Vorsorgeuntersuchungen Welche Checks in der Schwangerschaft sinnvoll sind

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7. Teil: Ringelröteln - "Screening ohne Therapie nicht sinnvoll"


Der Test: Es handelt sich um einen Antikörper-Suchtest auf das Parvovirus B19, das die Kinderkrankheit Ringelröteln auslöst. Schwangere stecken sich vermutlich nur selten an, denn die Durchseuchungsquote liegt im Erwachsenenalter bereits bei 60 bis 70 Prozent. Das Risiko einer Übertragung auf das Kind beträgt rund 30 Prozent, dann drohen Wasseransammlungen im Körper des Fötus, Schädigungen von Leber oder Herz oder der Fruchttod.

Die Bewertung: Das Problem nach der Diagnosestellung ist, dass es zwar die "Möglichkeit der passiven Immunisierung mit Antikörperpräparaten" gebe, so der Arbeitskreis Blut des Bundesministeriums für Gesundheit in einer Stellungnahme zum Parvovirus B19. Auch seien bereits Fallberichte veröffentlicht worden, bei denen durch Gabe von Antikörpern akute oder chronische B19-Infektionen erfolgreich behandelt wurden. Zugelassen ist eine solche Therapie aber noch nicht.

Die Kosten: Ohne begründeten Verdacht auf eine Infektion muss die Frau den Test selbst bezahlen, die Kosten liegen zwischen 15 und 30 Euro.

Das Fazit: "Ein Screening auf Ringelröteln in der Schwangerschaft ist nicht sinnvoll, weil es keine zugelassene Therapie gibt", sagt Klaus König vom Berufsverband der Frauenärzte. "Schwangere Kindergärtnerinnen oder Kinderkrankenschwestern, die ständig in Kontakt mit dem Erreger kommen können, sollten aber vorsorglich aus ihrem Arbeitsprozess herausgenommen werden."

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byzopsycho 01.10.2012
1. laut Hebammen gehen 50% der Fehlgeburten auf eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) zurück
Eine Untersuchung die einem Mordversuch nahekommt ist nur deshalb erlaubt, weil es für einige Ärzte sehr lukrativ sein kann.
fabeno 01.10.2012
2. Quellen?
Zitat von byzopsychoEine Untersuchung die einem Mordversuch nahekommt ist nur deshalb erlaubt, weil es für einige Ärzte sehr lukrativ sein kann.
Haben sie auch eine Quelle dazu? Oder werfen sie das einfach mal so in den Raum? Thesen ohne überprüfbare Quellen sind einfach nur Behauptungen ohne jegliche Relevanz.
westerwäller 01.10.2012
3. Neueste Masche...
Zitat von sysopCorbisDown-Syndrom, Windpocken, Toxoplasmose - Ärzte bieten werdenden Müttern zahlreiche Tests während der Schwangerschaft an. Die Frauen müssen die Medizinchecks selbst bezahlen, erkaufen sich damit aber oft nur trügerische Sicherheit. Welche Tests sind wirklich sinnvoll? Ein Überblick. http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/igel-warum-schwangerschaftsuntersuchungen-viele-muetter-verunsichern-a-847864.html
...der sog. "Orale Glucose Toleranztest" bei Schwangeren die ob ihres eh erhobenen Blutbildes keinerlei Anzeichen für Diabetes zeigen. Wurde zu Recht von den Krankenkassen früher nicht bezahlt, wenn keine entsprechenden Indikationen vorlagen...
stickstoffgruppe 01.10.2012
4. kein Pflichtprogramm
Letztendlich entscheidet der Patient, welche Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden. Es besteht immer die Möglichkeit, "Nein" zu sagen. Ein guter und gewissenhafter Gynäkologe wird IMMER über Risiken, Aussagekräftigkeit und Kosten einer Vorsorgeuntersuchung aufklären. Mir wurden in der Schwangerschaft nicht einmal die Hälfte der o.g. Untersuchungen angeboten. Daß 50% der Fehlgeburten auf Amniozentesen zurückzuführen sind, ist Unsinn. Mich würde interessieren, welche Studie derart haarsträubende Daten ausgespuckt hat?
Schlechtes Gewissen 01.10.2012
5. fehlende Informationen
Was die Autorin völlig außer Acht lässt, ist, dass Frauen in bestimmten Berufen (z.Bsp. Erzieherinnen) bei fehlender Immunität gegen Zytomegalie oder Ringelröteln für die komplette Schwangerschaft ein Berufsverbot bekommen (bei vollen Bezügen). Die Ansteckungsgefahr in Betreuungseinrichtungen für Kinder ist nämlich besonders hoch. Es geht nicht nur um Behandlungsmöglichkeiten oder Impfschutz, sondern auch um Risikovermeidung.
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