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Schwangerschaftsdiabetes: Warum werdende Mütter auf ihre Pfunde achten sollten

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Schwangere Frau: Übermäßige Gewichtszunahme erhöht die Gefahr für einen Schwangerschaftsdiabetes

Schwanger und ein paar Kilos zu viel auf den Rippen? Viele werdende Mütter unterschätzen die Gefahr einer übermäßigen Gewichtszunahme. Sie riskieren nicht nur einen Schwangerschaftsdiabetes und Leiden wie Bluthochdruck: Ein zu hoher Zuckerspiegel kann zu erheblichen Geburtskomplikationen führen.

Übelkeit und Müdigkeit in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sind normal, ja sogar ein gutes Zeichen, wie Omas, Mütter und Tanten zu berichten wissen. Doch nach dieser Hürde hat nicht jede Schwangere das Glück, beschwerdefrei zu sein. Während die einen mit ungetrübter Freude aufs Kind die restlichen sechs Monate genießen, haben andere gesundheitliche Probleme und finden eine Schwangerschaft nur beschwerlich. Wenn sie Pech haben, läuft auch die Geburt nicht reibungslos, das Kind ist viel zu groß und muss per Kaiserschnitt geholt werden.

Ursache für die Probleme ist in vielen Fällen ein Schwangerschaftsdiabetes, ein erhöhter Zuckerspiegel im Blut. Experten sprechen von Gestationsdiabetes, kurz GDM. Dazu neigen insbesondere übergewichtige werdende Mütter oder jene, die während der Schwangerschaft mehr zunehmen, als gemeinhin empfohlen wird. Viele Frauen sind sich der Gefahr eines Schwangerschaftsdiabetes aber nicht bewusst. Dabei bringt er nicht nur gewisse Komplikationen für die Mutter mit sich - Harnwegsinfekte, ein zu hoher Blutdruck oder Wassereinlagerungen. Auch beim Ungeborenen ist der Zuckerspiegel zu hoch und kann, sofern er nicht bald wieder normalisiert wird, dazu führen, dass die Reifung von Niere und Leber verzögert wird. Im schlimmsten Fall drohen Frühgeburten.

Wie aber kann man solchen Schwangerschaftskomplikationen am besten vorbeugen?

Mit dieser Frage hat sich vor kurzem ein internationales Mediziner-Team um Shakila Thangaratinam von der University of London beschäftigt. Die Ärzte wollten wissen, wie sich die Gewichtszunahme am besten beherrschen lässt - durch Sport, eine gesunde Ernährung oder durch die Kombination von beidem?

Eine gesunde Ernährung unter ärztlicher Kontrolle, so das Fazit der Studie, die im "British Medical Journal" erschien, hilft Schwangeren am besten, einer übermäßigen Gewichtszunahme vorzubeugen. Das gilt demnach sowohl für normalgewichtige Frauen als auch für übergewichtige oder gar fettleibige. Dabei denken die Ärzte nicht nur an weniger Kalorien, sondern auch an reichlichen Verzehr von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse.

Die GDM-Studie im Detail
Ziel
Die Wissenschaftler wollten herausfinden, durch welche Maßnahme - eine gesunde Ernährungsweise, Sport oder Ernährung kombiniert mit Sport - eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft am wirkungsvollsten zu bekämpfen ist.
Untersuchung
Die Forscher analysierten insgesamt 44 randomisierte und kontrollierte Studien mit 7278 Schwangeren. Für diese sogenannte Metaanalyse, bei der ein Resumee aus verschiedenen Studien gezogen wird, bildeten sie aus den Studienteilnehmerinnen drei Zweige: Ein Teil der Probandinnen achtete nur auf seine Ernährung, ein zweiter Teil dagegen musste regelmäßig Sport machen. Der dritte Teil bestand aus Probandinnen, die beide Maßnahmen gleichzeitig angewendet hatten. Für jeden Zweig wurden die Anzahl der Schwangerschaftskomplikationen, Gewichtszunahme und Gewicht des Kindes ermittelt.
Ergebnisse
Die Reduktion der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft betrug bei einer kontrollierten gesunden und kalorienreduzierten Ernährung durchschnittlich etwa vier Kilogramm. Schwangere, die nur Sport trieben, reduzierten ihr Gewicht im Vergleich zur Kontrollgruppe nur um 0,7 Kilogramm. Die Kombination von beidem ergab gerade mal ein Kilogramm weniger Gewicht.

