Salmonellengefahr Rossmann ruft "Babydream"-Milchnahrung von Lactalis zurück

Die Drogeriekette Rossmann fordert seine Kunden auf, bestimmte "Babydream"-Milchnahrungen wegen Salmonellengefahr nicht mehr zu verwenden. Vom Hersteller Lactalis wurden weltweit bereits Tausende Tonnen Babymilch zurückgerufen.

Filiale der Drogeriekette Rossmann
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Filiale der Drogeriekette Rossmann


Der französische Molkereikonzern Lactalis ruft in 83 Ländern unterschiedliche Baby-Milchnahrungen wegen des Verdachts auf Salmonellen zurück. Die Drogeriemarktkette Rossmann schließt sich jetzt dem Rückruf an: Die Kunden sollten "Babydream"-Milchnahrungsprodukte mit dem Hinweis "Hergestellt in der EU" nicht mehr verwenden und in eine Rossmann-Filiale zurückbringen. Der Kaufpreis werde ohne Vorlage des Bons erstattet. Milchnahrung mit dem Hinweis "Hergestellt in Deutschland" sei jedoch nicht betroffen, teilte Rossmann mit.

Bis November 2016 habe Lactalis für die Rossmann-Marke "Babydream" Milchnahrung produziert, diese sei Mitte 2017 zuletzt verkauft worden. Seit Ende 2016 stelle ein anderes Unternehmen die "Babydream"-Milchnahrung her.

Lactalis hatte wegen der Salmonellengefahr bereits im Dezember weltweit Tausende Tonnen Babymilch zurückgerufen, nachdem mehr als 30 Babys in Frankreich erkrankt waren. Die französische Polizei hat inzwischen mehrere Standorte des Molkereikonzerns durchsucht. Mittlerweile ist auch ein Baby in Spanien erkrankt, ein weiterer Fall in Griechenland wird noch geprüft.

Salmonellen sind Bakterien, die sich im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren vermehren. Die Erreger gelangen meist über Lebensmittel in den Verdauungstrakt. Dort können sie Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall auslösen. Als weitere Symptome gelten Kopf- und Bauchschmerzen, allgemeines Unwohlsein und gelegentlich auch Erbrechen. Häufig wird die Erkrankung von leichtem Fieber begleitet.

Bei den meisten Patienten halten die Beschwerden mehrere Tage an und klingen dann von allein ab. Babys sind genau wie Kleinkinder, Senioren und Kranke besonders gefährdet. Bei ihnen kann der Verlauf der Krankheit länger dauern und schwerer ausfallen. Sie reagieren besonders empfindlich auf den Verlust von Flüssigkeit und Salzen. In schweren Fällen kann dies zu Kreislaufkollaps oder Nierenversagen und sehr selten zum Tod führen.

Für die Erkrankten ist es wichtig, viel zu trinken. Bei Babys und Kleinkindern sollte zudem ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt vor allem, wenn Durchfall oder Erbrechen besonders stark sind oder länger als zwei bis drei Tage anhalten und zusätzlich Fieber auftritt.

Lactalis ist einer der größten Molkereikonzerne der Welt. In Deutschland verkauft der Hersteller vor allem Käse der Marken Président, Galbani oder Salakis.

hei/dpa



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