine Schwangerschaft nicht ausschließen, wenn die Anzeichen fehlen.

    Wann treten die Symptome frühestens auf?

    Wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnistet und damit Kontakt zum Blutkreislauf der Mutter besteht. Das ist frühesten sechs bis zwölf Tage nach der Befruchtung der Fall. Da die fruchtbaren Tage bei Frauen, die nicht hormonell verhüten, ungefähr in der Mitte eines Zyklus liegen, macht sich die Schwangerschaft bei ihnen also frühestens gegen Ende eines Zyklus bemerkbar, wenn auch die Regelblutung auf sich warten lässt.

    Meistens treten die Symptome - abgesehen vom Ausbleiben der Regel - aber später auf. In einer Studie mit 136 Frauen berichtete die Hälfte bis zum Anfang der sechsten Schwangerschaftswoche (Tag 36 nach Beginn der letzten Regelblutung) von eindeutigen Symptomen. Erst bis zum Ende der achten Woche machten sich bei fast allen Schwangeren - knapp 90 Prozent - klare Anzeichen bemerkbar. Selbstdiagnosen sind demnach gerade zu Beginn der Schwangerschaft schwierig.

    Wie lässt sich nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern?

    Wer schnell reagiert, hat eine gute Chance. Die Pille danach kann eine Schwangerschaft verhindern, indem sie den Eisprung unterdrückt. Die Eizelle kann dann nicht befruchtet werden. Ist man schon schwanger, ist die Pille danach wirkungslos.

    Am zuverlässigsten ist sie innerhalb der ersten zwölf Stunden nach dem Geschlechtsverkehr. Die maximale Zeitspanne bis zur Einnahme liegt je nach Präparat zwischen drei und fünf Tagen. Die Pille danach ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Wer unsicher ist, sollte sich beim Frauenarzt beraten lassen.

    Nach der Einnahme kann es sein, dass sich die Regelblutung um ein paar Tage verzögert. Lässt sie länger als eine Woche auf sich warten, sollte man einen Schwangerschaftstest machen und einen Frauenarzt kontaktieren.

    Ab wann ergibt ein Schwangerschaftstest Sinn?

    Schwangerschaftstests messen das Hormon HCG im Urin, das zunächst von der befruchteten Eizelle und später im Mutterkuchen produziert wird. Handelsübliche Tests liefern ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode ein zuverlässiges positives Ergebnis - also etwa zwei Wochen nach dem entscheidenden Geschlechtsverkehr. Dass ein Test "schwanger" anzeigt, obwohl man es nicht ist, ist bei gesunden Frauen unwahrscheinlich (viele Hersteller geben eine Genauigkeit von 99 Prozent an).

    Bei einem negativen Ergebnis - "nicht schwanger" - bleiben jedoch Unsicherheiten. In seltenen Fällen steigt die HCG-Konzentration leicht verspätet auf einen messbaren Wert. Wer trotz negativem Test seine Regel nicht bekommt, sollte ihn nach drei Tagen wiederholen und im Zweifel beim Arzt einen Bluttest machen lassen.

    Schwangerschaftstests gibt es in der Drogerie oder rezeptfrei in der Apotheke. Je nach Test lässt sich eine Konzentration zwischen 10 und 40 HCG-Einheiten pro Liter Urin nachweisen (häufig angegeben als IU/l oder mIU/ml). Je kleiner die Zahl, desto früher schlägt der Test im Fall einer Schwangerschaft an. Die Antibabypille beeinflusst das Ergebnis nicht.

    Wie zuverlässig sind Tests zur Früherkennung?

    Die Tests können eine Schwangerschaft bis zu vier Tage, manchmal sogar bis zu sechs Tage vor dem eigentlichen Einsetzen der Regel erkennen. Ein negatives Ergebnis schließt eine Schwangerschaft aber nicht sicher aus. Es kann zu dem frühen Zeitpunkt leicht passieren, dass noch nicht genug HCG vorhanden ist. Wer eine Schwangerschaft ausschließen will, sollte daher erst am ersten oder zweiten Tag der ausbleibenden Regel messen.

    Ab wann sollte man auf Alkohol verzichten?

    Sobald die Regelblutung ausbleibt und eine reale Chance auf eine Schwangerschaft besteht. Die Vorgabe ist eine Sicherheitsmaßnahme, da bislang keine mit Sicherheit unschädliche Alkoholdosis bekannt ist.

    Trinkt die Mutter, gelangt der Alkohol über den Mutterkuchen ins Kind. Die unfertige Leber des Embryos ist jedoch nicht in der Lage, den Alkohol so schnell abzubauen wie ein ausgereiftes Organ. Das Ungeborene ist dem Stoff also länger und durch den verzögerten Abbau mitunter auch in größerer Konzentration ausgesetzt als die Mutter.

    In den ersten zwei Wochen nach der Befruchtung - also bevor die Regel ausbleibt - gilt dagegen das Alles-oder-Nichts-Prinzip: Entweder die befruchtete Eizelle übersteht den Kontakt mit dem Alkohol oder sie wird so stark geschädigt, dass der Körper sie - meist unbemerkt - abstößt.