Schwangere mit einer kalorienreduzierten Kost hatten ein um 60 Prozent geringeres Risiko für einen Schwangerschaftsdiabetes als die Kontrollgruppe. Ihr Risiko für eine Präeklampsie - eine Erkrankung, die durch Bluthochdruck, vermehrte Eiweißausscheidungen im Urin und Wassereinlagerungen gekennzeichnet ist - war um 33 Prozent geringer.
Stärken
Eine Metaanalyse fasst den aktuellten Stand mehrerer Studien zusammen. Die Ärzte zogen dafür nur randomisierte kontrollierte Studien in Betracht. Dieser Studientyp ist qualitativ sehr hochwertig und eignet sich am besten, um Effekte durch eine Therapie nachzuweisen.
Schwächen
Eine Metaanalyse ist stark abhängig von der Qualität der einzelnen betrachteten Studien, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen können. Daten zu weiteren Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes wie Alter, ethnischer Zugehörigkeit und sozioökonomischem Status fehlen ganz. Außerdem ist lediglich eine Subgruppe der etwa 7000 Probanden von Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Das Ergebnis, dass die Kombination aus Sport und Diät deutlich schlechter abschneidet als Diät allein, ist seltsam und muss sicher weiter untersucht werden.
Damit verringert sich das Risiko einer Entgleisung des Zuckerstoffwechsels. "Die Ergebnisse zeigen auch, dass gerade bei vorliegendem Schwangerschaftsdiabetes Mutter und Kind von einer kalorienreduzierten und ausgewogenen Ernährung profitieren", sagt Michael Hummel. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) warnt aber zugleich vor einer zu strengen Diät. "Voraussetzung ist, dass die Kalorienreduktion nicht übertrieben wird, und das Kind noch gut versorgt ist."

Schwangerschaftsdiabetes als Warnschuss für die Zukunft

Etwa 24.000 Schwangere, also etwa vier Prozent aller Schwangeren, erkrankten nach Angaben der DDG im Jahr 2010 an GDM. Die Dunkelziffer unerkannter Fälle könnte weitere acht Prozent betragen.

Zum erhöhten Blutzuckerspiegel kommt es, weil der Körper zu wenig Insulin herstellt. Das Hormon aus der Bauchspeicheldrüse sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Zellen transportiert wird und so der Zuckerspiegel sinkt. Ab etwa der 23. Schwangerschaftswoche agieren die ausgeschütteten Hormone aber zunehmend als Gegenspieler zu Insulin, so dass der Körper mehr Insulin benötigt. Bei manchen Frauen kommt die Bauchspeicheldrüse aber aus genetischen Gründen und wegen ihres Übergewichts mit der Insulinproduktion nicht mehr nach - der Blutzuckerwert steigt an.

Zwar verschwindet der GDM in der Regel nach der Geburt des Kindes wieder. Er hat aber neben kurzfristigen Beschwerden wie Bluthochdruck oder Wassereinlagerungen auch langfristige Folgen. "Etwa jede zweite betroffene Frau entwickelt in den folgenden acht Jahren einen Typ-2-Diabetes", sagt Christof Sohn von der Universitätsfrauenklinik in Heidelberg. "Auch das Risiko, während einer weiteren Schwangerschaft erneut an einem GDM zu erkranken, ist stark erhöht."

Und das Kind? Als Reaktion auf die hohen mütterlichen Blutzuckerwerte produziert seine Bauchspeicheldrüse Insulin im Überschuss. Doch dieses wirkt dem Hormon Cortisol entgegen, das die Entwicklung der kindlichen Organe fördert. Leber oder Lunge etwa können so zu Schaden kommen. Zudem macht das Insulin als Wachstumshormon das Kind groß und schwer. Kaiserschnitte sind deshalb überdurchschnittlich oft notwendig, um Geburtskomplikationen wie das Steckenbleiben der kindlichen Schultern im Geburtskanal zu vermeiden.

Der Start ins Leben beginnt dann vielfach mit einer Unterzuckerung. Die Kleinen sind apathisch und trinkfaul oder zittrig und unruhig. Und auch später sind die Folgen für das Kind zu spüren: "Etwa 20 Prozent der Kinder, deren Mütter einen GDM hatten, entwickeln bis zum 20. Lebensjahr einen gestörten Glukosestoffwechsel und haben damit ein stark erhöhtes Risiko für einen Typ-2-Diabetes", warnt Sohn.

Deshalb befürworten die meisten Experten die Früherkennungsuntersuchung für GDM, die erst seit März in den Mutterschaftsrichtlinien als Kassenleistung verankert ist. "Das ist sehr wichtig, da Frauen bei Eintritt der Schwangerschaft älter als früher sind und auch oft ein höheres Ausgangsgewicht haben", sagt Hummel. Der GDM trete deshalb häufiger auf. "Das Hauptargument für das Screening ist aber, dass durch eine einfache Behandlung der Frauen mit GDM Nachteile für Mutter und Kind nachgewiesenermaßen vermieden werden können."

Sollte die Ernährungsumstellung nicht ausreichen, um den Blutzuckerspiegel zu normalisieren, benötigt die Schwangere zusätzlich eine Insulinbehandlung. Die Mühe lohnt sich: Wird ein GDM rechtzeitig erkannt und gut behandelt, nimmt das Ganze für Mutter und Kind doch noch ein gutes Ende.

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1. Als Betroffene
aziraphale88 31.07.2012
bin ich wirklich geschockt über den Unsinn, der in diesem Artikel steht. Schwangerschaftsdiabetis kann sicher frühestens in der 20 SS-Woche diagnostiziert werden, vorher macht den Test normalerweise kein Arzt. Ursächlich ist keineswegs das Essen, sondern die Tatsache, dass die SS-Hormone die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion einschränken. Bei mir wurde das in der 26. SS-Woche diagnostiziert. Ich hatte zwar zuviel zugenommen (obwohl ich ganz normal gegessen hatte) aber nicht deshalb wurde das untersucht, sondern weil mein Kind zu groß war. Anfangs bekam ich das mit Ernährungsumstellung noch gut in den Griff, später musste ich Insulin spritzen, bis zu 4mal am Tag (weil der Körper mit fortschreitender SS mehr Hormone produziert). Am Tag nach der Geburt war mein Zuckerspiegel wieder normal und ist es bis heute... Wenn die Ernährung die Ursache gewesen wäre, hätte ich heute noch Diabetis, da ich mich genauso wie vor und während der ersten Wochen meiner SS ernähre. Nicht jede Frau, die zuviel zunimmt, bekommt SS-Diabetis. Und falsche Ernährung ist auch nicht die Ursache dafür.
2. Und wieder nur die halbe Wahrheit!
bitboy0 31.07.2012
Natürlich stimmt das meiste in dem Artikel, aber da Insulin durch Kohlenhydrate jeder Art ausgeschüttet wird sollte man genau da ansetzen! Anstelle von einer Ernährung mit "...Viel Vollkorn und Obst..." sollte man genau das nicht tun! Der Körper der Frau stellt sich in der Schwangerschaft auf Ketose um, erzeugt also einen potenten Ersatz für Kohlenhydrate und alle zusätzlichen Kolenhydrate wandern dadurch "unbesehen" in die Fettdepots! Genau durch diesen Mechanismus droht eine Insulinresistenz und die "Diabetis" ... Viel Besser ist einer Ernährung mit einem Fokus auf Fett und Eiweis und nur wenig Kohlenhydraten! Das bedeutet nicht das gar keine Kohlenhydrate gegessen werden dürfen, aber eben eher weniger als normal. Fett und Eiweis machen schneller und länger satt! Dann wird die natürliche Regulation des Hungers besser unterstützt. Seefisch, Nüsse, Fleisch, Gemüse... dazu als Beilage eine Kartoffel, ein großer Löffel Reis und als nachtisch ein Apfel ... das ist mit Sicherheit die bessere Ernährung (wenn man kein Vegetarier/Veganer ist)
3. Ärzte und Ernährung...
jak0k0 31.07.2012
---Zitat--- Dabei denken die Ärzte nicht nur an weniger Kalorien, sondern auch an reichlichen Verzehr von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse ---Zitatende--- 1. Vollkornprodukte ---Zitat--- The most digestible is amylopectin A, the form found in wheat. Because it is the most readily digested by amylase, it is the form that increases blood sugar most vigorously. This explains why, gram for gram, wheat increases blood sugar to a much greater degree than, say, chickpeas, kidney beans, or sweet potatoes-even though they are all "complex" carbohydrates. ---Zitatende--- Da gefühlt 90% der erwerbbaren Vollkornprodukte aus Weizenvollkorn bestehen, versucht man also Leuten, die sowieso schon Probleme mit dem Blutzucker haben, diesen noch mehr Achterbahn fahren zu lassen? (Vermehrter Hunger, Erschöpfungszustände, Unruhe - bestimmt alles wonach sich eine Schwangere (und auch Übergewichtige allgemein) sehnen) 2. Obst Fructose, Fructose, Fructose! Die Leber freuts... 3. Gemüse 1 Punkt für die Ärzte! ---Zitat--- Die Mühe lohnt sich: Wird ein GDM rechtzeitig erkannt und gut behandelt, nimmt das Ganze für Mutter und Kind doch noch ein gutes Ende. ---Zitatende--- Neben den Fehlinformationen darf natürlich das Schüren von Ängsten nicht fehlen.
4. DiabetEs...
dhoerschdle 31.07.2012
Es heisst Diabetes, nicht Diabetis...hat nix mit Sevilla zu tun ;-)
5.
la_le_lu 31.07.2012
Zitat von aziraphale88bin ich wirklich geschockt über den Unsinn, der in diesem Artikel steht. Schwangerschaftsdiabetis kann sicher frühestens in der 20 SS-Woche diagnostiziert werden, vorher macht den Test normalerweise kein Arzt. Ursächlich ist keineswegs das Essen, sondern die Tatsache, dass die SS-Hormone die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion einschränken. Bei mir wurde das in der 26. SS-Woche diagnostiziert. Ich hatte zwar zuviel zugenommen (obwohl ich ganz normal gegessen hatte) aber nicht deshalb wurde das untersucht, sondern weil mein Kind zu groß war. Anfangs bekam ich das mit Ernährungsumstellung noch gut in den Griff, später musste ich Insulin spritzen, bis zu 4mal am Tag (weil der Körper mit fortschreitender SS mehr Hormone produziert). Am Tag nach der Geburt war mein Zuckerspiegel wieder normal und ist es bis heute... Wenn die Ernährung die Ursache gewesen wäre, hätte ich heute noch Diabetis, da ich mich genauso wie vor und während der ersten Wochen meiner SS ernähre. Nicht jede Frau, die zuviel zunimmt, bekommt SS-Diabetis. Und falsche Ernährung ist auch nicht die Ursache dafür.
Diesen Aussagen kann ich nur eingeschränkt zustimmen. Den Schwangerschaftsdiabetes kann man schon ab Beginn der Schwangerschaft diagnostizieren, die entsprechenden Untersuchungen werden bei vorbelasteten Frauen auch so früh durchgeführt und in regelmäßigen Abständen wiederholt. Vorbelastet sind z.B. Frauen mit einer Insulinresistenz und/oder PCOS, da diese ein deutlich höheres Risiko haben, an Gestationsdiabetes zu erkranken.
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Zur Autorin
  • Gerlinde Gukelberger-Felix ist Diplom-Physikerin und studierte eine Zeit lang Medizin, bis sie sich ganz dem Journalismus verschrieb. Besonders interessant findet sie alle Überschneidungen zwischen Medizin, Physik, Biologie und Psychologie. Sie arbeitet als freie Medizin- und Wissenschaftsjournalistin.