    An wen kann man sich wenden, wenn man ungewollt schwanger ist?

    Auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind Beratungsstellen in der Nähe aufgelistet (hier). Die Datenbank führt beispielsweise zu Angeboten der Arbeiterwohlfahrt oder vom Diakonischen Werk.

    Viele Stellen bieten auch eine telefonische Beratung an. Informationen dazu sind ebenfalls in den Datenbankeinträgen zu finden. Pro Familia hat auf den Seiten Sextra (für alle) und Sexundso (für Jugendliche) eine kostenlose und anonyme Onlineberatung eingeführt.

    Wer über eine Abtreibung nachdenkt, muss sich vorher persönlich beraten lassen und einen Beratungsschein vorweisen. Diesen dürfen nur manche Beratungsstellen ausstellen. Sie sind in der BZgA-Datenbank ausgewiesen.

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    insgesamt 8 Beiträge
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    Seite 1
    hektor2 23.12.2016
    1. Gang
    Im Zweifel hilft der Gang zum/zur Frauenarzt/-ärztin. - Das ist doch schon Dr. Sommer Niveau.
    Akonda 24.12.2016
    2. Was für ein.....
    ...seltsamer Artikel. Wir haben heute viele Möglichkeiten, eine Schwangerschaft festzustellen. @hektor2: Absolut Ihrer Meinung, was Dr. Sommer betrifft.
    sammilch 24.12.2016
    3. Gehört auf bento.de
    Netter Artikel. Aber müsste der nicht auf der Spiegel-Partner-Seite bento erscheinen?
    Samuel2014 25.12.2016
    4.
    Also denke, dass der Artikel für Frauen, die die Befürchtung haben Schwanger zu sein, sehr informativ ist. Viele können diese Informationen auch nutzen um eine gewollte Schwangerschaft zu "erreichen". Wie aber schon im Vorfeld geschrieben wurde, gibt es in unserer Zeit sehr viele Möglichkeiten einen Test zu machen, was meiner Meinung nach auch der einfachste Weg ist. Und ein Gang zu einem Gyn ist auch empfehlenswert. Was aber in den Artikel definitiv fehlt ist, dass viele Frauen keinen regelm. Zyklus haben, obwohl Sie eine hormonelle Verhütung regelmäßig einnehmen. So ging es nämlich mir und ich habe auch viele (für mich nutzlose) solcher Berichte gelesen und kam null weiter. Es ist schade, dass in vielen Berichten nur der Idealfall erklärt und ausführlich beschrieben wird. Es kam erst sehr spät raus, dass ich an einem PCO-Syndrom leide und das der Grund ist. Ich denke wenn solche Themen auch einmal bearbeitet werden oder öfter bearbeitet werden, würden mehr Frauen das Problem einer ausbleibenden Schwangerschaft wissen. Denn als ich das wusste war es kein Problem mehr. Mit ein paar Privaten Umstellungen und der Einnahme von Clavella bzw. im Anschluss Velnatal (wurde mir von meinem GYN. empfohlen aufgrund der Diagnose) bekamen mein Mann und ich das Problem in den Griff. Daher wünsche ich mir echt mehr Berichte über den nicht idealen Fall.
    it_makes_me_wonder 26.12.2016
    5. So viele Fehler...
    1)unter Anwendung hormonellen Kontrazeptiva hat Frau keinen Zyklus im eigentlichen Sinn. Dieser würde aus Eireife/Eisprung und Lutealphase bestehen. Da hormonelle Kontrazeptiva, schon die Eireife unterdrücken,entfallen auch Eisprung und Lutealphase. Dementsprechend werden mittlerweile sich Langzyklen etc. praktiziert. Die Abbruchblutung lässt sich beliebig lang heraus zögern. In diesen Zusammenhang ist es übrigens sehr wohl noch möglich das es während Pillenpausen,trotz bestehender Schwangerschaften noch zu Blutungen kommt. Diese rühren dann häufig von Gebährmutterschleimhaut im unteren Gebährmutterhals. 2)Gebährmutterschleimhaut unter Anwendung hormonellen Kontrazeptiva,baut sich nur unzureichend auf. Heißt in vielen Fällen ist die Abbruchblutung dann auch schwächer. Dies gehört zu der dreifach Wirkung der Antibabypille.Im Fall einer Durchbruchsovulation (kommt besonders bei den schwächer dosierten Präparaten der dritten und vierten Generation häufiger vor)kam sich eine evt. befruchtet Eizelle nicht einnisten. 3)Symptome die auf das Hormon HCG zurück zu führen sind,können bereits ab der Befruchtung auftreten. zwischenzeitlich ist bekannt das HCG bereits zu diesem Zeitpunkt uns nicht erst ab der Einnistung produziert wird. 4)Notfallverhütung kurz nach dem Eisprung. Mit der Kupferspirale/Kupferkette kann bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Verkehr verhütet werden. Sie hat lediglich die Aufgabe eine Einnistung zu verhindern und den großen Vorteil das sie sich weiterhin zur Verhütung genutzt werden kann. Aber nichts für Ungut
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