Früherkennung Schwangerschaftsdiabetes
Was bisher kontrolliert wurde
Genaugenommen nicht - Die Messung des Nüchtern-Blutzuckerwerts beim ersten Gynäkologenbesuch einer Schwangeren ist zwar in den Leitlinien der Fachgesellschaft angegeben, aber nicht in den Mutterschaftsrichtlinien.

Letztere legen für Gynäkologen fest, was zur Vorsorge während der Schwangerschaft gehört. Außerdem haben viele Frauen, die später an Schwangerschaftsdiabetes erkranken, zu diesem Zeitpunkt keine erhöhten Nüchtern-Blutzuckerwerte. Auch der bislang während der Schwangerschaft durchgeführte vierwöchige Streifentest auf Zucker im Urin reicht nicht, weil weniger als ein Drittel aller Schwangeren mit Schwangerschaftsdiabetes irgendwann Zucker im Urin hat.
Was das neue Screening-Verfahren vorsieht
Seit Anfang März ist ein Blutzucker-Suchtest zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche verbindlich als Kassenleistung in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen. Schwangere müssen nicht für das Screening bezahlen (etwaige Rechnungen sind bei der Krankenkasse einzureichen).
Wie der Früherkennungstest funktioniert
Ergibt der Vortest im nicht nüchternen Zustand Blutzuckerwerte von 135 mg/dl (7,5 Millimol/Liter) im venösen Blut (Blutabnahme aus der Armvene), dann sollte zeitnah zusätzlich ein sogenannter oraler Glukosetoleranztest (oGTT) erfolgen.

Der oGTT als Diagnosetest liefert Hinweise auf die Fähigkeit des Körpers, eine definierte Menge an Glukose innerhalb eines bestimmten Zeitraums abzubauen. Die Zuckerlösung (mit 75 Gramm Glukose) wird - nachdem ein erstes Mal Blut abgenommen wurde - auf nüchternen Magen getrunken. Die Blutzuckerwerte werden vom Arzt erneut nach ein und nach zwei Stunden im venösen Blut bestimmt. Ein Schwangerschaftsdiabetes liegt vor, wenn mindestens einer der folgenden Werte überschritten wird:

- im nüchternen Zustand 5,1 mmol/l (92 mg/dl)

- nach 60 Minuten 10 mmol/l (180 mg/dl)

- nach 120 Minuten 8,5 mmol/l (153 mg/dl)

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